Doppelmandat auch ohne Jahr-Zustimmung möglich:
G+J-Chef darf in Bertelsmann-Vorstand
Der Vorstandschef von Gruner+Jahr darf gleichzeitig - auch ohne Zustimmung der Familie Jahr als Minderheitsgesellschafter des Zeitschriftenkonzerns - im Bertelsmann-Vorstand sitzen. Dies entschied der Bundesgerichtshof am Montag in letzter Instanz (kress.de vom 2. Februar 2009). Die Zustimmung des Aufsichtsrates von Bertelsmann ist demnach ausreichend, um den jeweiligen G+J-Chef auch in den Vorstand des Gütersloher Medienkonzerns, der 74,9% an G+J hält, zu berufen. Die Familie Jahr hatte vor einiger Zeit eine Klage angestrengt, um prüfen zu lassen, ob nicht ebenfalls ihr Placet nötig sei. "Bertelsmann begrüßt das Urteil", so Sprecher Andreas Grafemeyer zu kress. Was der Spruch aus Karlsruhe für G+J-Chef Bernd Buchholz (Foto) bedeutet - bitte umblättern.
Sparen bei den Wirtschaftsmedien:
VHB baut rund 40 Stellen ab
Die Verlagsgruppe Handelsblatt (VHB) baut rund 40 Stellen ab. Dies bestätigte ein Sprecher gegenüber kress. Ein Abfindungsprogramm werde aufgelegt. Zur Frage, wo im Unternehmen abgebaut wird, wollte der Verlag keine Stellung nehmen. Vermutlich wird vor allem beim Verlagsapparat und beim "Handelsblatt" Hand angelegt. Spekulationen, die Wirtschaftszeitung stelle auf eine Zweibuchstruktur um, werden offiziell nach wie vor als solche zurückgewiesen. Es gilt aber als sehr wahrscheinlich, dass es zu diesem Schritt kommt. Die Finanzzeitung, die als Tabloid beiliegt, würde in das Blatt integriert. Auslöser für das Sparprogramm ist eine Ergebnislücke bei der VHB, die nach kress-Infos 20 Mio Euro betragen soll. Mehr - bitte blättern!
Die IVW-Online-Zahlen im Februar:
Schlechter Monat für MyVideo
Der Februar ist kurz, dementsprechend hatten die deutschen Internetnutzer weniger Zeit zum Klicken, was sich wiederum in den Klick- und Besuchszahlen niederschlägt. Dennoch: Ein Minus von 24,4% bei den Visits ist für die Video-Community MyVideo ein äußerst herber Schlag. Da kann Eigner ProSiebenSat.1 nur hoffen, dass mit dem jüngst vollzogenen Relaunch alles besser wird (kress.de vom 6. März 2009). In der Top 10, die kress ab sofort nach Visits ordnet, halten sich die Verluste in Grenzen. Leichte Verluste bis zu -6,62% bei SchülerVZ lassen den Vermarktern nicht die Knie schlottern und verändern kaum etwas an der Reihenfolge. ProSieben Online zieht mit einem knappen positiven Visit-Wachstum (+0,06%) wieder an wer-kennt-wen vorbei auf Platz 5, MeinVZ schafft es mit einem Visit-Plus von 1,29% auf den 10. Platz und verdrängt AOL aus den Top 10.
Marktbereinigung unter Mediendiensten:
"Kontakter" kauft "Medien Aktuell"
Die Luft wird auch für Branchendienste dünner: Der Münchner Europa-Fachpresse-Verlag (EFV), eine Tochter des Süddeutschen Verlags, übernimmt zum Ende der Woche den kleinen Mediendienst "Medien Aktuell" aus dem rheinländischen Langenfeld. Das bestätigte Geschäftsführer Hans J.M. Manteuffel (Foto) im Gespräch mit kress. "Wir sehen uns dem Verlust von nahezu 100% unserer Anzeigenerlöse gegenüber", so Manteuffel zu den Gründen. Der EFV ("Werben & Verkaufen", "Kontakter") wird "Medien Aktuell" nicht als eigenständiges Produkt weiterführen, die Abonnenten von "Medien Aktuell" bekommen stattdessen den "Kontakter" ins Postfach gelegt. Weitere Hintergründe - umblättern.
