Verwirrspiel um Wochenzeitung:
Augstein will "Freitag" übernehmen - aber jemand hat etwas dagegen
Der Journalist Jakob Augstein plant offenbar die Übernahme der linken Wochenzeitung "Freitag". Dies legt zumindest eine Pressemitteilung nahe, die am Montag nachmittag von der Firma Release-Net herausgegeben wurde. Angeblicher Absender: Die 50 Kanonen Verlagsgesellschaft mit Sitz in Berlin, die unlängst von Augstein gegründet wurde. In der Mitteilung heißt es: "Für knappe 650.000 Euro kauft der Augstein-Sohn mit dem Freitag-Verlag ein angeschlagenes, linkes Wochenblatt zum privaten Vergnügen. Mit gut 10.000 zahlenden Abonnenten ein guter Deal." Augstein selbst dementiert auf kress-Anfrage, er habe eine solche Pressemitteilung veröffentlicht. Zum Inhalt mag er sich nicht äußern. Was nur eins bedeuten kann: Augstein verhandelt um die Übernahme des Verlags, doch von bisher unbekannter Seite gibt es Störfeuer.
Und der Haifisch, der hat Zähne:
Premiere will Sat.1 kaufen
Mit Rupert Murdoch im Rücken spuckt man beim Bezahlsender Premiere große Töne: "Wir sind daran interessiert, Sat.1 zu kaufen. Der Berliner Sender würde ideal zu uns passen", so Premiere-Boss Michael Börnicke gegenüber dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe). Mit dem Zukauf von Sat.1 wolle Premiere dauerhaft in die schwarzen Zahlen kommen. Bei der Sat.1-Mutter ProSiebenSat.1 winkt man ab: "Es gibt darüber keine Gespräche", so eine Sprecherin. Börnickes Vorstoß demonstriere das neue Selbstbewusstsein von Premiere, heißt es im "Handelsblatt". Am Freitag hatte Murdochs News Corp. die Beteiligung an Premiere von 19,9 auf 22,7% aufgestockt. Dieser Stimmenanteil könnte auf der Hauptversammlung am 12. Juni bereits reichen, um wichtige Entscheidungen im Alleingang durchzusetzen. Wie die "FAZ" (Dienstagsausgabe) berichtet, soll der Premiere-Aufsichtsrat um drei Mitglieder erweitert werden - zwei davon soll News Corp. erhalten.
Ballmers Ultimatum zeigt Wirkung:
Yahoo offenbar zur Übernahme bereit
Yahoo lehnt nach Angaben aus Kreisen eine Übernahme durch Microsoft nicht mehr grundsätzlich ab. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Allerdings verlange das Management des weltgrößten Software-Konzerns eine Anhebung der bisherigen Offerte von 31 Dollar je Aktie, wie eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag erklärte. Yahoo werde Microsoft seinen Standpunkt in einem offiziellen Brief mitteilen, der noch am Montag abgeschickt werden sollte. Darin werde Yahoo zudem die Darstellung von Microsoft zurückweisen, wonach sein Geschäft rückläufig sei. In dem Übernahmekampf um den Suchmaschinenbetreiber hatte Microsoft-Boss Steve Ballmer zuletzt den Druck erhöht und der Yahoo-Spitze ein dreiwöchiges Ultimatum gestellt, die Offerte im Wert von mehr als 40 Milliarden Dollar anzunehmen.
Der kress-quotencheck:
Endzeitstimmung und Wüstenrennen
RTL hat mit drei Quotenrennern den Wochenend-Kampf für sich entschieden. An erster Stelle liegt der Hollywood-Kracher "The Day After Tomorrow" (siehe Foto), den am Sonntag 3,04 Mio werberelevante Zuschauer sahen. Etwas weniger, nämlich 3 Mio 14- bis 49-Jährige, sahen am Sonntagmittag das Formel 1-Rennen in Bahrain. Den dritten Platz belegt "DSDS" mit 2,92 Mio Zuschauern der Zielgruppe - ein eher durchschnittlicher Erfolg für die Show und dass, obwohl Mariah Carey da war! Auch der ARD-Tatort "Schatten der Angst" blieb trotz des Trubels bei durchschnittlichen 2,42 Mio jungen Zuschauern. Hape Kerkelings "Hallo Taxi" erreicht bei seiner Premiere 2,65 Mio 14- bis 49-Jährige und schafft es damit auf Platz 5 der Wochenend-Tabelle.
