Trautmann wird BBDO-Boss
BBDO Düsseldorf hat einen neuen Kapitän: Zum 1. November übernimmt Andreas Trautmann (Foto, 41) als CEO am Düsseldorfer Standort der Omnicom-Tochter BBDO. Nach dem Rücktritt von Dickjan Poppema im März (kress.de vom 10. März 2008) hatte Holding-Boss Anton Hildmann nun ein paar Monate selbst das Ruder in der Hand. Die Ablöse Andreas Trautmann ist der Bruder von Michael Trautmann, Geschäftsführer und Co-Gründer der Agentur kempertrautmann in Hamburg. Andreas Trautmann hatte zuletzt Projekte für die Berliner Agentur VCCP gestemmt und war seit vergangenem Jahr als selbständiger Marketingmann unterwegs. An seiner Seite in Düsseldorf wirken demnächst nun Chefberater Dirk Spakowski, der erst kürzlich aufgestiegen ist (kress.de vom 10. September 2008), und Kreativchef Toygar Bazarkaya - für Trautmann ein bekanntes Gesicht - umblättern.
Kapitel beendet:
"WamS" legt Gesellschaftsteil auf Eis
Der geplante Gesellschaftsteil der "Welt am Sonntag“ erscheint nun doch nicht. "Das Projekt wurde vorerst auf Eis gelegt“, sagte ein Springer-Sprecher zu kress. Noch im September war den "WamS"-Redakteuren der Start des neuen Buchs zu Beginn des Monats Oktober angekündigt worden. Es sollte den Stil-Teil der Sonntagszeitung ersetzen und die Themenvielfalt der Zeitung erhöhen. Die Entscheidung, das neue Buch nicht einzuführen, soll von Vorstandschef Mathias Döpfner (Foto), 45, selbst getroffen worden sein. Wer an dem neuen Buch gebastelt hat - umblättern!
Zwei Jahre und 8 Monate Haft:
Emig muss ins Gefängnis
Der ehemalige Sportreporter des Hessischen Rundfunks, Jürgen Emig (Foto), muss ins Gefängnis. Das Frankfurter Landgericht verurteilte den 63-Jährigen am Donnerstag wegen Bestechlichkeit und Untreue zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten. Fünf Monate der Haftstrafe gelten als bereits verbüßt. Die Anklage hatte für Emig wegen Betrugs und Bestechlichkeit eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren gefordert (kress.de vom 23. September 2008 ). Die Verteidigung hatte auf eine Bewährungsstrafe plädiert (kress.de vom 25. September 2008). Das Gericht sah in Emigs Tätigkeit als hr-Sportchef allerdings ähnlich wie die Staatsanwaltschaft eine Amtsträgerschaft. Emigs Komplize Harald Frahm kam wie von Staatsanwaltschaft und Verteidigung gefordert mit einer Bewährungsstrafe davon. Das Gericht verurteilte ihn zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung.
"Anregung für eine nicht allzu schnelle Vorverurteilung":
WDR strahlt umstrittenen "Tatort" aus
Der WDR hält an der Ausstrahlung des Kölner "Tatorts" mit dem Titel "Brandmal" (19. Oktober im Ersten) trotz Kritik fest (kress.de vom 1. Oktober 2008). Der Sender respektiere die Sorge des Zentralrats der Deutschen Sinti und Roma, der sich zu Recht regelmäßig öffentlich gegen die mit negativen Klischees behaftete Darstellung der Roma- und Sinti-Minderheit wende. Man sehe jedoch keine Veranlassung, den Film nicht wie vorgesehen zu senden, so WDR-Fernsehdirektorin Verena Kulenkampff. Der WDR sei überzeugt, dass in dem Krimi mit der Problematik "sehr differenziert umgegangen" werde. Das Drehbuch sei "sorgfältig recherchiert", der Film "behutsam inszeniert". Der Krimi bestätige gerade nicht die üblichen Klischees, sondern baue "in der Tradition der sozialkritischen Kölner 'Tatorte'" Vorurteile ab, so Kulenkampff.
