Premiere laufen schon die Abonnenten davon:
DFL will TV-Rechte neu ausschreiben
Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) will in den "nächsten Monaten" die TV-Übertragungsrechte für die Bundesliga neu ausschreiben. Man werde sich aber nicht unter Zeitdruck setzen lassen, so DFL-Vizepräsident Peter Peters in Berlin. Allerdings wird das Fußball-Paket laut Dejan Jocic vom Vermarkter Sirius SportMedia nicht die erhofften 500 Mio Euro pro Jahr einspielen können. Grund ist das Veto des Kartellis gegen das geplante Vermarktungsmodell (kress.de vom 24. Juli 2008 ). Bis März 2009 hat die DFL Zeit für eine neue Ausschreibung. Dann beginnt die neue Lizensierungsrunde für die Bundesliga-Vereine. Bei Premiere drängt man dagegen auf eine schnelle Entscheidung: Viele Abonnenten kehrten dem Bezahlkanal wegen der Unsicherheit den Rücken.
Rückkehr zu Burda:
Welte soll Todenhöfer ersetzen
Philipp Welte (Foto), 46, steht vor dem Absprung bei Axel Springer. Der derzeitige Chef des Vermarkters Axel Springer Media Impact soll bereits im nächsten Jahr zurück zu Burda wechseln. Welte hatte den Verlag im Oktober 2006 verlassen - damals führte er die Geschäfte der Burda People Group ("Bunte", "InStyle", "Amica") (kress.de vom 4. Oktober 2006). Nun soll Welte in den Vorstand aufrücken und dort Burda-Urgestein Jürgen Todenhöfer, 67, ersetzen. Todenhöfers Vertrag läuft noch bis zu seinem 70. Geburtstag, also bis November 2010. Gegenüber der "FAZ" (Dienstagsausgabe) bestätigte Todenhöfer zumindest sein Bestreben, noch vor Vertragsende auszuscheiden: "Ich habe Hubert Burda seit langem eine kräftige, schrittweise Verjüngung vorgeschlagen. Ich hoffe, ich bekomme eine vorzeitige Freigabe". Die "SZ" berichtet, dass Burda und Welte sich handelseinig seien - nur die Unterschrift unter dem Vertrag fehle noch. Eine Einschätzung zu dem Thema lesen Sie auf der nächsten Seite.
Die TV-Marktanteile im August:
Olympisches Quoten-Doping für ARD und ZDF
Auch im Olympia-Monat August mussten die großen Privatsender wie schon bei der Fußball-EM Marktanteile an ARD und ZDF abgeben: Am härtesten traf es den Marktführer RTL, der 1,3 Prozentpunkte einbüßte und in der Werbezielgruppe jetzt nur mehr auf einen Marktanteil von 14,2% kommt. Da konnte auch der starke Staffel-Start von RTL-Zugpferd "Dr. House" sowie die neue Folgen bei "CSI: Miami" und "Monk" gegen Monatsende nichts mehr reißen. Erstmalig seit zwei Jahren musste auch RTL-Hauptkonkurrent ProSieben den zweiten Platz wieder dem Schwestersender Sat.1 überlassen. Die Berliner konnten mit 10,8% Marktanteil sogar ein leichtes Plus von 0,2 Prozentpunkten gegenüber den Juli-Werten verbuchen. Bei ProSieben machten sich allerdings Primetime-Flops wie "Comedy Zoo" schmerzhaft bemerkbar: Der Sender sackte um 1,2 Prozentpunkte auf aktuell 10,6% Marktanteil ein. Mehr Hintergründe zum TV-Monat August gibt's hier!
NBC-Marktforscher Horst Stipp über Nutzungsverhalten:
"Das Internet ersetzt das Fernsehen nicht"
"Das Internet ersetzt das Fernsehen nicht. Im Internet verändert sich das Nutzungsverhalten der Konsumenten. Das Fernsehen on-demand nimmt an Bedeutung zu. Mobile Video entwickelt sich nur langsam. Und nutzergenerierte Inhalte ersetzen professionellen Journalismus nicht." Diese und fünf weitere Trends der Mediennutzung in den USA hat Horst Stipp von NBC Universal auf der „FTD"-Konferenz „Medien und Entertainment" in Berlin vorgestellt. Eine der Kernthesen von Stipp dem Vice President Primary and Strategic Research des US-Senders: Zwar nimmt die Nutzung neuer Technologien zu und verändert dadurch auch das Mediennutzungsverhalten der Menschen. Aber die alten Medien werden demnach von den neuen nicht verdrängt. Lesen Sie Stipps gesammelte Erkenntnisse nach dem Umblättern.