WAZ-Mann Schmid wird "LVZ"-Boss
Norbert Schmid, Geschäftsleiter Abläufe/Organisation bei der WAZ-Mediengruppe, verlässt Essen. Er wird alleiniger Geschäftsführer der "Leipziger Volkszeitung" ("LVZ"). Dort folgt er auf Bernd Radestock, der in den Ruhestand geht. Ein WAZ-Sprecher bestätigte auf Anfrage, dass Schmid gekündigt hat. Ein Nachfolger werde gesucht. Der "Focus" schreibt in seiner aktuellen Ausgabe 15/2008, Schmid sei über seinen "ausgebliebenen Aufstieg bei der Mediengruppe WAZ" enttäuscht: Er habe auf den vakanten Geschäftsführerposten der Funke-Gruppe spekuliert. Doch den wird Christian Nienhaus, "Bild"-Verlagsgeschäftsführer, bekommen. Die WAZ-Gruppe hoffe jetzt auf ein "Tauschgeschäft", spekuliert der "Focus" weiter: Sie wolle Schmid schnell in Richtung "LVZ" (gehört zu Springer und Madsack) ziehen lassen, wenn Springer im Gegenzug Nienhaus flott freigebe.
Forscher wollen nicht bei der "Berliner Zeitung" schnüffeln
Der Forschungsverband SED Staat an der Freien Universität Berlin will die Redaktion der "Berliner Zeitung" nicht auf mögliche frühere Stasi-Kontakte überprüfen. Es bestünden zeitliche und methodische Bedenken so der Verband gegenüber der "FAS". Zwei leitende Redakteure der "Berliner Zeitung" hatten vor einigen Tagen ihre Spitzeltätigkeit für die Stasi offenbart. Daraufhin sagte Chefredakteur Josef Depenbrock eine lückenlose Aufklärung zu (kress.de vom 2. April 2008 ). Die beauftragten Wissenschaftler sollten Akteneinsicht bei der Stasi-Unterlagenbehörde beantragen. Die Chefin der Behörde, Marianne Birthler, rechnet sogar damit, dass künftig weitere Verstrickungen ostdeutscher Journalisten aufgedeckt werden. Westdeutsche Verlage hätten bei der Übernahme von DDR-Zeitungen oft recht leichtfertig gehandelt, so Birthler. "Fragen nach der Vergangenheit wurden selten gestellt."
Gemischtes Doppel bei der Bremer Tageszeitungen AG
Ulrich Hackmack und Florian Kranefuß, die Vorstände der Bremer Tageszeitungen AG ("Weser Kurier", "Bremer Nachrichten"), haben ihre Reviere abgegrenzt: Hackmack verantwortet fortan Technik, Logistik und Finanzen und nimmt die Verlagsinteressen bei der Medien Systempartner GmbH wahr. Kranefuß ist für Märkte, Erlöse und Content zuständig und vertritt den Verlag in der Medien Vermarktung Bremen GmbH, der Medien Verkauf & Service GmbH, der eMedienservice Nord GmbH und der Pressedienst Nord GmbH sowie bei den Hörfunk-Beteiligungen. Beide Manager würden "weiterhin gemeinsam als gleichberechtigte Vorstandsmitglieder die Verantwortung für das gesamte Unternehmen tragen", heißt es in einer Mitteilung der Bremer Tageszeitungen AG. Hackmack war bis Ende vergangenen Jahres alleiniger Vorstand. Seit dem 1. Januar ist Kranefuß in Bremen an Bord, er war zuvor Verlagsgeschäftsführer des "Hamburger Abendblatts" (kress.de vom 2. November 2007).
mehr... Wehner wechselt von Weka zum EMV
Lutz Wehner, 39, heuert ab 1. Mai als Leiter Marketing und Vertrieb beim Entertainment Media Verlag (EMV) an. Er war zuletzt bei Weka Media als Leiter Marketing und Produktmanagement tätig. Der EMV ist eine 100%-ige Tochter von Gruner + Jahr. Der Special-Interest-Verlag bringt u.a. die Branchenzeitschrift "Blickpunkt: Film" und das Publikumsmagazin "VideoWoche" heraus und ist Betreiber des Filmportals "kino.de".