Der kress-Quotencheck:
Sat.1 kickt königlich mit
Tolles Spiel, tolle Quoten für Sat.1: Mit der Partie "Inter Mailand - Werder Bremen" aus der Königsklasse hat sich dem Berliner Bällchensender wieder in die erste Angriffsformation gekämpft: 1,75 Mio junge Fußballfans wollten sich das bis zum Schluss spannende Spiel nicht entgehen lassen (Marktanteil: 14,6%). Mit den 4,94 Mio Gesamtzuschauern, die in der zweiten Halbzeit mitfieberten, hätte Sat.1 gerne den Reichweiten-Tagessieg eingeheimst. Auf die volle Länge des Spiels gerechnet blieben allerdings doch nur 4,68 Mio Zuschauer ab 3 Jahren "Champions TV" treue, so dass die ARD-"Tagesschau" die reichweitenstärkste Sendung des Tages wurde (4,86 Mio Gesamtzuschauer). Nicht ganz unbeeindruckbar von der starken Kicker-Offensive zeigte sich die RTL-Vorzeigesendung des Tages: "Die Super Nanny" verlor im Vergleich zur Vorwoche 21.000 jüngere Fans und nahm nun allerdings weiterhin sehr beachtliche 2,17 Mio Werberelevante (Marktanteil: 18,1%) ins Gebet. Leicht zulegen konnte dagegen "Raus aus den Schulden": 2,36 Mio 14- bis 49-Jährige ließen sich durch den knorrigen Charme Peter Zwegats die Angst vor der weltweiten Bankenkrise nehmen (Marktanteil: 18,6%). Hemdsärmlige Analysen zu den dramatischen Quoten-Kurven gibt's auch hier!
WAZ wirbt Erika Siepmann an
Erika Siepmann, 46, ist ab sofort Leiterin Medien, Märkte, Marketing bei der Essener WAZ-Gruppe. Sie leitet auf dem Posten das Anzeigen- und Medienmarketing für die nordrhein-westfälischen Tageszeitungen und soll die Sparte mit marktgerechten Absatzstrategien kräftig ankurbeln. Zuvor war die Diplom-Kauffrau Siepmann u.a. als Senior Product Manager beim Show- und Musicalveranstalters Stage Entertainment in Essen und bei Warner Bros. angestellt.
Stühlerücken bei "Bild": Bauer managt Bild Nord
Carolin Bauer (Foto), 30, übernimmt als General Manager Bild für Norddeutschland. Das Ruder führten dort bisher die Bild-Manager der anderen Regionen interimistisch. Bauer ist seit 1997 bei Springer und war zuletzt Verlagskoordinatorin Bild NRW. Zudem wird Andrea Starke, 32, General Manager Bild-Gruppe. Sie soll künftig das Projekt Redaktionssysteme "Bild" und "Bild am Sonntag" leiten. Dafür war vorher Constanze Schäffer zuständig, die den Verlag laut Mitteilung auf eigenen Wunsch verlässt. Starke ist seit 1998 beim Verlag und betreute zuletzt als Verlagskoordinatorin den "Bild"-Umzug von Hamburg nach Berlin. Außerdem steigt Andreas Conradt, 30, zum Objektleiter Bild NRW auf und wird damit Stellvertreter von Karin Hilbert, General Manager für NRW. Conradt ist seit 1999 bei Axel Springer, arbeitete u.a. in der Konzernorganisation, in der Zeitschriftensparte und als Verlagskoordinator beim Axel Springer Media House München.
Bunny-Blatt zeigt Raubkopierern die Zähne
Der deutsche "Playboy" geht juristisch gegen die illegale Weiterverbreitung seiner Inhalte im Web vor. "Wir haben gerade Strafanzeige gegen mehrere Personen gestellt, die unsere Bilder kopiert und auf anderen Boards kostenlos zur Verfügung gestellt haben", sagte Chefredakteur Stefan Schmortte (Foto), 47, im kress-Interview. Das Bunny-Blatt litt zuletzt unter sinkenden Auflagen, doch Schmortte rechnet fürs vierte Quartal mit einer Besserung und will seinem Kurs treu bleiben: "Prinzipiell würde ich sagen, dass der 'Playboy' von heute besser ist als der vor drei Jahren. Unser Layout ist besser, die Qualität von Fotos und Geschichten ebenfalls." Schmortte hat seinen eigenen Kopf - das zeigt auch seine Einschätzung von "Playboy"-Begründer Hugh Hefner: "Ich finde die Lebensleistung des Mannes enorm - nicht nur wegen der wirtschaftlichen Leistung: Es ist wunderbar, welche Illustratoren, Fotografen und Autoren er an sich gebunden hat. Es ist eine andere Frage, ob es heute noch einem modernen Männerbild entspricht, sich mit einem Pyjama und drei Blondinen vor die Kamera zu setzen." Weitere An- und Einsichten von Stefan Schmortte lesen Abonnenten im kressreport 20/08.