Der kress-Quotencheck:
Über 4 Millionen jagen die Nibelungen
Popcorn-Unterhaltung statt Mediävistik-Seminar: Mit 4,16 Mio Gesamtzuschauern räumte das RTL-Eventmovie "Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen" (Foto) am Sonntagabend erwartungsgemäß ab. 2,70 Mio Jüngere wollten sich die teilweise reichlich alberne Schnitzeljagd nicht entgegen lassen - und ließen so RTL als strahlenden Wochenend-Sieger glänzen (Marktanteil: 21,6%). Etwas Schatten auf den RTL-Glanz am Sonntagabend werfen allerdings die überraschend guten Werte der Spielfilm- und Serien-Konkurrenten zur gleichen Sendezeit: ProSieben sahnte mit 2,23 Mio Zuschauern aus der Werbezielgruppe auch mit der nicht mehr ganz taufrischen Sci-Fi-Komödie "Men in Black" ganz ordentlich ab (Marktanteil: 17,7%). Überraschend stark lief's auch - trotz der eigentlich erdrückenden Konkurrenz - für den Sat.1-Klassiker "Navy CIS": Mit 2,18 Mio Jungen und einem Marktanteil von 17,6% stellte die Serie einen Rekordwert auf. Und selbst für den etwas schwachbrüstigen Berliner "Tatort" blieb zu guter Letzt noch eine 15,5%-ige Schnitte vom Marktanteilskuchen. 1,98 Mio Jüngere gaben dem ARD-Krimi den Vorzug. Beim Gesamtpublikum waren es 6,72 Mio Zuschauer, was nicht nur der Reichweiten-Sieg am Sonntag, sondern am gesamten Wochenende bedeutete. Mehr Hintergründe zu den Wochenend-Wettkämpfen, mehr Flops, viele Tops - bitte umblättern!
VG Handelsblatt verkauft tschechischen Verlag
Die Verlagsgruppe Handelsblatt hat ihre Mehrheitsbeteiligung in Höhe von 88,36% der Aktien an der tschechischen und slowakischen Economia-Gruppe verkauft. Käufer ist die Gesellschaft Respekt Media, die dem Investor Zdenek Bakala gehört. Einen Minderheitsanteil übernimmt das bisherige Management. Zur Economia-Gruppe gehören die Tageszeitung "Hospodá ské Noviny", das Wochenmagazin "Ekonom", das Online-Portal iHned.cz sowie 18 Fachzeitschriften. Die Gruppe ist darüber hinaus mit ihrer Tochtergesellschaft Ecopress in der Slowakei aktiv. Über den Kaufpreis der Anteile haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Die Verlagsgruppe Handelsblatt hatte sich 1994 an Economia beteiligt. "Wir freuen uns sehr, dass unsere Anteile von einem Investor übernommen werden, der Economia auf dem Weg weiterentwickeln wird, den wir in den vergangenen Jahren gemeinsam mit dem Management verfolgt haben," sagt Tobias Schulz-Isenbeck, Geschäftsführer der Verlagsgruppe Handelsblatt. Die Kartellis müssen den Deal noch durchwinken.