Der kress-Quotencheck (Sonntag):
Sat.1-Serien-Sensation am Sonntag
Ein seltener Anblick: Mit der neuen Folge der US-Importserie "Navy CIS" (Foto) führte am Sonntagabend einmal kein Blockbuster oder der ARD-"Tatort" das Ranking an. 2,75 Mio Werberelevante verschafften Sat.1 den Spitzenplatz im Tagesranking. Die Serienfolge erzielte einen beachtlichen Marktanteil von 17,4%. Allerdings schalteten in der Vorwoche mit 2,82 Mio sogar etwas weniger Fans ein, der Marktanteil lag damals bei 18,0%. Sat.1 setzte sich dennoch durch, weil sich die drei Spielfilme auf ProSieben, ARD und RTL gegenseitig blockierten. Die Erstausstrahlung von "Déjà Vu – Wettlauf gegen die Zeit" auf ProSieben wollten nämlich nur 2,65 Mio Jüngere sehen. Der Film, der bei seinem absehbaren Wiederholungseinsatz wenigstens kein Titelproblem haben wird, erzielte so einen Marktanteil von 17,3%. Der Leipziger "Tatort: Mauerblümchen" wurde mit 8,12 Mio Gesamtzuschauern zwar sonntäglicher Reichweitensieger, aus der werberelevanten Zielgruppe schalteten sich allerdings nur 2,57 Mio Jüngere zu (Marktanteil: 16,0%). Dritter im Bunde, der RTL-Waffenschieberthriller "Lord of War" kam mit 2,53 Mio jungen Fans auf einen Schnitt von 16,4%. Den tollen Sat.1-Erfolg rundete die starke zweite Folge von "The Mentalist" ab, die 2,50 Mio Werberelevante sehen wollten (Marktanteil: 16,1%). In der Vorwoche waren beim Debüt nur 2,32 Mio Jüngere dabei. Wie sich RTL eine blutige Nase holte und wie sich dies auf die Tagesmarktanteile auswirkte, erfahren Sie hier!
Der kress-Quotencheck (Freitag, Samstag):
Bohlen drängt Raab aus der Bahn
Raab geschlagen: Das Duell Rodler gegen Jodler ging eindeutig zu Gunsten vom RTL aus. Mit 3,48 Mio jungen Fans für "Deutschland sucht den Superstar" ließen die Kölner der "TV Total Wok-WM" auf ProSieben keine Chance. Die rasante Dauerwerbesendung wollten diesmal nur 1,77 Mio Werberelevante sehen – im Vorjahr alberten noch 2,20 Mio Jüngere mit. Der Marktanteil sank damit von 21,5% im Vorjahr auf jetzt vergleichsweise bescheidene 16,3%. Zum Vergleich: Sowohl die eigentliche "DSDS"-Show zur Primetime als auch "Deutschland sucht den Superstar – Die Entscheidung" um 23:30 Uhr kratzten mit 29,9% bzw. 28,0% jeweils an der 30-Prozent-Marke. Am Freitag hatte dagegen ProSieben die Nase vorn: Hier wurde Bully Herbigs Klamaukkomödie "Der Schuh des Manitu – Extra Large" mit 2,68 Mio jüngeren Fans Tagessieger in der Werbezielgruppe (Marktanteil: 21,8%). Ein starkes Comeback erlebte auch RTL-Starkomiker Mario Barth, der jetzt in seiner eigenen Sendung "Willkommen bei Mario Barth" auch Gäste empfangen darf: 2,64 Mio Werberelevante bescherten der Comedyshow einen starken Auftakt-Marktanteil von 20,9%. Wie bedrohlich das Quotenloch unter der Sat.1-"Schillerstraße" gähnt und wie erfolgreich RTL II Untote reaktivierte, erfahren Sie nach dem Klick.