"FR" angelt sich Art-Direktor der "taz"
Die Sonderausgabe zum 30. Geburtstag der „taz", die am 29. September erschien, wies im Impressum unter „Art-Konzept" noch Stefan Affentranger aus. Zum 1. Oktober hat Affentranger seinen Arbeitsplatz an der Dutschke-Straße in Berlin mit einem Büro in Frankfurt eingetauscht: Er verstärkt bei der „Frankfurter Rundschau" als Medien-Designer das Layout. Affentranger gehörte zu dem Team, das sich in den vergangenen Jahren ausgiebig mit der Blattentwicklung der „taz" beschäftigt hat. Dazu gehörte der Relaunch der Titelseite; den vorläufigen Abschluss bildet der Start der "sonntaz" am 18. April des kommenden Jahres, einer 24seitigen Sonntagsausgabe, die der Samstagsausgabe beiliegen wird. Affentranger, der insgesamt rund 17 Jahre bei der „taz" war, gehört auch noch zum Vorstand der taz Verlagsgenossenschaft. Er werde den Posten abgeben, um Interessenskonflikte zu vermeiden, so Affentranger zu kress. Ein Nachfolger soll in den kommenden Wochen gewählt werden.
"Computerwoche": Neues Format und neue Struktur
Die Verlagsgesellschaft IDG Business Media hat ihre IT-Wochenzeitschrift überarbeitet: Die neue Ausgabe, die am 4. Oktober erscheint, kommt im handlicheren Magazin-Format (230x300mm) und hochwertigerem Layout ans Büdchen. Der redaktionelle Fokus liege auf Meinungsbildung zu den wichtigsten Trendthemen im IT-Markt. Adressat bleibe der IT-Manager im Unternehmen, der künftig mit analytischeren Beiträgen zu den wichtigsten Kernthemen bedient werden soll, so IDG. Neu sei die ausführlich aufbereitete Titelgeschichte über mehrere Seiten. Sie werde wichtige Trendthemen nutzenorientiert behandeln und durch Kommentare, Interviews und Serviceangebote vertiefen. Insgesamt gliedert sich die neue "Computerwoche" in die fünf Rubriken "Trends & Analysen", "Titelthema", "Produkte & Praxis", "IT-Strategien" sowie "Jobs & Karriere". Die Relaunch-Ausgabe kann als pdf-Dokument unter www.computerwoche.de/aktuelle-ausgabe abgerufen werden.
Kamp einigt sich mit Burda
Die Schauspielerin Alexandra Kamp (Foto) und der Burda Verlag haben ihren Rechtsstreit beendet. Das berichtet die "SZ" (Donnerstagsausgabe). Ergebnis: Das Oberlandesgericht sprach Kamp das Recht zu, Burda verspricht die strittigen Bilder von Kamp am Grab ihres Vaters nicht mehr zu veröffentlichen und trägt zudem die Gerichtskosten. Beide folgen damit einem Vorschlag des Richters in der Berufungsverhandlung. Hintergrund: Kamp hatte den Verlag vor den Kadi gezerrt, weil die Burda-Titel "Neue Woche", "Freizeit Revue" und "Freizeit Spaß" Bilder von Kamp bei der Beerdigung ihres Vaters Peter Kamp (aka Peter Griffin) veröffentlicht hatten. Dafür hatte Kamp nach eigenem Bekunden keine Zustimmung erteilt. Im 1. Zivilverfahren sprach ihr das Landgericht München I 12.500 Euro Schmerzensgeld zu, im 2. Prozess gegen die anderen Zeitschriften wies der Richter die Klage ab.
