LeadAwards 2009:
Im Rennen um die LeadAwards ist das "Zeit Magazin" der große Sieger. Vor "brand eins" und dem "stern" landete das Supplement auf dem Goldrang in der Königskategorie 'LeadMagazin des Jahres'. Nach Ansicht der LeadAcademy ist es ein neuer kreativer Leistungsträger, der sich durch ein unverwechselbares Konzept auszeichne. Die starken Einzelleistungen des "Zeit Magazins" schlagen sich in drei weiteren Goldmedaillen nieder - in den Kategorien 'Cover des Jahres', 'Reportagefotografie des Jahres' und 'Still-Life-Fotografie des Jahres'. Überraschend für die Jury war vor allem, dass das "Zeit Magazin" verhältnismäßig rasch zu solch einer Höchstleistung finden konnte. Unterdessen hat LeadAcademy-Chef Markus Peichl anlässlich der Preisverleihung am Mittwochabend angekündigt, dass sich der Spiegel Verlag nach langem Streit mit der LeadAcademy doch dazu entschieden hat, die Verleihung der LeadAwards 2009 zu unterstützen. "Ove Saffe und Christian Schlottau haben uns heute Nachmittag gesagt, dass sich der Spiegel Verlag dem Fördererkreis anschließt", so Peichl. "Damit ist unser Streit beigelegt." Wer bei den LeadAwards noch gewonnen hat - umblättern!
Wöchentliche Late-Night-Show ab Herbst:
Oliver Pocher blödelt bei Sat.1
Oliver Pocher (Foto), 31, verlässt die ARD und wechselt zu Sat.1. Der Moderator und Comedian startet im Herbst mit einer wöchentlichen Late Night Show und präsentiert darüber hinaus einzelne Events für den Sender. Die Late Night Show wird in Köln von der Pocher Entertainment GmbH produziert, sie soll zunächst drei Jahre lang laufen. Der Titel steht noch nicht fest, auch nicht der Tag der Ausstrahlung. Laut "Bild" sollen jährlich bis zu 40 Sendungen produziert werden. Mit Gästen, Einspielern, Stand-up und eigener Studioband. Zur Premiere wolle Pocher Harald Schmidt einladen. Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen, zur Entscheidung von Pocher: "Oliver Pocher ist jung und hat sich für das echte Abenteuer entschieden: Für die Erlebniswelt von Sat1. Bon voyage! Keine Frage, ich hätte ihn lieber im Ersten gesehen. Aber: Ohne Oliver Pocher geht's auch, wie man in der ARD sagt." Was Sat.1-Geschäftsführer Guido Bolten und WDR-Intedantin Monika Piel sagen und warum sich Pocher im siebten Himmel wähnt - alles nach dem Umblättern!
LeadAwards Symposium:
Claus Strunz (Foto), Chefredakteur des "Hamburger Abendblatts", hat Deutschlands Verlagskaufleuten die Leviten gelesen. Beim Symposium der LeadAwards in Hamburg forderte er Ideen für neue Geschäftsmodelle ein, mit denen Qualitätsjournalismus auch im digitalen Zeitalter refinanzierbar bleibe. "Wir Journalisten haben in den vergangenen Jahren mühsam unsere Lektionen in Sachen Online gelernt und machen heute weithin gute Angebote", so Strunz. "Was haben währenddessen die Verlagskaufleute getan, außer auf Podien zu erzählen, damit lasse sich kein Geld verdienen?" Es sei nicht an den Journalisten, diese Zukunftsfrage zu beantworten. Strunz verglich die Situation mit der Erfindung der Zeitung - und der Anzeigen: "Irgendjemand kam auf die Idee, 25 Quadratzentimeter auf der Seite an eine Frau zu verkaufen, die um ihren verstorbenen Mann trauert. Im übertragenen Sinn brauchen wir heute eine Neuerfindung der Todesanzeige."