Mecom Group verschiebt Hauptversammlung
Die Hauptversammlung der britischen Mecom Group findet am 23. März und nicht wie geplant am 9. März statt. Die außerordentliche Versammlung soll über den Verkauf der Mecom-Verlage in Deutschland (Berliner Verlag, "Hamburger Morgenpost", kress.de vom 11. Februar 2009) und Norwegen abstimmen. Alasdair Locke, Chairman der finanziell in Schieflage geratenen Mecom Group, geht von einer Zustimmung der Shareholder aus. Die Verkäufe würden Mecom ermöglichen, konstruktive Gespräche mit den Gläubigern zu führen. So werden allein im April 30,6 Mio Pfund fällig, die an die Finanzinvestoren VSS zu zahlen sind, mit denen man einst Ende 2005 den Berliner Verlag gekauft hatte. Die Gesamtschulden von Mecom belaufen sich auf über 600 Mio Euro. Mecom-CEO David Montgomery (Foto) geht davon aus, dass der Verkauf der Verlage in Berlin und Hamburg an die Kölner Mediengruppe DuMont, beziehungsweise deren Eden Holding, Ende März abgeschlossen ist.
"Bremen Magazin" wechselt Verlag
Das werbefinanzierte Stadtblatt "Bremen Magazin" wandert von der J. Humburg Verlags-GmbH zur Weser Presse Verlag GmbH & Co. KG. Gesellschafter des Weser Presse Verlags sind Humburg-Chef Wolf-Eberhardt Hain und Thomas-M. Werner, zuletzt Gesamtanzeigenleiter "Weser Kurier" bei der Bremer Tageszeitungen AG und Geschäftsführer der Vermarktungsgesellschaft Medien Vermarktung Bremen GmbH (MVB). Alleiniger Geschäftsführer der Weser Presse ist Werner. Das monatliche Stadtmagazin "Bremen Magazin" mit einer Auflage von 120.000 Exemplaren wird kostenlos an Bremer Haushalte verteilt und liegt zusätzlich an rund 250 Orten aus. Zielgruppe sind 30 bis 49-jährige Bremer.
Kreisch! "Bravo" widmet sich Hollywoods Nachwuchsstars
Bauers Jugendmagazin "Bravo" widmet sich am 12. März 2009 in einer 100-seitigen Sonderausgabe den jungen Hollywood-Stars. "Die Hollywood-Clique" (Foto) liefert für 3,90 Euro Einblicke in das Leben der Stars, berichtet über deren Zukunftspläne, bewertet Karrierechancen und blickt auf Gerüchte und Skandale. Zudem verraten die Shootingstars ihre Mode- und Beauty-Geheimnisse. Im Heft vertreten sind Ashley Tisdale ("High School Musical"), Vanessa Hudgens ("High School Musical"), Robert Pattinson ("Twilight"), Miley Cyrus ("Hannah Montana"), Jonas Brothers und Selena Gomez. Drei Megaposter, ein Robert-Pattinson-Starschnitt, ein Hollywood-Game und Sticker ergänzen das Sonderheft.
Springer sucht neuen Finanzchef
Der Axel-Springer-Verlag will sich nach Informationen des "Spiegel" von seinem Finanzchef Steffen Naumann (Foto) trennen. Naumanns Amtszeit endet im November, sein Vertrag wurde laut dem Magazin nicht verlängert. Stattdessen habe der Konzern die Personalberatung Egon Zehnder eingeschaltet, um den Posten zu besetzen. Naumann indes würde seinen Job offenbar gern behalten - der 42-Jährige, seit Ende 2001 oberster Finanzer des Verlags, habe sich dafür aber neben weiteren Kandidaten auf seine bisherige Stelle neu bewerben müssen. Dem Vernehmen nach sei Naumann allerdings aus dem für ihn würdelosen Procedere inzwischen ausgeschieden, im Rennen seien noch ein interner und mindestens zwei externe Bewerber. Naumann hatte in den vergangenen Jahren schon die alleinige Hoheit über das Controlling und die Akquisitionsabteilung verloren - er gelte im Haus als kompetent, aber kommunikationsschwach.