"Vital": Mamat geht, Barel kommt
Sharonna Barel, 37, wird zum 1. November neue Creative Directorin der Zeitschrift "Vital" (Jahreszeiten Verlag). Barel wirkte zuletzt als Art Directorin von "Maxi" beim Bauer Verlag. Ihre "Vital"-Vorgängerin Sabine Mamat, 53, verlässt das Magazin. Sie will sich neuen Aufgaben zuwenden, wie es in einer Mitteilung vom Verlag heißt. Wo diese sie hinführen - unklar.
Der kressreport 20/08 ist da: Bolten, Bunnys und Budgets
"Mobile Marketing ist 'Germany's next Top-Market'" - das meint jedenfalls Jens Grunewald von Touchworks. Im neuen kressreport 20/08 analysieren der Mediaplaner und sechs Kollegen, darunter Michael Enzenauer, Michael Bohn und Thomas Koch, solche und ähnliche Trends auf dem Medienmarkt im Angesicht schrumpfender Werbemärkte. Im umfangreichen kress-Mediaplanungsspecial gibt es zudem viele Infos über vermeintliche oder tatsächliche Zielgruppen, etwa die vielzitierten "Lohas". Und kress analysiert, ob Top-TV-Events wie "DSDS" tatsächlich ermöglichen, junge Zielgruppen zu erreichen. Apropos TV: Im kress-Interview sagt kabel eins-Chef Guido Bolten, wie er 2008 die guten Marktanteile des Vorjahres noch übertreffen will. Die Zielgruppe Mann ist bei Stefan Schmortte in guten Händen: Der "Playboy"-Chefredakteur analysiert im Interview den Männermarkt - und sagt, was er von Wettbewerbern wie "Maxim" hält.
Gericht stärkt Eva Herman
Das Landesarbeitsgericht Hamburg hat im Rechtsstreit um die Kündigung der Ex-"Tagesschau"-Sprecherin Eva Herman (Foto) die Position der Klägerin gestärkt: Im Berufungsverfahren Herman gegen den NDR sagte der Vorsitzende Richter, er habe sich intensiv mit den umstrittenen Äußerungen von Eva Herman beschäftigt: "Eine Verherrlichung des Nationalsozialismus kann man daraus nicht entnehmen." Der Richter machte deutlich, dass Herman durchaus Aussicht auf Erfolg habe. Zum einen könne die Kammer anders als die erste Instanz durchaus zu der Entscheidung kommen, dass ein Arbeitnehmerverhältnis zwischen Herman und dem NDR bestanden habe (kress.de vom 30. April 2008). Zum anderen könnte sich bei einer Abwägung mit dem Grundrecht der Meinungsfreiheit herausstellen, dass dies Aussagen Hermans für den NDR als Arbeitgeber zumutbar gewesen seien. In der Folge verständigten sich Herman, die persönlich anwesend war, und der NDR auf weitere außergerichtliche Gespräche. Das Gericht setzte den nächsten Termin für den 26. November an. Sollten sich die beiden Parteien nicht einigen können, soll in die Beweisaufnahme gegangen werden. Hintergrund: Herman war im vergangenen Jahr wegen umstrittener Äußerungen zur NS-Familienpolitik in die Schlagzeilen geraten, woraufhin sich der NDR von ihr trennte (kress.de vom 10. September 2007).
Neven DuMont goes TV
Konstantin Neven DuMont (Foto), Geschäftsführer des Verlags M. DuMont Schauberg (u.a. "Express", "Kölner Stadt-Anzeiger"), versucht sich im TV. Am 5. Oktober zeigt der Kölner Stadtsender center.tv erstmals die Talkshow "Quo Vadis Colonia?", in der Neven DuMont mit Gästen über Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport in der Stadt am Rhein plaudert. In der ersten Ausgabe treten sich u.a. Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) und sein Herausforderer Jürgen Roters (SPD) entgegen. Die 60-minütige Sendung läuft um 20:15 Uhr auf center.tv und zeitgleich im Web auf "ksta.tv", der Video-Seite des "Kölner Stadt-Anzeigers".