"FAZ" siegt vor Gericht gegen "Perlentaucher"
Der Verlag der "FAZ" hat in einer Berufungsverhandlung gegen den Internet-Kulturmagazin "Perlentaucher" vor dem Oberlandesgericht Frankfurt gesiegt. Dies berichtet die "FAZ" in eigener Sache. Der "Perlentaucher" hatte eine Gegendarstellung zu verschiedenen Passagen eines "FAZ"-Artikels verlangt, der unter der Überschrift "Die Gedanken der anderen" am 29. Juni 2007 erschienen war und das geschäftliche Auftreten des "Perlentaucher" kritisierte. Das OLG befand, dass das Gegendarstellungsbegehren in der Mehrzahl der angesprochenen Punkte inhaltlich nicht begründet sei. In der "FAZ" hatte es geheißen, dass der Perlentaucher das deutschsprachige Feuilleton "scannt". Das OLG widersprach der Auffassung, dass damit ein automatisierter Vorgang gemeint sei. Zu dem Passus, demzufolge der "Perlentaucher"-Gründer Thierry Chervel nach der Verleihung des Grimme-Online-Preises damit zitiert wurde, dass er sich gut vorstellen könne, eigene Rezensionen anzubieten, es aber bei der Vorstellung geblieben sei, wies das OLG das Gegendarstellungsbegehren ebenfalls zurück. Damit werde nämlich nicht gesagt, dass der Perlentaucher überhaupt keine eigenen Rezensionen veröffentlicht habe. Die Kosten des Berufungsverfahrens trägt der "Perlentaucher", das Urteil ist rechtskräftig. In einem anderen Verfahren streiten die "FAZ" und die "SZ" mit dem "Perlentaucher" um den Verkauf von dessen auf Zitaten aus Zeitungen beruhenden Rezensionen. Dieses Verfahren dauert an.
"Gießener Zeitung": Lokaler als die Lokalzeitung erlaubt
Am 3. September 2008 erscheint erstmals die "Gießener Zeitung", die nach eigenem Bekunden erste Mitmach-Zeitung Hessens. Immer mittwochs und samstags liegt die gedruckte Ausgabe kostenlos in 125.000 Briefkästen im Stadtgebiet und Kreis Gießen. Das Portal "www.giessener-zeitung.de" wird hingegen laufend aktualisiert. Bürger-Reporter können sich dort anmelden und mit eigenen Artikeln und Fotos, Kommentaren und Veranstaltungstipps die Arbeit des Redaktionsteams unterstützen. Anders als klassische Tageszeitungen werden ausschließlich lokale Themen behandelt. Geschäftsführer der GZ Medien GmbH i.Gr. sind Jürgen Trohorsch und Jochen Großmann. Gesellschafter zu je gleichen Teilen sind die Hitzeroth Druck + Medien GmbH & Co. KG sowie das Druck- und Pressehaus Naumann GmbH & Co. KG. Geschäftsführer Trohorsch will mit den ausschließlich lokalen Inhalten Werbende vor Ort ködern: "Durch unsere 4 Lokalausgaben wird es uns dauerhaft gelingen, auch den sublokalen Werbemarkt zu bedienen.“
Senator kehrt zu seinen Wurzeln zurück und ordnet sich neu
Stefan Kiwit (Foto) ist ab sofort bei der Senator Entertainment AG für das Marketing aller Geschäftsbereiche verantwortlich. Dies ist Teil der umfassenden Umstrukturierungsmaßnahmen, mit denen des Unternehmen auf die schlechten Zahlen im ersten Halbjahr 2008 reagiert. Künftig will das Berliner Filmunternehmen die Akquisition internationaler Filme reduzieren und die deutschen Eigen- und Ko-Produktionen massiv ausbauen. Seine US-Tochter Senator Entertainment Inc. hat das Unternehmen bereits an Marco Weber verkauft, der zum 1. September 2008 als Vorstand der Senator Entertainment AG zurücktrat (kress.de vom 6. August 2008). Kiwit, der nun das Marketing auf Holding-Ebene verantwortet, war ehemals Geschäftsführer der Werbeagentur TBWA in Düsseldorf.
Sat.1 mit herbstlicher Kuschelware
Wem nicht nach Grillabenden zwischen Herbstlaub ist, wird beim Kuschelsender Sat.1 fündig: Der Sender startet am 23. Oktober, einem Donnerstag, 2 neue Serien: "Plötzlich Papa - Einspruch abgelehnt!" um 20:15 Uhr und "Dr. Molly & Karl" um 21:15 Uhr. Bei "Plötzlich Papa" gerät das Leben des Anwalts Alex Degen (René Steinke) durch seine plötzliche und unerwartete Vaterschaft komplett aus den Fugen. In "Dr. Molly & Karl" versuchen die Neurochirurgin Dr. Susanne Molberg (Sabine Orléans) und die klinische Psychologin Dr. Carlotta Edelhardt (Susanna Simon) jeden Folge aufs Neue, Quoten und Leben zu retten. Weniger das Medizinische soll dabei im Mittelpunkt stehen - eher die Kappeleien der beiden Protagonistinnen.