"Spiegel": ZDF befürchtet Rücktritt von Intendant Schächter
Im Parteienstreit um Chefredakteur Nikolaus Brender (Foto, kress.de vom 28. Februar 2009) wächst laut dem "Spiegel" im ZDF die Sorge, dass Intendant Markus Schächter aus Protest hinwirft. "Wenn sich nicht noch ein Kompromiss findet, bleibt ihm fast keine andere Wahl, um das Ansehen des Senders nicht noch weiter zu beschädigen", zitiert das Magazin aus der Führungsebene der Anstalt. Schächters letzte Hoffnung sei nun die Sitzung des Fernsehrats in dieser Woche. Das Gremium hatte den Intendanten vor gut drei Jahren mit 98% der Stimmen gewählt - und könnte ein klares Signal in Richtung Verwaltungsrat senden, der am 27. März über Brenders - und wohl auch Schächters - Zukunft entscheidet. Der Fernsehratsvorsitzende und CDU-Politiker Ruprecht Polenz gelte als Mann des Ausgleichs und kritisiere den Streit um Brender. "Die Debatte hat allen Beteiligten und dem Sender nur geschadet", sagte er dem "Spiegel".
Vorstands-Boss Pagenstedt steigt bei Wallstreet Online aus
Georg Pagenstedt (Foto) legt sein Mandat als Vorstandsvorsitzender der Wallstreet Online AG Ende April nieder. Die Wallstreet Online AG betreibt die Finanz-Community "wallstreet:online". Pagenstedt will sich neuen Aufgaben widmen. Er war seit Herbst 2007 im Vorstand, seit Ende 2008 Herbst dessen Vorsitzender (kress.de vom 1. September 2008): Die Strukturarbeit bei der Wallstreet Online AG sei abgeschlossen, so Pagenstedt in einer Mitteilung. An der Spitze der AG stehen künftig gemeinsam Stefanie Scholz (kress.de vom 4. November 2008) und Felix Plog, der zudem Mitglied der Geschäftsführung von Axel Springer Financial Media (ehemals Axel Springer Finanzen Verlag) ist (kress.de vom 15. Januar 2009). Axel Springer Financial Media ist Haupteigner der Wallstreet Online AG.
"Bild.de" plant Comedy-Serie
Nach seiner aktuellen Web-Soap "Deer Lucy" setzt "Bild.de" demnächst auf Comedy. Unter dem Arbeitstitel "Rauf und runter" produziert die UFA-Tochter teamWorx ("Dresden", "Mogadischu", "Alisa") für das Springer-Portal eine Büro-Comedy mit dem Fahrstuhl als zentralem Handlungsort. 30 Folgen à zwei bis drei Minuten sind geplant. Tobias Fröhlich, Sprecher der Bild-Gruppe, bestätigte das Projekt gegenüber kress. Ein Zeitplan stehe allerdings noch nicht fest. Zurzeit läuft bei "Bild.de" die Soap "Deer Lucy", gesponsert von Otto und produziert von MME Entertainment (kress.de vom 15. Januar 2009).
Springer und PubliGroupe teilen Zanox neu auf
Die Axel Springer AG und die französische PubliGroupe haben ihre Anteile am Online-Marketing-Dienstleister Zanox neu verteilt. Künftig hält Springer 52,5% (statt 60%) und PubliGroupe 47,5% (statt 40%). Der Grund: Die beiden Eigner haben beschlossen, das Unternehmen als gemeinsame, einheitliche Beteiligung zu führen. Ursprünglich wollten die Unternehmen zwei regionale Tochtergesellschaften gründen. Die neuen Beteiligungsverhältnisse schlagen sich in den Mitwirkungsrechten der PubliGroupe sowie in der Besetzung des Aufsichtsrats nieder: Künftig haben beide Gesellschafter jeweils drei Mandate. Hintergrund: Axel Springer und PubliGroupe erwarben Zanox gemeinsam im Juli 2007 (kress.de vom 23. Mai 2007).