Elstner moderiert "Goldene Kamera"
Neuer alter Moderator bei der 44. Verleihung der "Goldenen Kamera": TV-Urgestein Frank Elstner (Foto), 66, führt am 4. Februar 2009 durch die Veranstaltung. Er moderierte den Fernsehpreis der "Hörzu" schon mal vor über 30 Jahren. Elstner folgt auf Thomas Gottschalk, der das "Goldene Kamera"-Publikum in den vergangenen 11 Jahren bespaßte. Die Verleihung findet in der Ullstein-Halle der Axel Springer AG in Berlin statt. Das ZDF überträgt live ab 20:15 Uhr.
Blumtritt hilft bei Tremor-Media-Expansion
Jörg Blumtritt (Foto), 38, stößt Anfang nächsten Jahres als neuer COO zum Europa-Ableger des US-Bewegt-Bild-Vermarkters Tremor Media. Aktuell ist er noch Chef der Forschungs- und Serviceabteilung beim Burda-Marketer Burda Community Network (BCN). Eine Burda-Sprecherin bestätigte den Wechsel: Offiziell laufe Blumtritts Vertrag noch bis Februar 2009, de facto hänge das Ablösedatum von der Nachfolge ab. Derzeit führe man Gespräche, es gebe aber noch keine Entscheidung. Bei Tremor wird Blumtritt seinen alten Weggefährten Christian Baudis unterstützen, der seit Kurzem für Tremor Media den Sprung nach Europa vorbereitet (kress.de vom 17. September 2008). Baudis ist Ex-Chef von Google Deutschland, hat mit Blumtritt aber bereits bei den TV-Werbevermarktern El Cartel Media (RTL II, Blumtritt führte die Marktforschung) und SevenOne Media (ProSiebenSat.1) gemeinsam gearbeitet. Zwischenzeitlich stand Blumtritt auch in Diensten der Betty AG, deren Versuch einer interaktiven Fernbedienung im November vergangenen Jahres beerdigt wurde (kress.de vom 13. November 2007).
"Spiegel Online" kickt "Ehrensenf" raus
Es ist wie das Ende einer Ära: "Spiegel Online" trennt sich von dem Web-TV-Format "Ehrensenf". Die kuriose Internet-Schau findet ab sofort nur noch auf der eigenen Website "www.ehrensenf.de" statt. Grund sind konzeptionelle Bedenken der Nachrichtenseite. "SpOn"-Chef Rüdiger Ditz sagte gegenüber "zoomer.de", man habe sich die Frage gestellt, ob sich "das Format nicht überlebt hat". "Ehrensenf" war ein Vorreiter in Sachen Web-TV, Ursprungs-Moderatorin Katrin Bauerfeind schaffte es unterdessen sogar ins Fernsehen (ZDF, ARD, 3sat). Hier sehen Sie die letzte "Ehrensenf"-Folge auf "SpOn", inklusive Verabschiedung durch Moderatorin Christine Henning.
G+J erwirbt polnische Pixelate Ventures
Gruner + Jahr übernimmt das polnische Unternehmen Pixelate Ventures. Pixelgate betreibt in Polen die Community "epuls.pl" für Jugendliche, die Social Fashion Community "stylio.pl" und das Foto-Blog "story.pl". In einem ersten Schritt erwirbt G+J 70% der Pixelgate-Anteile von einem Investorenkonsortium, darunter auch Holtzbrinck Ventures. In den nächsten 3 Jahren wird der Anteil auf 100% ausgebaut. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Pixelate wird als Tochterfirma von G+J Polen in das Unternehmen integriert. Firmengründer, Management und das 35-köpfige Mitarbeiterteam behalten ihre bisherigen Funktionen. Hintergrund: "epuls.pl" wurde 2002 ins Leben gerufen und richtet sich an 15-25-Jährige. Heute hat die Community nach eigenen Angaben rund 3 Mio registrierte Nutzer und kommt auf 800 Mio Page Impressions im Monat. Die Seite verdient Geld mit kostenpflichtigen Accounts und Werbung.