Blue Ocean bekommt eigene Anzeigenabteilung
Der Stuttgarter Kinder- und Jugendzeitschriftenverlag Blue Ocean hat ab sofort eine eigene Anzeigenabteilung. Bisher betreute eine externe Agentur das Anzeigengeschäft des Verlags. Die Leitung übernimmt Robert Stricker (Foto), bisher Anzeigenverkaufsberater beim Egmont Ehapa Verlag. Bis Sommer 2008 soll das Programm des Verlags altersmäßig gestaffelt werden und alle Jungs- und Mädchenzielgruppen von 2 bis 16 Jahren abdecken. Bei Blue Ocean erscheinen u.a. "Prinzessin Lillifee", "Leserabe" und "Frag doch mal die Maus".
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RTL Group reanimiert UFA Sports
Die Bertelsmann-Tochter RTL Group kehrt in den Markt mit Sportrechten zurück und belebt dazu ihre Firma UFA Sports wieder. Die ist in der heutigen Agentur Sportfive aufgegangen, die wiederum seit Ende 2006 im Besitz des französischen Konzerns Lagardère ist. Chef der UFA Sports wird Philip Cordes (Foto), bis Anfang vergangenen Jahres CEO von Sportfive. Die ursprüngliche UFA Sports war 1988 unter der Führung des heutigen Hertha-BSC-Präsidenten Bernd Schiphorst ins Leben gerufen worden. Die neue Ufa Sports hat sich bereits die Vermarktungsrechte an der albanischen Fußball-Nationalmannschaft gesichert.
Turner steigt bei Premiere Star ein
Die Turner Broadcasting System International Inc. ist mit 8,5 % bei der Satellitenplattform Premiere Star eingestiegen. Sie hat die Anteile von der Premiere AG gekauft. Turner ist damit nach dem Abosender und HVB Capital Partners AG drittgrößter Anteilseigner der Premiere Star GmbH. Unter dem Dach von Premiere Star vermarktet Premiere 34 TV-Sender. Die drei Turner- Sender Boomerang, Cartoon Network, und Turner Classic Movies sind schon seit dem Start des Angebots im Herbst 2007 dabei.
Reiter bleibt MDR-Intendant
Udo Reiter (Foto), 64, wurde schon vor Ende seiner Amtszeit als MDR-Intendant wiedergewählt. Er steht der Sendeanstalt bereits seit ihrer Gründung 1991 vor. Seine vierte Amtszeit beginnt im Juli 2009 und dauert bis 2015 - Reiter ist dann 71. In dieser Zeit will er das Nachrichtenangebot ausbauen, den Kinderkanal stärken und eine eigene Rechercheredaktion gründen. Ein wichtiges Thema seiner letzten Amtszeit wird auch die Digitalisierung.
ProSiebenSat.1 verlängert mit Disney
Die ProSiebenSat.1-Gruppe hat mit dem Filmstudio The Walt Disney Company verlängert. Im Paket sind Free-TV-Rechte an Spielfilme ("Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt") und Serien ("Private Practice", "Dirty Sexy Money"). Zum ersten Mal hat ProSiebenSat.1 von Disney auch Video-on-Demand-Rechte für maxdome erworben. User können auf dem Portal künftig Filme wie "Armageddon" und "Pearl Harbor" abrufen, für Serienfans gibt´s frische Staffeln von "Lost", "Desperate Housewives" und "Grey´s Anatomy". ProSiebenSat.1 und Disney sind bereits seit 2002 Partner.