ComScore: Wetter, Multimedia und soziale Netzwerke wachsen kräftig
Die Internet-Seiten in Deutschland mit den größten Zuwächsen kommen im Januar aus den Kategorien Wetter, Multimedia und soziale Netzwerke. Dies haben die US-Marktforscher von ComScore ermittelt (Daten basieren auf der comScore World Metrix). Um 37% auf 5,9 Mio Besucher legten Wetter-Angebote zu, Multimedia-Seiten wuchsen um 36% auf 23,8 Mio Besucher und soziale Netzwerke ebenfalls um 36% auf 23,6 Mio Besucher. Betrachtet man einzelne Dienste, so besteht die Top Drei nach Zuwächsen aus "Yasni.de" (+530%), "Facebook.com" (+465%) und "Pennergame.de" (+157%). Bei den Top 25 nach Gesamtbesucherzahl ist Google mit 30,4 Mio Unique Visitors nach wie vor die Nummer Eins, Microsoft (21,9 Mio Besucher) rückt vom Rang drei auf den zweiten Platz vor, die ProSiebenSat.1-Angebote (20,5 Mio) machen einen Sprung vom letztjährigen zehnten Platz auf den dritten. Laut ComScore basiert der Zuwachs bei ProSiebenSat.1 hauptsächlich auf den Websites "Billiger.de" und "Wer-Weiss-Was.de". Von "Billiger.de" trennte sich das Unternehmen Ende Februar 2009 - es passe nicht in das Portfolio, so die Begründung (kress.de vom 26. Februar 2009). Der Zweitplatzierte aus 2008, eBay (19,6 Mio), muss sich mit dem vierten Platz begnügen. Große Sprünge machten auch die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck (acht Plätze nach oben auf Platz zehn), Axel Springer AG (sieben Plätze nach oben auf Platz 14) und Hubert Burda Media (17 Plätze nach oben auf Platz 15). Insgesamt wuchs das deutsche Internetpublikum im Januar 2009 im Vergleich zum Januar 2008 um 11% auf 37,6 Mio Besucher. Die Ergebnisse im Einzelnen gibt es hier.
Radiostationen senden via iPhone
Die Münchner Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR) will das iPhone erobern: Vorerst 15 private Radiosender (u.a. 90elf, Radio Charivari, Antenne 1, Sunshine Live) bieten im Apple App Store eine kleine, kostenlose Radio-Anwendung zum Herunterladen an. Die Mini-Software (auf Betreiben der APR für die Mitglieder entwickelt) liefert das normale UKW-Programm als Webstream aufs iPhone, manche Stationen haben zudem zusätzliche Programme im Angebot. Obendrauf gibt's Nachrichten, Wetter oder Eilmeldungen in Textform oder die Radio-Gesichter per Webcam im Studio. Das iPhone sei "eine prima Spielwiese für die Redaktionen, Radio auch mit neuen Inhalten und neuen Informationen und Angebotsformen zu kombinieren", sagt APR-Vorsitzender Felix Kovac. Wirtschaftlich sei die iPhone-Lösung allerdings kein Gegen-Modell zu UKW. Hintergrund: Einige Private wie Antenne Bayern oder das hessische Hitradio FFH haben sich bereits unabhängig von der APR mit einer eigenen Anwendung in den App Store vorgewagt - ebenso wie öffentlich-rechtliche Radioanbieter (u.a. WDR und NDR). Die Apps funktionieren auch auf dem Apple iPod Touch.
Ligatus startet IT- und Sport-Channel
Der Performance-Vermarkter Ligatus bietet ab sofort mit IT und Sport zwei neue Channels, die im Rahmen von "Ligatus Select" angeboten werden. Ligatus will damit Sport- und IT-affine Menschen gezielt ansprechen. Bisher umfasste das Angebot der Gruner + Jahr-Tocher die Kanäle Wirtschaft und Finanzen, Entscheider, Ernährung und Gesundheit, Reise, Auto sowie Frauen (kress.de vom 15. September 2008). Statt des gesamten Ligatus-Netzwerkes können Werbungtreibende diese Premium-Channels auch gesondert buchen. Der neue Sport-Channel setzt sich aus reinen Sportangeboten wie "Sport1.de" oder "sportbild.de" sowie aus sportlastigen Rubriken großer Portale von General-Interest-Titeln wie "stern.de" oder "focus.de" zusammen. Der neue IT-Channel umfasst unter anderem "heise online" und "golem.de". Laut Unternehmen erreicht der Sport-Channel monatlich bis zu 7,5 Mio Unique User und der IT-Channel bis zu 9,3 Mio. Die Platzierung der Performance-Kampagnen erfolgt in Form textbasierter Links. Hintergrund: Der werbungtreibende Kunde zahlt beim Performance Marketing nicht für die Werbung an sich sondern nur für deren Erfolg. Die Erfolgsmessung kann beispielsweise auf Basis von Klicks oder Vertragsabschlüssen geschehen.