MTV bestückt P7S1-maxdome
ProSiebenSat.1 hat mit MTV Networks Germany ein pralles Programmpaket mit TV-Shows und -Serien für die Online-Videothek maxdome vereinbart. Der Deal umfasst die Video-on-Demand-Rechte für US-Zeichentrickserien und TV-Shows sowie Comedy-Formate der Sender MTV, Viva, Nick und Comedy Central. Damit stehen den maxdome-Usern ab sofort Serien wie "South Park" und "SpongeBob Schwammkopf", "A Shot At Love With Tila Tequila", "Pimp My Ride" und "Jackass" sowie "NightWash" zum Abruf per DSL bereit. Alle Titel sind sowohl im Einzelabruf (0,99 Euro, 24 Stunden) als auch im Abonnement verfügbar. Dirk Kleine, Geschäftsführer von maxdome, zielt mit dem Partner MTV vor allem auf die jüngere Klientel. ProSiebenSat.1 betreibt maxdome zusammen mit der United Internet AG.
9Live mit neuer Optik
Der Quiz-Sender 9Live erstrahlt in einem neuen On-Air-Design. Zum 7. Geburtstag des Senders gab es von Creative Solutions, der Kreativ-Abteilung der Sendermutter ProSiebenSat.1, eine neue Optik. Je nach Tageszeit wechselt die Farbgebung. Insgesamt 5 dieser "Farbenwelt" gibt es: Gelb und Blau stehen für das Nachmittagsprogramm, Rot für die Prime Time. 2 in dunklen Farbtönen gestaltete Versionen sind für das Spätprogramm vorgesehen. Dreh- und Angelpunkt der neuen Animationen und Formensprache sei das Logo, das sich aus im Raum gestaffelten Linien bildet (siehe Foto).
Tietjen hinterm Mikro bei NDR 2
Bettina Tietjen (Foto), 48, frühstückstalkt ab September jeden Sonntag zwischen 10:00 bis 12.00 Uhr auf dem Radiosender NDR 2. In "Tietjen talkt" spricht die Moderatorin zur sonntäglichen Frühstückszeit mit jeweils einem prominenten Gast. Interviewteile und Musik wechseln sich ab, man will sogar die "üblichen Hörgewohnheiten durchbrechen": Tietjen und Gast können ihre gemeinsamen Lieblingssongs spielen oder auch selbst Musik machen. "Ungewöhnliche Fragebögen" sind genauso Bestandteil der Sendung wie Menschen, die im Leben des Gastes eine wichtige Rolle spielen.
Annette Frier bekommt Anwaltsserie auf Sat.1
Die Schauspielerin Annette Frier (Foto) ist Hauptdarstellerin der neuen Sat.1-Serie "Danny Lowinski" (Arbeitstitel). Dort spielt sie eine 34-jährige ehemalige Friseurin, die nur knapp ihr Jura-Examen bestanden hat. Die Serie werde in Köln gedreht, sagte eine Sat.1-Sprecherin und bestätigte damit einen Bericht des Medienmagazins dwdl. Die von Phoenix Film produzierte 13-teilige Serie soll voraussichtlich im Frühjahr 2009 laufen.
Chrome vs. Internet Explorer:
Google startet eigenen Browser
Google drängt abermals in neue Sphären vor: Der Suchmaschinen-Primus hat mit Google Chrome einen eigenen Browser scharf geschaltet. Der Start kommt plötzlich und ist umso überraschender, da Google die brodelnden Gerüchte um einen eigenen Browser stets dementierte. In einem 38-seitigen Comic erklärt der Konzern das Konzept von Chrome, der ein Browser der neuen Generation sein soll - angepasst an das heutige Nutzungsverhalten der User. Chrome kombiniert Komponenten von Apples Webkit, der Basis des Safari-Browsers, und Mozillas Firefox mit neuen Features. Im Umkehrschluss basiert auch Chrome auf einem offenen Quellcode und ist damit Open Source. Wichtige Features: Mit "incognito" kann man in einem Fenster unbemerkt surfen, es werden keine Daten gespeichert. Die Tabs laufen getrennt voneinander in eigenen Prozessen - so soll für mehr Stabilität und Sicherheit gesorgt werden. Der Browser soll in über 100 Ländern heruntergeladen werden können, erstmal aber nur für Windows.