Christian Hellmann (Foto), 47, gerade zum Chefredakteur aller Springer-Programmies gekürt (kress.de vom 15. Januar 2009), hat bald all seine Lieben im Blick: Die Mantelredaktionen der wöchentlichen (u.a. "Hörzu", "Funkuhr") und der 14-täglichen Titel ("TV Digital") ziehen in Hamburg in gemeinsame Büros. Inwieweit Axel Springer sie organisatorisch zusammenfasst - unklar. Die Mantelredaktionen der wöchentlichen Programmies sind bereits seit 2007 komplett integriert. Auch der Programmredaktion steht eine gravierende Neuerung bevor - umblättern.
Die TV-Marktanteile im März:
ProSieben holt kräftig auf
Heidi sei Dank! Dank der rekordträchtigen Bilanz der vierten Staffel von "Germany's next Topmodel – by Heidi Klum" (Foto) konnte ProSieben bei den TV-Marktanteilen im März wieder ordentlich Land gewinnen. Mit einem Plus von 1,1 Prozentpunkten stöckeln die Münchner mit erhobenem Haupt und stolzer Brust aus dem Rennen. Angesichts eines Marktanteils von 12,3% bei den 14- bis 49-Jährigen konnte ProSieben den Vorsprung auf den Spitzenreiter RTL, der aktuell bei 16,7% liegt, etwas verkürzen. Bei der Aufholjagd halfen auch die guten Werte für den neuen Mystery-Montag mit "Fringe – Grenzfälle des FBI" und "Primeval – Rückkehr der Urzeitmonster" – und natürlich das Traumergebnis von 5,30 Mio jungen Fans für "Fluch der Karibik 2". Beim Marktführer aus Köln machte sich der ungebremste Durchmarsch von "Deutschland sucht den Superstar" weniger bei den Werberelevanten, wo es diesmal mit einem Plus von 0,1 Prozentpunkten kaum Veränderungen gab, sondern beim Gesamtpublikum bemerkbar: RTL verbesserte sich in dieser Gewichtsklasse von 11,8% aus dem Februar auf nun sehr vorzeigbare 12,4%. Alle Hintergründe zum Quotenrennen im März gibt's hier!
Zoff mit der Gema:
YouTube sperrt Musikvideos
Der Streit zwischen Googles Videoportal YouTube und der Verwertungsgesellschaft Gema spitzt sich zu. Da YouTube keine höhere Abgaben für verwendetet Musikstücke und Songs abführen will, hat das Portal damit angefangen, bis auf weiteres "mehrere tausend" Videos für deutsche Nutzer zu blockieren, die vom Streit betroffen sein könnten. Erst all jene, die von den Plattenfirmen selbst veröffentlicht wurden, dann auch Kopien davon, die Fans und Nutzer hochspielten. Das Ganze könne laut Google mehrere Tage dauern.
Der kress-Quotencheck:
ProSieben vergeht das Lachen
Blödeln mit schalem Nachgeschmack: So weit musste es ja kommen, die ProSieben-Schlammschlacht "WipeOut – Heul nicht, lauf!" schlidderte am Dienstagabend unter Senderschnitt. Weil sich diesmal nur 1,23 Mio Werberelevante für Matthias Opdenhövels Zirkeltraining einfanden, fiel der Marktanteil von 12,7% aus der Vorwoche auf nun enttäuschende 10,8%. Im Anschluss blieb den ProSieben-Fans wirklich das Lachen im Hals stecken: Den Auftakt zu Rick Kavanians zweiteiligem Comedyprogramm "Rick Kavanian – Kosmopolit" fand nämlich nur 890.000 jüngere Fans, so dass der Schnitt auf miese 7,3% absackte. Jubeln durfte am Dienstag dagegen Marktführer RTL: Die in der Werbezielgruppe erfolgreichste Sendung des Tages war natürlich auch diesmal "Dr. House". Die zynische Arztserie steigerte sich auf jetzt 3,69 Mio junge Fans und durchbrach bei den Marktanteilen mit 30,2% eine symbolische Schallmauer (Vorwoche: 28,9%). Zuvor konnte sich schon "CSI: Miami" verbessern: Mit 3,26 Mio Werberelevanten spielte die Krimiserie einen Marktanteil von 28,5% (Vorwoche: 25,6%) ein. Mehr zu den nahezu überirdischen Erfolgen der ARD und die Bodenhaftung bei Vox und RTL II erfahren Sie hier!