Kartellis winken Sony BMG-Deal durch
Bertelsmann ist seinen 50%-Anteil an Sony BMG endgültig los. Das Kartellamt gab grünes Licht für den Verkauf an den einstigen Joint-Venture-Partner Sony (kress.de vom 5. August 2008). Der Verkaufserlös wurde inzwischen vereinnahmt. Das Musikunternehmen firmiert künftig als Sony Music Entertainment Inc. (SMEI). Bertelsmann richtet seine Tochter BMG künftig auf das Musikrechte-Management aus. Als Grundstock übernimmt BMG europäische Musikkataloge der ehemaligen Sony BMG. Das neue Unternehmen steht unter der Leitung von Hartwig Masuch und wird in der Organisationsstruktur von Bertelsmann als Geschäftsfeld unter Corporate Investments geführt.
Google Street View: Kieler Datenschützer stellt Verbotsschilder auf
Goolges Street-View kommt vorerst nicht nach Schleswig-Holstein. Laut Thilo Weichert, Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD), verstoße Google Street View gegen das deutsche Datenschutzrecht, damit sei es rechtswidrig. Er wolle seine Position auch dem Innen- und Rechtsausschuss des Landtages deutlich machen. Bereits am 18. September hatte Weichert Google aufgefordert, die Datenerhebung in Schleswig-Holstein zu unterlassen. Google verwies jetzt in einer Antwort auf die Zuständigkeit der US-Zentrale, für die sei im Übrigen aber die "Erstellung von Aufnahmen von Straßenzügen für 'Straßenansicht' rechtmäßig". Trotzdem seien in diesem Jahr keine Aufnahmen in dem nördlichen Bundesland geplant. Um öffentlich gegen Street View mobil zu machen, empfiehlt das Landes-Datenschutzzentrum Verbotsschilder im Vorgarten: "Keine Bilder für Google Street View". Vorlagen können hier heruntergeladen werden.
Nintendo stellt DS-Nachfolger in Japan vor
Die Gerüchte haben sich bestätigt: Nintendo hat auf einer Pressekonferenz in Japan ein neues Modell der DS-Lite-Konsole vorgestellt. Das tragbare Gerät mit dem Namen "DSi" (Foto) ist rund 12% schlanker und 4 Gramm leichter als der Vorgänger, bietet dabei aber 17% größere Bildschirme. An Bord ist auch eine 0,3-Megapixel-Kamera für Sprach-Chats. Auch neue Spiele sollen das künstliche Auge unterstützen. Zudem lassen sich mit dem Handheld Musikdateien abspielen - Songs und andere Dateien wie Bilder speichert man auf einer SD-Karte. In Japan steht das Handheld, das auch alte DS-Games abspielt, in zwei Ausführungen (schwarz und weiß) bereits am 1. November zu einem Preis von umgerechnet rund 130 Euro in den Regalen. In Europa erscheint das Gerät im kommenden Jahr. Mehr Infos und Bilder zum "DSi" im kressblog "bartlspielt.de".
mehr...S&F Strategy Group wird eigenständige GmbH
Die Scholz & Friends Strategy Group, bislang eine Unit der Agenturgruppe Scholz & Friends, ist ab sofort eine eigenständige GmbH. Geschäftsführer ist Vincent Schmidlin (Foto), seit 2004 Strategy Director bei S&F. Die "neue" Agentur bietet ihre Leistungen auch Unternehmen an, die nur strategisch beraten werden wollen und keine Kunden von S&F sind. Das 25-köpfige Strategy-Team an den Standorten Hamburg und Berlin wird sukzessive ausgebaut.
MM sichert sich Europa-Lizenzen für US-Serien
MM MerchandisingMedia, das Licensing-Unternehmen von ProSiebenSat.1, hat einen Lizenz-Kooperationsvertrag mit Walt Disney geschlossen. Damit sichert sich MM die paneuropäischen Lizenzrechte an den US-Serien "Desperate Housewives", "Lost", "Alias" und "Ugly Betty". P7S1 hält bereits die Free TV-Rechte an den Sendungen und bündelt damit alles unter einem Dach. Die Rechte ermöglichen MM eine Auswertung in Produktkategorien von Fashion & Accesoires über Toys & Games bis hin zu Food. MM entwirft für Disney auch die Themen- und Produktdesigns.