Burda nistet sich bei Mydeco ein
Das Münchner Verlagshaus Hubert Burda Media beteiligt sich im Rahmen seiner Cross-Media-Strategie am britischen Online-Einrichtungshaus Mydeco. Höhe und Einzelheiten der Investition wurden nicht mitgeteilt, lediglich, dass es sich um einen Minderheitsanteil handelt. Auf der Seite von Mydeco können Nutzer Einrichtungsgegenstände betrachten, bewerten und kaufen. Gegenüber "faz.net" erklärte Burda-Manager Marcel Reichart, dass 2009 eine deutsche Mydeco-Version kommen werde. Brent Hoberman startete Mydeco im Februar 2007. Zusammen mit Martha Lane Fox gründete er in 1998 die Reiseseite "Lastminute.com". Heutiger Vorstandsvorsitzender des Online-Einrichtungshauses ist David Kelly, der ehemalige Europachef von eBay. Das britische Mydeco bietet aktuell rund 1,5 Mio Produkte von mehr als 640 Einzelhändlern. Seit der Beta-Einführung im Februar 2008 habe die Seite laut Burda mehr als 1,5 Millionen Besucher angezogen.
Motor Presse Stuttgart: Ramms leitet Digitale (Auto)-Medien
Tim Ramms (Foto), 35, leitet bei der Motor Presse Stuttgart ab sofort die Digitalen Medien innerhalb des Ressorts Automobil. Der Diplomkaufmann ist seit 1. Januar 2006 bei der Motor Presse Stuttgart und war bisher Objektleiter das monatliche Oldtimer Magazin "Motor Klassik" und das vierteljährlich erscheinende Sonderheft "Youngtimer". Zudem war er als Objektleiter Online verantwortlich für den Relaunch und Ausbau der Website "auto-motor-und-sport.de" (kress.de vom 8. Juli 2008) sowie den Aufbau der Websites von "Motor Klassik", "sport auto", "AUTOStraßenverkehr" und "4Wheel Fun". Die Objektleitung für die Printtitel "Motor Klassik“ und "Youngtimer“ übernimmt der stellvertretende Geschäftsbereichsleiter Alexander Grzegorzewski.
wallstreet:online: Kolbinger geht als Vorstand, bleibt als Gesellschafter
André Kolbinger (Foto), Gründer und Vorstandsvorsitzender der wallstreet:online AG, verlässt zum 1. Januar 2009 das Unternehmen. Das Unternehmen bestätigte gegenüber kress einen entsprechenden Bericht der "WirtschaftsWoche". Künftig nimmt Georg Pagenstedt auf dem Chefsessel Platz, der bisher Vorstand für Produkte, Technik und Finanzen war. Ob er dies als alleiniger Vorstandvorsitzender tun wird, ist laut wallstreet:online noch unklar. Die wallstreet:online AG betreibt das Finanzportal "Wallstreet Online". 2007 stieg die hundertprozentige Springer-Tochter Axel Springer Finanzen Verlag bei dem Unternehmen ein (kress.de vom 25. Mai 2007). Kolbinger blieb jedoch Vorstand. Schon damals sei klar gewesen, dass er den Posten nach rund anderthalb Jahren räumen wird, so Kolbinger im Gespräch mit kress. Seinen Anteil von 23,5% an dem Unternehmen will Kolbinger behalten. Er will sich künftig verstärkt bei der Berliner Area Digital AG engagieren. Sie betreibt unter anderem das Mobilfunkmagazin "Areamobile.de", das Games-Magazin "Areagames.de" und das Video-Portal "ViTiVi.tv". Zu Springers Finanzen Verlag gehört auch das Portal "Finanzen.net". In wie weit "Wallstreet Online" mit diesem Angebot aus gleichem Hause kooperieren wird, sei noch nicht geklärt.