Eishockey-Weltmeisterschaften beim DSF
Der Sportsender DSF hat sich die TV-Rechte an den nächsten vier Eishockey-Weltmeisterschaften gesichert. Die Spiele der DEB-Auswahl werden live übertragen. Zusätzlich hat das DSF von der Sportmarketingagentur Infront Sports & Media die Rechte an allen Partien ohne deutsche Beteiligung erworben, im Paket sind auch die Internet- und Mobile-Rechter der nächsten vier Titelkämpfe. Highlight sei die Eishockey-WM 2010 in Deutschland, so DSF-Geschäftsführer Oliver Reichert. Das DSF gehört zur EM.Sport Media.
Fremantle verbündet sich mit japanischer TV-Firma
Die zum TV-Konzern RTL gehörende Produktionsgesellschaft Fremantle arbeitet künftig mit einer der größten japanischen TV-Produktionsfirmen zusammen. Laut der "Financial Times“ will Fremantle zusammen mit TV Man Union versuchen, den relativ abgeschotteten japanischen Fernsehmarkt für ausländische Produktionen zu öffnen. Fremantle produziert Formate wie "Pop Idol", das britische Gegenstück zu "Deutschland sucht den Superstar“. In insgesamt 40 Länder wurde das britische Format mittlerweile exportiert, von den USA bis Kasachstan. Nur die japanischen Fernsehsender sträubten sich, eine japanische Version des Showformats zu produzieren. Im Rahmen der Zusammenarbeit soll TV Man Union Fremantle nun helfen, "Pop Idol“ und andere Formate an japanische Sender zu verkaufen, Sendungen auf den japanischen Markt zuzuschneiden und japanische Formate zu finden, die Fremantle im Ausland verkaufen kann. Hintergrund: In Japan sind die besten Sendezeiten fast ausschließlich für heimische Shows reserviert.
Nachfolger für Lanz bei ProSiebenSat.1 in Sicht
Der frühere Finanzchef des Mobilfunkbetreibers O2, Axel Salzmann, ist einem Bericht des "Spiegel" zufolge aussichtsreichster Kandidat für den Posten des Finanzvorstands von ProSiebenSat.1. Das Finanz-Amt wird frei, weil P7S1-Finanzvorstand Lothar Lanz im Sommer nach elf Jahren aufhören will. Salzmann werde sich in diesen Wochen mit Managern des Konzerns treffen. Für die Nachfolge von Lanz habe es zuletzt noch drei Anwärter gegeben. Eine Entscheidung solle in etwa einem Monat feststehen. Eine Sprecherin von ProSiebenSat.1 wollte den Bericht nicht kommentieren. Salzmann hatte die Telefonica-Tochter O2 im Herbst 2006 nach Unternehmensangaben auf eigenen Wunsch verlassen.
Geschäftsführer von 1-2-3.tv mit neuer Position
Henning Schnepper (Foto) wechselt beim Auktionssender 1-2-3.tv von der Geschäftsführung in den Beirat. Der Schritt erfolgt Mitte des Jahres, dann läuft sein Vertrag aus. Schnepper hatte 1-2-3.tv im Jahr 2004 zusammen mit Andreas Büchelhofer gegründet und ist am Sender beteiligt. Neben Recht und Personal verantwortet Schnepper bei 1-2-3.tv die Reichweitenentwicklung. Der Sender mit Sitz in Unterföhring hat 2007 einen Umsatz von 77 Mio Euro eingefahren und zählt 675.000 registrierte Nutzer.
Maas übernimmt "frau TV"
Angela Maas (Foto) präsentiert von diesem Mittwoch an die WDR-Reihe "frau TV". Maas moderiert schon seit 20 Jahren für den WDR und hat bei "frau TV" bereits mehrmals Lisa Ortgies vertreten, die als Chefredakteurin zu Alice Schwarzers "Emma" gewechselt ist. "frau TV" kam früher im WDR-Fernsehen nach Plasbergs "Hart, aber fair", jetzt laufen beide Sendungen gleichzeitig. Plasberg und Maas sind verheiratet, leben nach Medienberichten aber getrennt..