GfK: Deutschland ist die stärkste Länder-Marke
Im Image-Wettbewerb der Nationen geht Deutschland als 1. Sieger vom Platz. Das ergab der neue Anholt-GfK Nation Brand Index (NBI), der 2008 zum ersten Mal erhoben wurde. Auf den weiteren Rängen folgen Frankreich, Großbritannien und Kanada. Die USA liegen auf Platz 7, erreichen aber den höchsten Bekanntheitsgrad unter den Befragten (91%). Der NBI soll ähnlich einer Produktmarke etwa, das Image eines Landes bewerten und dokumentieren, wie die Welt eine Nation wahrnimmt. Das Länder-Image habe großen Einfluss auf Tourismus, Wirtschaft und Investments. Es lasse sich innerhalb der Index-Top 10 eine starke Beziehung zwischen der Marke "Nation" und der wirtschaftlichen Stärke eines Landes feststellen. Väter des NBI sind die beiden Marktforscher GfK Custom Research North America und Simon Anholt. Grundlage ist eine Umfrage in 20 Industriestaaten.
Ernst ist Pressesprecherin für Robinson Clubs
Sabine Ernst (Foto), 30, steigt ab sofort zur Pressesprecherin von Robinson Club auf. Ihre Vorgängerin Carola Wolff verabschiedet sich vorerst in Elternzeit. Seit 2007 wirkte Ernst bereits als PR-Assistentin bei Robinson Club. Auf diese Stelle rückt nun Iris Kujas, 28, nach. Zuvor arbeitete Ernst im Marketing bei TUI Interactive. Ihr Chef ist Geschäftsführer Sören Hartmann.
Frische PR-Damen bei Escada
Alexandra Valtin (Foto) übernimmt ab sofort als Director Marketing & Communication beim Münchner Modelabel Escada. Sie kümmert sich fortan um sämtliche Marketing,- PR-Aktivitäten sowie Fashion-Shows weltweit. Sie berichtet direkt an den Escada-Vorstandschef Bruno Sälzer. Valtin zur Seite steht neuerdings Anna Ossenbach als neue Head of Public Relations. Ossenbach verantwortet in Zukunft alle PR-Maßnahmen. Valtin arbeitete zuletzt als Managing Director des Online-Shops www.mytheresa.com. Zuvor war sie u.a. für BBDO Consulting und Hugo Boss tätig. Ossenbach ist seit August 2007 bei Escada und wirkte zuletzt als Manager Fashion PR und in der deutschsprachigen Pressearbeit.
Spotschau: Nur gegen Geld
Ferrero geht im neuesten TV-Spot für Mon Chéri auf eine kleine Zeitreise. Denn ob klein oder erwachsen - im aktuellen 30-Sekünder dreht sich alles um den Verzehr von Kirschen bzw. kirschgefüllte Süßigkeiten. Im von M&C Saatchi, Berlin, kreierten Streifen geben zwei Mädchen dem kleinen Bruder mit der Ermahnung "Die musst du kaufen!" nichts von ihren Kirschen ab. Diese Szene wiederholt sich zwanzig Jahre später. Doch da ist es der kleine Bruder, der seine Mon Chéri verteidigt... Der Spot läuft ab sofort - z.B. in unserer Spotschau.