UFA dreht Seifenoper für StudiVZ
Die UFA produziert künftig Online-Serien für das Studentenportal studiVZ. Dies hat UFA-Geschäftsführer Wolf Bauer verkündet. UFA und studiVZ produzieren und vermarkten die Serien als gleichwertige Partner. Die erste studiVZ/UFA-Internet-Soap, in der es um das Chaos im Leben von vier Studenten geht, startet voraussichtlich im Oktober. Die 15 Episoden, je drei Minuten lang, werden dann laut einem "Spiegel"-Bericht zweimal pro Woche ins Netz gestellt, dazwischen sollen tägliche 30-Sekunden-Clips die Spannung aufrechterhalten. Die Seifenoper, deren Titel noch nicht feststehe, sei für die studiVZ-Gemeinde kostenlos, Werbebanner und Sponsoren sollen für die Finanzierung sorgen. Die Produktionsfirma MME hat eine ähnliche Serie, "Candy Girls", für den Konkurrenten MySpace gedreht.
Sony kontert mit eigenem Pixel-Buch
Sony will sein Lesegerät für elektronische Bücher nach Deutschland bringen. Dies berichtet "Welt Online". Innerhalb des Konzerns sei die Entscheidung gefallen, den Sony Reader (Foto) im ersten Halbjahr 2009 einzuführen. Auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober wolle das Unternehmen die deutschen Partner bekannt geben - voraussichtlich Buchverlage. Ebenfalls auf der Buchmesse feiert möglicherweise Amazons Digitalbuchlesegerät Kindle seine Deutschlandpremiere (kress.de vom 11. August 2008). Anders als Amazons Kindle kann sich der Sony-Reader neuen Lesestoff nicht aus der Luft ziehen: Für eine höhere Akkulaufzeit opfert Sony die drahtlose Übertragung. So benötigt das Gerät einen Computer, mit dem es per Kabel verbunden wird. Beide Anbieter - Sony und Amazon - vertreiben die Inhalte in eigenen Onlineshops. Auch die Formate sind nicht kompatibel: Amazon setzt auf ein hausgemachtes Format, Sony hingegen auf den offenen Standard Epub sowie auf das Adobe E-Book-Format. Der Kindle kostet in den USA 360 Dollar, der Sony-Reader knapp 300 Dollar.
stern.de packt der Spieltrieb
Das Internet-Angebot stern.de hat den "Games Check" scharf geschaltet: Das WebTV-Spielemagazin gibt ab sofort jede Woche einen Überblick über aktuelle Games. In der knapp 2-minütigen Premierenfolge geht es u.a. um Tischfußball auf der Wii. Produziert wird die Reihe von stern.de Digital TV. Hier geht´s zu dem Angebot.
"Android Market": Googles offene Antwort auf Apples "App Store"
Google bastelt an einem Marktplatz für seine Handy-Plattform "Android". Im "Android Market" können die Nutzer Software und Inhalte finden, erwerben und auf ihr Mobiltelefon laden. Google liefert dafür die Infrastruktur. Anders als Apples "App Store" für das iPhone ist Googles Marktplatz für Handy-Applikationen frei und ungefiltert. Wie bei YouTube müssen sich die Anbieter lediglich registrieren um anschließend ihre Software hochzuladen. Und ebenfalls analog zur Videoplattform können die Nutzer die Applikationen bewerten. Die ersten Endgeräte mit den Betriebssystem "Android " (kress.de vom 19. August 2008) würden mit einer Beta-Version ausgeliefert. Zumindest das Herunterladen kostenloser Programme sei damit möglich, so Google.
Walter wird Marketingchef der Commerzbank
Der bisherige Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter (Foto) wird Vertriebs- und Marketingchef der neuformierten Commerzbank. Die Commerzbank hat die Dresdner Bank geschluckt - mit Folgen: "Wir werden im Marketing stärker werden, weil wir künftig nur noch eine Marke haben werden", kündigte Commerzbank-Chef Martin Blessing am Montag in Frankfurt an. Welche Marke beibehalten wird, sagte er zunächst nicht ausdrücklich. Erwartet wird allerdings allgemein, dass der Name Dresdner Bank wegfällt.