mehr...Löwisch hat sein "sonntaz"-Team komplett
Georg Löwisch (Foto), 34, Chef der neuen "taz"-Wochenendzeitung "sonntaz", hat sein Team komplett. Die "Tageszeitung fürs Wochenende“, die erstmals am 18. April Teil der Samstagausgabe der "taz" ist, machen künftig neben dem bisherigen Inlands-Reporter Löwisch: Anja Maier (bisher "taz“-Reporterin), Waltraud Schwab ("taz“-Reporterin und Theodor-Wolff-Preisträgerin), Jan Feddersen ("taz.mag“-Redakteur), Bernd Pickert (Redakteur Ausland) und Martin Reichert ("taz.mag“-Redakteur und Autor des Buches "Generation Umhängetasche“). Die "sonntaz" hat 20 Seiten und wird, anders als die Zeitung unter der Woche, komplett in Farbe erscheinen. Ab 18. April erscheint die "taz" auch mit einem neuen Layout, das Lukas Kircher von der Agentur KircherBurkhardt entwickelt hat. Mehr zur "taz" - in der nächsten Ausgabe des gedruckten kressreport, der am 3. April erscheint.
Romanus Otte wechselt zu "Welt Online"
Romanus Otte (Foto), Vize-Chef bei der "Welt am Sonntag", wechselt als Stellvertretender Chefredakteur zu "Welt Online". Damit ist Ulf Poschardt alleiniger Vize der "WamS" neben Thomas Schmid, der Chefredakteur aller "Welt"-Medienmarken ist. Bei "Welt Online" hat Schmid nun zwei Stellvertreter, Oliver Michalsky und Otte. Wie zuvor beim "Hamburger Abendblatt" umgesetzt, gilt nun auch bei der "Welt"-Gruppe, dass alle Print-Ressortleiter auch für die entsprechenden Online-Ressorts verantwortlich sind.
"Focus Money" verleibt sich Börsenblatt "Wertpapier" ein
Der Wirtschafts-Ableger "Focus Money" aus dem Hause Burda verleibt sich das Börsenblatt "Wertpapier" ein. Ab sofort erscheint das Heft als eigenes Ressort. Die Rechte für das "Wertpapier" bekommt "Focus Money" von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. Die Mitglieder der Aktionärsvereinigung bekommen künftig im Rahmen ihrer Mitgliedschaft jede Woche die "Focus Money". Bisher verlegte die Bauer Media Group das "Wertpapier", das Verlagshaus stellte die Publikation allerdings Mitte März gleichzeitig mit der "GeldIdee" ein (kress.de vom 13. März 2009).
NDR-Prozess: Eva-Herman-Rausschmiss rechtens
Ex-"Tagesschau"-Sprecherin Eva Herman (Foto), 50, ist mit ihrer Klage gegen die Kündigung des NDR gescheitert. Der Vorsitzende Richter des Hamburger Landesgerichts begründete das Urteil damit, dass Herman nicht Arbeitnehmerin des Senders gewesen ist, sondern als freie Mitarbeiterin tätig war. Im Wesentlichen hätten die Sprecher der "Tagesschau" in einer Art Selbstorganisation ihre Einsätze abgestimmt und vom Chefsprecher organisieren lassen, so der Richter. Eine Revision vor dem Bundesarbeitsgericht hat die Kammer nicht zugelassen. Der NDR war bereits in erster Instanz erfolgreich (kress.de vom 20. April 2008). Herman war 2007 wegen umstrittener Äußerungen zur NS-Zeit in die Kritik geraten. Der NDR hatte sich daraufhin nach fast 20 Jahren von ihr getrennt. Neben ihrer Klage auf Wiedereinstellung will Herman ferner prüfen lassen, ob der Sender zu Schadenersatz verpflichtet ist.