mehr...Christian Bock - Freiberuflich tätig -, München (*1965) Joachim Korff - Freiberuflich tätig -, Barendorf (*1970) Prof. Dr. Hubert Burda Hubert Burda Media Holding GmbH & Co. KG, München (*1940) Claudia Krenn Axel Springer AG, Berlin (*1965) Rüdiger Schrader Focus Magazin Verlag GmbH, München (*1957) Kirsten Haake Financial Times Deutschland, Hamburg (*1965) Stefan Schellenberg Inter Content KG, Hamburg (*1966) Andreas Schätzl Süddeutscher Verlag GmbH, München (*1959) Thomas Luzar spin tv, special interest GmbH / Head-Office, Köln (*1966) Klaus Siegmeier Schwarzwälder Bote Mediengesellschaft mbH & Co. KG, Oberndorf (*1950) Kirsten Haake Financial Times Deutschland, Hamburg (*1965) Josef K. Pöllath Verlagsgruppe Weltbild GmbH, Augsburg (*1949) Michael Hajek RTL Creation GmbH, Köln (*1961) Michael Schlechtriem Deutsche Telekom AG, Bonn (*1971) Conny Roll-Oppitz Jetix Europe GmbH, München (*1968) Christian Schwarm Dorten GmbH, Stuttgart (*1972) Arnold Heinrichs Zeitungsverlag Aachen GmbH, Aachen (*1965) Horst Neureuther CV Computern-Verlags GmbH, München (*1944) Gertrud Schäfer Premium Sales Germany GmbH, Hamburg (*1962) Henning Walbaum Grow | Gesellschaft für Sponsoring, Hamburg (*1970) Jens Quindt edel Classics gmbh, Hamburg (*1961) Anja Deininger WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH, Poing (*1972) Dr. Karl Günter Simon Die Medienfaktorei, Feste Dilsberg (*1933) Michael Hueber Fixpunkt Werbeagentur GmbH, Bonn (*1970) Bernd Eitel Siemens Ltd., China, (*1970) Bernd Preikschat Nord-West-Media TV & Nachrichten GmbH, Osnabrück (*1980) Simone Schütze NPR Strategische Kommunikation GmbH, Leipzig (*1982) Klaus Freyberg Basicats, Grosskarolinenfeld (*1959) Jobst-H. Kehrhahn jhk Verlagsagentur, Anzing (*1962) Peter A.O. Stumpp Schuler Cartec Engineering GmbH & Co. KG, Weingarten (*1967) Kirsten Haake Zeit Online GmbH, Hamburg (*1965) Marion Pachmann LEGOLAND Deutschland GmbH, Günzburg (*1971)
Elke Jacob - Freiberuflich tätig -, Hamburg (*1962) Andreas Ahlers UpFront Presse, Hamburg (*1967) Dr. Thomas Baumann SÜDWEST PRESSE Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG, Ulm (*1966) Jan Isenbart IP Deutschland GmbH, Köln (*1967) Burkhard Voges Voges Medien Kontor, Hamburg (*1943) Joachim Schrader Bauer Media KG, Berlin (*1964) Jan Philipp Betz Betz Communications Consultancy, Zürich (*1968) Detlef Hennies Jahr Top Special Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg (*1960) Petra Kaiser Bauer Media KG, Hamburg (*1963) Matthias Schröter Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin, Berlin (*1972) Christian Eggert BDZV Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V., Berlin (*1966) Carsten Schütte kontor eins digital, Hamburg (*1969) Mario A. Liese VMG Mediengruppe, Magdeburg (*1960) Stephan Braun medienfabrik Gütersloh GmbH, Gütersloh (*1975) Anja Schuth GMX GmbH, München (*1976) Stefan Wortmann Tognum AG, Friedrichshafen (*1966) Immo Schiller argonauten G2 GmbH, Düsseldorf (*1963) Hans J. Gilg Tornado Communications, München (*1967) Michael Schipperges Sinus Sociovision GmbH, Heidelberg (*1958) Andrea Eckes Tomorrow Focus Portal GmbH, München (*1976) Christine Jesse Cornelsen-Verlag, Berlin (*1975) Dr. Gabriele Hooffacker Stiftung Journalistenakademie Dr. Hooffacker, München (*1959) Malte Bastian Malte G. Bastian Medienberatung, Hürth (*1965) Maximilian Bölte D&B Deutschland GmbH, München (*1969) Istok Golic GO!KOM Communications, Neckargemünd-Dilsberg (*1966) Daniela Hauchler Hauchler Studio GmbH + Co. KG, Biberach (*1964) Tim Schäfer dooyoo AG, Berlin (Kreuzberg) (*1971) Christian Rumpeltin J. Hoffmann GmbH und Co .KG, Nienburg (*1962) Sabrina Panknin ethority GmbH & Co. KG, Hamburg (*1982) Martin Richter Mediahaus Biering GmbH, München (*1981) Christoph Teuner n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH & Co. KG, Köln (*1963)

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