Heinze wird Commercial Director bei Turner Deutschland
Matthias Heinze (Foto), 32, ist ab Oktober Commercial Director bei der Turner Broadcasting System Deutschland GmbH. In dieser Funktion verantwortet er den Werbezeitenverkauf für die Entertainmentsender von Turner im deutschsprachigen Raum. Dazu zählen Boomerang, Cartoon Network, Turner Classic Movies und ab Januar 2009 auch TNT Serie. Außerdem übernimmt er die Leitung der Bereiche Business Development & Distribution sowie Merchandise für die Turner-Entertainmentsender und den Nachrichtensender CNN. Heinze begann seine Laufbahn bei EM.TV, wechselte 2003 aber zu ProSieben. In den vergangenen Jahren war er innerhalb der ProSiebenSat.1 Gruppe in verschiedenen Positionen tätig, zuletzt als Unit Manager für Sonderwerbeformen sowie die Vermarktung der digitalen TV-Plattformen.
WPP gewährt TNS-Investoren Aufschub
Der Kampf um die Macht bei dem britischen Marktforscher Taylor Nelson Sofres (TNS) geht in die Verlängerung: Der Werbekonzern WPP hat die Frist für die Annahme seiner Übernahmeofferte um weitere zwei Wochen ausgedehnt. Bis zum 12. September können die TNS-Anteilseigner WPP ihre Papiere nun andienen – zu den bisherigen Konditionen. Dies berichtet die "FTD" (Montagsausgabe). Ursprünglich hatten die Investoren bis Freitagnachmittag Zeit, um ihre Anteile zu verkaufen. Die Offerte von WPP, dem zweitgrößten Werbekonzern der Welt, besteht aus Bargeld und eigenen Aktien. Die Kombination bewertete TNSPapiere am Freitagabend laut "FTD" mit jeweils 274,5 Pence (3,41 Euro) und den gesamten Konzern mit umgerechnet rund 1,4 Mrd. Euro. Allerdings konnte sich WPP nach eigenen Angaben bislang nur 8,6% an TNS sichern. Für die Übernahme sind jedoch mindestens 50% nötig. Bei einer Zustimmung von über 90% kann die WPP-Führung um Konzernchef Martin Sorrell (Foto) die übrigen TNS-Aktionäre zum Verkauf zwingen. Seit sich am vergangenen Mittwoch die GfK aus dem Bieterrennen verabschiedet hat (kress.de vom 27. August 2008), hat die TNS-Aktie an Wert verloren. Sie notierte am Freitagabend bei 274 Pence – und damit unter dem WPP-Gebot.
Viral-Spot-Schau mit Ikea, Tiger Woods und Michael Phelps
Wiedersehen macht Freude! Die Viral-Spot-Schau ist zurück aus ihrer kleinen Sommerpause. Im Gepäck sind die aufsehenerregendsten Videos und Spots der Woche: Ikea steckt Nils in ein Web-Wohnzimmer und Millionen schauen zu (www.warte-bis-september.de). Zum Start des neuen Katalogs verbreitet der Möbelriese zudem frische TV-Spots. Der Spielepublisher Electronic Arts lässt Tiger Woods übers Wasser gehen, Samsung trommelt mit einem tollen Viral-Spot für sein Omina-Touchphone, Usain Bolt, der schnellste Mann der Welt, lässt sich Zeit und Michael Phelps macht die Gegner nass. Viel Spaß! Frühere Ausgaben der Viral-Spot-Schau finden Sie hier. Ein großes TV-Spot-Archiv mit vielen Klassikern (Frauengold, Bärenmarke) gibt´s in der kress-Spotschau.
mehr...Pauls steigt bei Publicis Berlin auf
Christopher Pauls (Foto), 34 ist bei Publicis Berlin zum Client Service Director aufgestiegen. Pauls war im April 2007 von BBDO Hamburg zu Publicis Berlin gewechselt und führte seitdem gemeinsam mit CD Conradin Mach-Sonnenberg das Team für den Kunden EasyJet. Künftig soll Pauls darüber hinaus die Kundenberatung verantworten. Publicis Berlin ist europaweite Leadagentur der Billigfluggesellschaft EasyJet. Darüber hinaus betreut die Agentur das Energieunternehmen Nuon Deutschland, die Berliner Sparkasse und den Innovationspreis Berlin-Brandenburg. Geschäftsführer von Publicis Berlin sind Franz Bayertz und Wolfgang Hünnekens.
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