Beta-Start der Bertelsmann-Tochter im September:
Lernplattform scoyo startet in den USA
Die Internet-Lernplattform scoyo startet mit einer Beta-Version noch in diesem Monat in den USA. Dies kündigt scoyo-Geschäftsführer Ralf Schremper (Foto), 37, in einem Interview mit kress an. scoyo ist eine Bertelsmann-Tochter. Damit expandiert das noch junge Startup bereits wenige Monate nach dem offiziellen Deutschlandstart. "Der amerikanische Markt ist fünfmal so groß wie der in Deutschland. Die Internetaffinität ist zudem sehr groß, die Breitbandpenetration ähnlich hoch wie in Deutschland", begründet Schremper den Schritt nach Übersee. Auch wenn es in den USA anders als in Deutschland Mitbewerber gebe, sei scoyo "viel breiter und umfassender angelegt". Kernangebote seien zunächst Mathe und Science. Ins Blickfeld gerät dabei auch der asiatische Markt, denn auch dort seien englischsprachige Lernangebote gewünscht. Weitere scoyo-News - umblättern!
Frauenthemen mit maskulinem Touch:
"Gala Men" ab Oktober am Büdchen
"Gala"-Chefredakteur Peter Lewandowski, 52, versucht sich wieder an einem Männerheft. Der einstige "Playboy"- und "Maxim"-Chefredakteur hat für Gruner + Jahr die "Gala Men" ausgeheckt (Foto: vorläufiges Cover). Das Heft liegt ab dem 15. Oktober am Büdchen, gedruckt werden 120.000 Exemplare. So weit, so bekannt. Lewandowski gewährte kress einen ersten Blick auf das Magazin. Zielgruppe sind gut betuchte Familienväter mit Interesse an Mode und Beauty, die gleichzeitig bodenständig und aufgeklärt sind. Statt nackter Frauen gibt es auf dem Cover die Crew vom Männer-Versteher-Film "Männerherzen", der im Herbst anläuft. Nackte gibt es auch im Heft nur mit "Vogue"-Anspruch, so Lewandowski. Im Erstling ist das eine kunstvoll fotografierte Bilderstrecke mit der halbnackten Kate Moss. "Gala Men" erscheint zunächst als One-Shot - läuft der Verkauf, sollen 2010 zwei weitere Hefte jeweils zur Modesaison im Frühjahr und Herbst erscheinen. Für die Männer-"Gala" muss der moderne Mann 5 Euro hinblättern. Wie viele Hefte "Gala"-Anzeigenleiter André Pollmann gerne verkaufen würde - umblättern!
Relaunch am 5. September:
"Zeit Online" geht in die Breite
Ein Relaunch nach dem anderen: Nach"stern.de", "Spiegel Online" und "FTD.de" geht am 5. September auch "Zeit Online" mit einer neuen Version online. Anders als beim eher kleineren Relaunch von "Spiegel Online", riskieren "Zeit Online"-Chefredakteur Wolfgang Blau und Geschäftsführer Christian Röpke den großen Wurf. "Zeit Online" wurde von Grund auf renoviert und kommt demnächst in voller Breite daher. Für das Drittel der deutschen Online-Nutzer, die keinen 1280 Pixel breiten Bildschirm haben, passt sich die Breite der rechten Spalte so an, dass auch die Anzeige am Rand noch zu sehen ist. Über ein Jahr bastelten Redaktion und Programmierer an der neuen Seite, die Anforderungen: größerer Lesekomfort, stärkere Integration der Leser-Community, leicht verständliche Navigation und hohe ästhetische Qualität. Dabei liegt ein klarer Schwerpunkt auf Aktualität. "Wir wollen nicht um jeden Preis das größte deutsche Nachrichtenportal werden, aber das beste", so Blau zu seinem Anspruch. Wie die neue Seite gegenüber der Konkurrenz punkten soll - und wie umfangreich der Austausch mit den anderen Holtzbrinck-Seiten ist - umblättern!
Kabel eins rockt:
Markus Kavka moderiert neue Musikreihe
Herrschaften, herhören! Markus Kavka (Foto), MTV-Moderator und Berufsjugendlicher in Diensten von ZDF und Myspace, hat ein neues Betätigungsfeld gefunden: Ab 28. Oktober führt er durch die Musik-Dokureihe "Number One!" auf kabel eins. Der Unterföhringer Sender verpflichtete den umtriebigen Rock-Experten für zunächst sieben Dokumentationen, in denen Kavka sich mit Stars wie Jon Bon Jovi, Martin Gore von Depeche Mode oder "Metallica"-Frontman James Hetfield unterhält. Mit der neuen Musikfarbe im Programm erfüllt sich kabel eins-Geschäftsführer Jürgen Hörner nicht nur einen persönlichen Wunsch, sondern greift auch die zuletzt etwas vernachlässigte Show-Tradition ("Best of Formel 1") des Sendes wieder auf. Die neue Reihe porträtiere "Künstler, die noch voll im Saft stehen", so der kabel eins-Geschäftsführer. Los geht's mit einem Besuch bei U2, fest eingeplant sind Beiträge, in den Kavka mit Phil Collins, den Bee Gees, Bon Jovi, Depeche Mode, Metallica und Westernhagen kuschelt. Wie Kavka seine Ängste vor alten Säcken überwand und wie kabel eins den neuen Schwerpunkt einband, erfahren Sie nach dem Klick.