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Kein Entrinnen vor Neun Live
Neun Live International versorgt jetzt auch Kolumbien, Ungarn, Dänemark und Schweden mit Call-in-Shows. Insgesamt ist das Unternehmen damit in acht Ländern mit eigenen Shows vertreten. In Kolumbien arbeitet Neun Live - wie auch in Mexiko - mit der Naranya Gruppe zusammen, mit der das Unternehmen ein Joint Venture unterhält. In Ungarn, Dänemark und Schweden laufen die Mitmach-Shows auf Sendern der ProSiebenSat.1-Gruppe, zu der auch Neun Live gehört. Die Sendungen werden daheim in Unterföhring produziert. Seit Januar 2008 exportiert Neun Live bereits Shows nach Mexiko und Belgien (kress.de vom 17. Januar 2008). Außerdem ist der Konzern in Kroatien und europaweit mit einem türkischsprachigen Call-TV-Fenster vertreten.
United Internet plant Einstieg bei maxdome
Der Internetkonzern United Internet AG (Web.de, gmx.de, 1&1) will sich an dem Videoportal maxdome beteiligen. ProSiebenSat.1 und United Internet kooperieren zwar schon seit dem Start von maxdome im Jahr 2006, das Portal gehörte aber bisher allein dem TV-Konzern. Künftig wollen ProSiebenSat.1 und United Internet jeweils 50% halten.
Google schielt auf Skype
Der Suchmaschinenprimus Google hat den Internet-Telefoniedienst Skype ins Auge gefasst. Dies berichtet "Techcrunch". Demnach gebe es bereits Verhandlungen zwischen Google und dem Online-Auktionshaus Ebay, das Skype 2005 für rund 2,6 Mrd Dollar erworben hat. Google wolle mit Skype seine Mobilfunkpläne vorantreiben. Der Kaufpreis soll zwischen 4 und 6 Mrd Dollar liegen. Statt einer kompletten Übernahme sei auch eine engere Zusammenarbeit denkbar. Hintergrund: Ebay musste beim Problemkind Skype erst im Oktober eine Milliarden-Summe abschreiben. Google hingegen unterhält mit "Google Talk" bereits einen gleichartigen Service, der jedoch bei Weitem nicht so viele Kunden hat wie Skype. Durch den Kauf von Skype könnte Google seinen Marktanteil auf diesem Gebiet deutlich steigern.
Wolfbauer wird Booming-Geschäftsführer
Markus Wolfbauer (Foto), 39, grüßt ab sofort als Geschäftsführer der Online-Marketing-Agentur Booming. Er löst dort Johannes Mettler ab, der sich auf die Geschäftsführung der Muttergesellschaft Direct Relation, einer Holtzbrinck-Tochter, konzentriert. Wolfbauer verantwortet das Business Development und den Ausbau des Neugeschäfts. Er war zuvor im Management von webmiles beschäftigt, einer Tochter der arvato services/Bertelsmann. Sprecher der Geschäftsführung bei Booming ist Andreas Schwabe.
Yahoo plant neue Werbeplattform AMP
Yahoo plant für das dritte Quartal den Start einer Plattform namens AMP, die die Online-Buchung von Werbeanzeigen deutlich erleichtern soll. Laut einem Bericht der "FTD" (Montagsausgabe) hofft Yahoo angesichts der Übernahmebemühungen von Microsoft, mithilfe von AMP den eigenen Wert zu steigern und gleichzeitig die Onlinewerbebranche zu revolutionieren. Das Projekt sei mit verantwortlich für die optimistischeren Umsatzprognosen, die das Yahoo-Management im März abgegeben hat: Dank eines auf drei Jahre ausgelegten Finanzplans und strategischer Initiativen werde sich der Cashflow aus dem operativen Geschäft von 1,9 Mrd auf 3,7 Mrd. Dollar fast verdoppeln und 2010 Einnahmen in Höhe von etwa 8,8 Mrd Mrd Dollar generieren.
The Search Works lässt sich in Deutschland nieder
Der Suchmaschinen-Marketing-Dienstleister The Search Works mit Hauptsitz in London, hat eine Dependance in München eröffnet. Die Federführung für das Deutschland-Geschäft übernimmt Markus Backs. Er war vorher Head of Sales bei Overture Services (später Yahoo Search Marketing) und Leiter Vermarktung bei "RP Online". Neben seinem Team von Account Managern kommt ihm Ben Gibson, General Manager Europe, zu Hilfe sowie die europäischen Teams. The Search Works wurde 1999 in London gegründet und hat mittlerweile Niederlassungen in Spanien, Frankreich, den Niederlanden und Schweden. Der Suchmaschinen-Marketing-Spezialist hat schon vorher Kampagnen für Deutschland entwickelt, u.a. für Hotelopia und MSN Shopping.