Burda bündelt Konzernmarktforschung
Hubert Burda Media bündelt seine Marktforschungsaktivitäten in der Abteilung Research & Development, die von Christina Heinz (Foto) geleitet wird (kress.de vom 29. Januar 2009). Angesiedelt ist die konzernübergreifende Forschung unter dem Dach des Vermarktungsnetzwerks Burda Community Network (BCN). Die Marktforschung war bisher aufgeteilt auf die Zentralabteilung Hubert Burda Media Research und die BCN-Marktforschung. Marc Mangold, der bisherige Leiter von Hubert Burda Media Research, soll innerhalb des Unternehmens eine neue, jedoch noch nicht bekannte, leitende Position übernehmen. "In Zukunft werden konvergente Kampagnen verstärkt durch Research begleitet. Damit können wir die Wirkung gerade medienübergreifender Werbeformen kontinuierlich überprüfen und optimieren", so Andreas Schilling, Geschäftsführer des BCN. Burda forscht derzeit an mehreren Fronten, u.a. an der Titelseiten-Identifikation (TIM) und Radio Frequency Identification (RFID) (kress.de vom 2. März 2009). Der Umbau ist Teil des Effizienzprogramms "Change", das Verlagsvorstand Philipp Welte dem Unternehmen verordnet. Hintergrund: "Change" besteht aus den Säulen "Concentrate", "Integrate" und "Innovate" (kress.de vom 11. Februar 2009). "Concentrate" zielt auf mehr Effizienz und die Konzentration auf "gesunde und zukunftsträchtige Geschäftsfelder und Objekte". Unter dem Stichwort "Integrate" will Welte den Verlag zu einer "kompakten Einheit" umbauen. Alle Schritte sollen am Ende den Boden dafür bereiten, "Verluste im Kerngeschäft durch neue Erlösquellen kompensieren" zu können - "Innovate".
m4e verstärkt Controlling und Consumer Products
Philipp Meier (Foto, links), 31, und Miriam Babucke (Foto, rechts), 27, verstärken ab sofort das Brand-Management- und Medien-Unternehmen m4e AG mit Sitz in Grünwald. Meier übernimmt das Controlling, Babucke die Consumer Products mit den Schwerpunkten Textiles & Accessoires, Home & Living, Personal Care und Food & Promotion. Grund der Neueinstellungen sei die positive Geschäftsentwicklung und die weitere Expansion. Meier war zuletzt als CFO bei der cdv Software Entertainment AG in Frankfurt am Main beschäftigt. Babucke kommt von der Münchner Agentur CTM, bei der sie zuletzt als Junior Sales Manager arbeitete.
kressQuiz: "Cosmo"-Kalender 2009 - die Gewinner
In der vergangenen kressQuiz-Runde standen fünf Gestählte auf dem Spiel, verteilt auf den 12 Kalenderseiten des "Cosmopolitan"-Kalenders 2009 (kress.de vom 20. Februar 2009). Es wird Zeit die "Cosmo"-Männer unters Volk zu bringen - gewonnen haben: Monika Nicolaus, Carmen Hasbach, Esther Mahr, Annette C. Müller, Claudia Hoellwarth, Sarah Paukens, Daniela Römgens (mit Karo und Betti von Screenworks), Melanie Stuchlik, Tanja Krebber, Conny Schön-Leyens, Catrin Kronenberg, Marion Jenke, Manuela Wiebach, Monika Engelmeier, Christina Flanze, Silvio Löschner (für seine Frau), Matthias Ballmann, Gerd Huber, Karl Anton Gerber und Philipp Riehm.
Viral-Spot-Schau: lustige Bier-Werbung, Wii-Frühstück, iPhone-Orchester
Da steigt die Stimmung wie ein Luftballon. Wir haben wieder die populärsten, witzigsten und spektakulärsten Videos und Spots der vergangenen sieben Tage aus dem Netz gefischt: Bavaria Beer nimmt den Heineken-Kühlschrank-Spot auf die Schippe, Microsoft blickt ins Jahr 2019, die Sushi-Cam, Frühstücken mit der Wii, das iPhone-Orchester und viele mehr. Viel Vergnügen! Frühere Ausgaben der Viral-Spot-Schau gibt’s übrigens hier. Wer bei Werbespots immer auf dem Laufenden bleiben will, sollte die kress-Spotschau bookmarken.
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