Berliner Privatsender FAB stellt Sendebetrieb ein
Der private TV-Sender Fernsehen aus Berlin (FAB) hat am Mittwoch seinen Sende- und Geschäftsbetrieb eingestellt. Dieser Schritt sei notwendig geworden, weil sich nicht rechtzeitig ein Investor gefunden habe, sagt Insolvenzverwalter Christian Köhler-Ma. Das Insolvenzverfahren sei am selben Tag eröffnet worden. Der Sender hatte in den vergangenen Wochen nach neuen Investoren Ausschau gehalten. In langen und komplizierten Verhandlungen sei nach einer tragfähigen Lösung gesucht worden, so Köhler-Ma. Es habe verschiedene Interessenten gegeben, jedoch habe sich eine Investorengruppe nicht rechtzeitig mit dem Hauseigentümer des Medienzentrums einigen können. Köhler-Ma will nun nach nach einer "kleinen Lösung" suchen, um Teile des Unternehmens zu verwerten. Für die 29 Angestellten ist leider keine Hilfe in Sicht: Sie wurden freigestellt. FAB wurde 1990 gegründet und war einer der ersten privaten regionalen Fernsehsender. Erst im vergangenen Jahre bezog FAB ein modernes Medienhaus.
Winkler führt die Geschäfte bei Radio Bob
Ronny Winkler (Foto), 32, übernimmt ab sofort die Geschäftsführung des hessischen Rock- und Popsenders Radio Bob. Er folgt auf Tom Adams, 42, der den Sender nach dem Einstieg von Regiocast in das Netzwerk eingegliedert hat sich nun neuen Herausforderungen stellen möchte. Winkler trug bisher bei Radio Bob die kaufmännische Verantwortung als Prokurist und hat die Relaunchphase seit dem Einstieg der Regiocast mit begleitet und gestaltet. Die Radioholding Regiocast hatte im Dezember die restlichen 51% an Radio Bob übernommen (kress.de vom 15. Dezember 2008).
Premiere schafft Platz für zusätzliche HD-Sender
Der Bezahlsender Premiere vergrößert sein HDTV-Angebot. Zu diesem Zweck hat das finanziell angeschlagene Münchner Unternehmen laut einer Mitteilung des Satelliten-Plattform-Betreibers SES Astra seine Bandbreite mit zusätzlichen Transpondern aufgestockt. Die Kapazität dürfte laut Branchenexperten für fünf neue HDTV-Kanäle reichen. Derzeit bietet Premiere seinen Kunden den Filme-Kanal "Premiere HD" und den Doku-Kanal "Discovery HD" an. Dem 2005 gestarteten HD-Sportkanal hatte Premiere nach einem Jahr den Stecker gezogen. Grund war der Verlust der Bundesliga-TV-Rechte. Mit frischen HD-Kanälen könnte Premiere-Großeigner Rupert Murdoch die Abo-Erlöse seines Sorgenkindes ankurbeln.
SevenOne Media: TV- und Internetnutzung steigen in der Krise
In Zeiten der Krise wenden sich die Deutschen länger dem Fernsehen und dem Internet zu. Das ergab eine Sonderanalyse von SevenOne Media (ProSiebenSat.1) auf Basis der AGF/GfK-Zahlen zur Mediennutzung. Im 1. Quartal 2009 stieg die Fernsehnutzung bei allen Zuschauern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum demnach um 8 Minuten auf 235 Minuten täglich. Bei den 14- bis 49-Jährigen stieg die Sehdauer um 7 Minuten auf 199 Minuten pro Tag. Die Internetnutzung der 14- bis 49-Jährigen ist im selben Zeitraum um 15 Minuten auf 94 Minuten am Tag gestiegen. Eine Telefonbefragung ergab, dass knapp ein Viertel der Befragten (23,8%) in den Medien vor allem mehr Ablenkung vom Alltag suchen als bisher. Weitere 18% suchen dagegen verstärkt nach Information. Die Mediaagentur Initiative sah bereits eine entsprechende Veränderung der Mediennutzung voraus (kress.de vom 24. März 2009).
Tier-König Bernhard Grzimek im kressQuiz!