Bain führt neue News-Corp.-Internet-Tochter
Adam Bain, bisher Technologievorstand der Sparte News-Corp.-Sparte Fox Interactive Media (FIM), übernimmt die Führung der neuen Tochtergesellschaft Audience Network. FIM betreibt unter anderem die Onlineplattform MySpace. Audience Network übernimmt künftig die Werbevermarktung aller FIM-Aktivitäten. Die neue Tochter soll den Umsatz ankurbeln - FIM hatte im Geschäftsjahr 2007 das von News-Corp.-Boss Rupert Murdoch gesetzte Umsatzziel von 1 Mrd Dollar verfehlt.
SWMH will "SZ"-Pressestelle schließen
Seit dem 29. Februar hält die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) die Mehrheit am Süddeutschen Verlag ("Süddeutsche Zeitung") in München - und bald hat sie auch die schweigende Mehrheit: Die SWMH plant, die Pressestelle abzuwickeln. Das berichtet die "Welt am Sonntag". Der betroffene Pressesprecher, Sebastian Berger (Foto), 41, will die Meldung auf Anfrage nicht kommentieren. Das Schweigegelübde ist bei der SWMH Teil der Unternehmensphilosophie - sie hat selbst keinen Pressesprecher. Aber bisher hatte sie auch noch nicht die neben der "FAZ" wichtigste überregionale deutsche Qualitätszeitung im Portfolio.
Dichant ist BBDO-Personalchefin
Ilka Dichant, 39, ist die neue Personalchefin bei BBDO Düsseldorf. Als Director Human Ressources verantwortet sie neben dem Recruiting und Bewerbermanagement auch die Aus- und Weiterbildung. Dichant kommt von Uniplan in Köln, wo sie in den vergangenen fünf Jahren in gleicher Position tätig war.
mehr...Bald sind sie verschwunden
Der Internationale Tierschutz-Fonds IFAW und Springer & Jacoby haben eine Kampagne für bedrohte Tierarten gestartet. Statt auf blutige Bilder und tote Robben-Babys setzen die Kreativen auf subtile Bilder, auf denen die Tiere nur schemenhaft zu erkennen sind. Die Botschaft ist dennoch deutlich: "Bald sind sie verschwunden". Die Bilder von Fotograf Pim Vuik erscheinen pro bono u.a. in "National Geographic Deutschland", "natur+kosmos" und diversen Titeln des Burda Verlags sowie auf kostenlosen Plakatflächen der Firma Central Point.
Media Consulta trommelt für Integration
Media Consulta (MC) bringt eine Regierungskampagne zum Nationalen Integrationsplan (NIP) auf die Straße. Als Leadagentur des Bundespresseamtes startet MC diverse PR-Maßnahmen und Events in ganz Deutschland sowie eine klassische Outdoor-Kampagne mit Plakaten in 17 Großstädten. Die drei Plakatmotive thematisieren Bildung, Gleichberechtigung und Freundschaft - jeweils mit der Aussage: "... ist keine Frage der Herkunft".
Burger Kings Gemüse bekommt eine Heimat im Netz
start und deepblue networks haben sich etwas Neues für den Kunden Burger King einfallen lassen. Die Bewohner der Veg City (das Gemüse von Burger King), bisher bekannt aus dem hauseigenen "King Magazin" haben nun auch eine Heimat im Netz. Unter "www.vegcity.de" kann man mehr über das Gemüse erfahren - und unliebsame Arten mittels Veggie-Shooter beseitigen. Beworben wird hier der Service, alle Burger auf Wunsch ohne Zwiebeln zu bekommen. Die beiden Agenturen arbeiten seit 2004 gemeinsam für Burger King. 2005 gewannen sie mit der Seite "www.pimpmyburger.com" einen bronzenen Cyber-Löwen in Cannes. start gehört zu BBDO.
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