Deutschlands oberster Tierfreund Bernhard Grzimek besucht das kressQuiz, im April wäre er 100 Jahre alt geworden. Bereits Anfang der 1950er-Jahre tigerte Grzimek durchs wilde Afrika, fing dort Tiere ein für seinen Zoo in Frankfurt. Zum Star avancierte Grzimek hierzulande aber erst mit seiner TV-Live-Sendung "Ein Platz für Tiere" im Hessischen Fernsehen. "Guten Abend, meine lieben Freunde" grüßte er dann jedes Mal herzlich. Zwar war die Fernsehlandschaft damals kaum so artenreich wie heute - trotzdem: bis zu 35 Mio Zuschauer pro Folge sind beachtlich. Zu Gast in der Sendung: Allerlei Getier, das ihm gelegentlich auch den Buckel oder das Hosenbein hinaufstieg - sofern es nicht gerade zur Raubtiergattung gehörte (mehr Infos bei bartlspielt). Zu Grzimeks 100. legt Concorde Home Entertainment ein dickes Grzimek-Paket mit dem Besten aus seiner TV-Sendung auf. Im kressQuiz rücken wir drei seltene Exemplare der limitierten Grzimek Gesamtedition mit je vier DVDs raus - obendrauf gibts noch die Grzimek-Bio von Claudia Sewig. Frage: "Für welche Produktion erhielt Grzimek einen Oscar - als erster Deutscher nach dem 2. Weltkrieg?" Antwort inklusive Postadresse bitte hier abgeben. Einsendeschluss ist der 12. April. Viel Erfolg!
Jakob Augstein: "Das Netz muss schnell erwachsen werden"
"Freitag"-Verleger Jakob Augstein glaubt, dass Journalismus im Internet zumindest in Deutschland noch nicht relevant genug ist, um Unternehmen und Politik am Zeug zu flicken. Mit diesem Wortbeitrag macht er sich auf dem Digital-Kongress re:publica in Berlin nicht bei allen Teilnehmern beliebt.
Motor Presse: Ade wechselt ins Ressort Digitale Medien
Alexander Ade (Foto), 43, bisher Projektleiter des Test- und Kaufberatungsportal Megatest, wechselt zum 1. April 2009 als stellvertretender Leiter Digitale Medien in den Geschäftsbereich Automobil der Motor Presse Stuttgart. Dort soll er Tim Ramms, Leiter Digitale Medien, beim weiteren Ausbau des Online-Geschäfts unter die Arme greifen. Ade behält in seiner neuen Funktion die Verantwortung für das bestehende Test-und Kaufberatungsportal Megatest und dessen Team, welches jetzt ebenfalls im Feld Digitale Medien im Geschäftsbereich Automobil angesiedelt wird.
Plan.Net, DDB, mediascale/netzfrequenz gewinnen New Media Award
Der Online-Vermarkter InteractiveMedia hat die besten Online-Kampagnen des vergangenen Jahres ausgezeichnet. Zu den Gewinnern des New Media Award 2009 gehören Plan.Net mit der Lego-Kampagne "Jeden Tag ein neues Abenteuer" (Kategorie Online), DDB Germany mit einer Widget-Kampagne für Nike (Kategorie Trends) und mediascale/netzfrequenz mit einer Retargeting-Kampagne für Thomas Cook (Kategorie Efficiency). Den Nachwuchspreis "Young Lions" bekamen Arleta Szalast und Anne-Jaqueline Wenisch für ihre Kampagne "Get your Videoload-Communicator". In der neu eingeführten Kategorie Mobile wurden drei dritte Plätze vergeben - offenbar fehlt in der jungen Sparte noch die Erfahrung. Ausgezeichnet wurden die Agenturen Heye Digital Lab (für ProSiebenSat.1), MindMatics (für Konami Digital) und YOC (für Coca-Cola). InteractiveMedia ist eine 100%-ige Tochter der Deutschen Telekom. Die Preisverleihung fand am 31. März in Köln statt (Foto).
Group M korrigiert Werbemarkt-Vorhersage nach unten
Die Agenturgruppe Group M hat ihre Werbemarkt-Prognose für 2009 nach unten geschraubt: Um 4,4% sollen die Werbeausgaben weltweit sinken, errechnete die WPP-Tochter. Bei der Vorhersage im Dezember sah Group M noch einen moderaten Rückgang von 0,2% voraus. In Westeuropa sinken die Werbeausgaben laut Group M voraussichtlich um 6,7%, wobei Deutschland mit einem Minus von 0,9% am glimpflichsten davon komme. Härter trifft es Spanien (-13,8%), UK (-11,2%) und Italien (-6,1%). Auch Russland sagt Group M kein rosiges Jahr voraus: Die Werbe-Spendings sollen dort um 22,8% zurück gehen. In den USA kommt das dicke Ende im nächsten Jahr: Während die Spendings dort 2009 um 4,3% fallen sollen, stehe dem Land 2010 ein Rückgang von etwa 6,8% bevor. Insgesamt warnt Group M davor, dass die derzeitige Rezession den Werbemarkt härter treffe als das Platzen der Dotcom-Blase 2001. Den Forecast für 2010 veröffentlicht die Gruppe im Juni. Group M setzte sich aus den Mediaagenturen Maxus, MediaCom, Mediaedge:cia und Mindshare zusammen.
VDI: Schwartz führt Strategie & Kommunikation
Michael Schwartz, 39, leitet im VDI Verein Deutscher Ingenieure das neu geschaffene Feld Strategie und Kommunikation. Hier werden die Themen Marketing, Presse/Öffentlichkeitsarbeit und politische Öffentlichkeitsarbeit in der VDI-Zentrale in Düsseldorf gebündelt. Schwartz arbeitet seit 2001 als Pressesprecher im VDI. Diese Funktion wird er kommissarisch beibehalten. Der diplomierte Volkswirt arbeitete nach dem Studium zunächst einige Jahre in der Öffentlichkeitsarbeit der ProSiebenSat.1 Media AG. Anschließend leitete er die Kommunikation in einem Internet-Softwarehaus, bevor er zum VDI wechselte. Der VDI Verein Deutscher Ingenieure ist mit 137.000 Mitgliedern nach eigenen Angaben der größte technisch-wissenschaftliche Verein Europas.
Walter Lürzer in "Hall of Fame" der "Wiwo" aufgenommen
Der legendäre Werber Walter Lürzer (Foto), 66, ist am Dienstagabend in die "Hall of Fame" der "WirtschaftsWoche" aufgenommen worden. Er ist u.a. Mitgründer von "TBWA" in Frankfurt, "Lürzer, Conrad & Leo Burnett" und Herausgeber von "Lürzers Archiv". Mit seinen "erfrischenden Kampagnen" habe er der Werbung wichtige Impulse verliehen, so die Begründung der Jury um "Wiwo"-Chef Roland Tichy, Lürzer als 23. Mitglied in die Ruhmeshalle aufzunehmen. Zur Verleihungsfeier im Berliner Ritz-Carlton war auch Lürzers langjähriger Geschäftspartner Michael Conrad gekommen, der die Laudatio auf den ehemaligen Kompagnon hielt. Die Dankesrede fiel wie erwartet kurz, knapp und witzig aus. Zu Lürzers Klassikern gehört übrigens folgender Text: "Maria wachte auf. Sie lag in einem Bett. Und neben ihr lag ein Mann. Sie wusste nicht, wie sie in die Situation gekommen war." Darunter dann: "Fiat Panda. Die tolle Kiste."
Viral-Spot-Schau mit Ray Ban und dem Super-Chameleon
Was lange währt, wird endlich gut! Wir haben wieder die populärsten, witzigsten und spektakulärsten Videos und Spots der vergangenen sieben Tage aus dem Netz gefischt: u.a. den Ray-Ban-Viral “Super Chameleon“, den Guitar-Hero-Metallica-Spot mit rüstigen Herren statt Heidi Klum, dem Comeback von Internet-Star Gary Brolsma, Pharell bei McDonald’s, Iron Man vs. Bruce Lee und mehr. Viel Vergnügen! Frühere Ausgaben der Viral-Spot-Schau gibt’s übrigens hier. Wer bei Werbespots immer auf dem Laufenden bleiben will, sollte die kress-Spotschau bookmarken.
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