Musikdienst kooperiert mit Net TV-Gerätehersteller Philips:
QTom macht Musik-TV interaktiv
Langsam wird´s eng auf dem noch jungen Markt für internetbasiertes Musikfernsehen. Neben tape.tv (kress.de vom 17. April 2009), Musik TV von MyVideo (ProSiebenSat.1) und dem angekündigten Putpat.tv (Beta-Phase) startete am Donnerstagabend QTom. Konzept und Prinzip der Angebote sind ähnlich: eine Wiederbelebung des Klingelton- und Datingshow-verseuchten Musikfernsehens durch kostenloses Abspielen von Musik-Videos, die je nach Einstellung von Parametern individuell zusammengewürfelt werden. Im Fall von QTom, einem Startup mit Sitz in Hamburg, sollen drei Regler (schnell-langsam, klassisch-neu, Insider-Hits) es möglich machen, Videos je nach Neigung und Stimmung anzuschauen.
ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling zum TV-Werbemarkt:
"Eher minus 12 bis minus 16%"
In einem großen Interview mit der "FAZ" äußert sich ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling erstmals zu allen großen Fragen um die Gruppe. Im Zuschauermarkt sieht der ehemalige Pharma-Manager eine leichte Steigerung: "Wir glauben, dass wir besser als der Markt laufen." Im Werbemarkt seien Aussagen schwierig, besonders über das vierte Quartal. Der gesamte Fernsehwerbemarkt werde dieses Jahr vermutlich um minus 12 bis minus 16% schrumpfen, so Ebeling. Eine Zerschlagung der verschuldeten TV-Gruppe ergebe keinen Sinn: "Wir haben so viele inhaltliche Kosten und Vermarktungssynergien, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass das Heraustrennen eines Senders attraktiv wäre." Die Integration von Sat.1 in München sei gelungen.
Der kress-Quotencheck:
Oliver Pocher beschert RTL den Sieg
Blinder Passagier: Oliver Pocher, der Wanderer zwischen den Senderwelten, bescherte am Donnerstag RTL einen Traumstart für die neue "Alarm für Cobra 11"-Staffel. Der Klassiker mit dem zappeligen Sat.1-Hoffnungsträger in einer Gastrolle gab mit einer spielfilmlangen Folge nach der Sommerpause wieder kräftig Gas. 2,85 Mio Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren machten die Autobahnserie mit einem Marktanteil von 23,5% zum Tagessieger. Mit 5,14 Mio Gesamtzuschauern wurde sie sogar Reichweiten-Champ. Der gute Auftakt zur Hauptsendezeit brachte auch den Staffelstart von "Bones – Die Knochenjäger" auf Touren: 2,04 Mio Werberelevante sorgten hier für einen starken Marktanteil von 21,0%. Doch auch ProSieben fiel nicht durch den Rost: Die Castingshow "Popstars – Du & Ich" erwirtschaftete mit 1,98 Mio jungen Fans einen Schnitt von 16,5% (Vorwoche: 17,4%). Sat.1 setzte ebenfalls auf Musik – allerdings als Spielfilmkomödie – und fuhr mit "Mitten ins Herz – Ein Song für Dich" einen Marktanteil von 15,1% ein. Wie es die Privaten schon am Nachmittag rappeln ließen, erfahren Sie hier!
"Hamburger Abendblatt" bringt 20-teilige Literaturedition
Die Kultur-Redaktion der Springer-Zeitung "Hamburger Abendblatt" hat gemeinsam mit Literaturkritiker Hellmuth Karasek 20 Romane zusammengetragen, deren Handlungsort Hamburg ist. Ab dem 5. September 2009 erscheint jeden Samstag ein neuer Band der "Hamburger Abendblatt Bibliothek" (Foto). Den Auftakt bildet "Der Mann im Strom" von Siegfried Lenz. Neben Klassikern wie "Der Campus" von Dietrich Schwanitz oder "Die Bertinis" von Ralph Giordano bietet die "Hamburger Abendblatt Bibliothek" auch aktuelle Werke wie "Fleisch ist mein Gemüse" von Heinz Strunk oder "Revolverherz" von Simone Buchholz. Die "Hamburger Abendblatt Bibliothek" ist ab dem 5. September im Handel erhältlich und kann ab sofort im Internet oder telefonisch unter 040/347-26566 bestellt werden. Der Einzelband als Hardcover kostet 9,95 Euro, die komplette Buchreihe 149 Euro.
Ex-"Capital"-CvD Schmid heuert bei Biermann an
Michaela Schmid (Foto) ist ab sofort neue Chefin vom Dienst (CvD) bei Biermann Medizin, einem Fachverlag für Medizin-Themen. In der neu geschaffenen Position soll sie die Integration der fünf Verlagseinheiten einschließlich der crossmedialen Verknüpfung von Print und Online vorantreiben und die Wirtschaftsberichterstattung stärken. Die Volkswirtin Schmid kommt aus der Wirtschaftsredaktion von Gruner + Jahr, wo sie elf Jahre lang gearbeitet hat, zuletzt als CvD der Zeitschrift "Capital". Nach der Zusammenführung der Wirtschaftsredaktionen von G+J in Hamburg war sie eine Zeit lang auch CvD von "Financial Times Deutschland", "Impulse" und "Börse Online". Biermann Medizin ist ein auf Medizin spezialisiertes deutsches Medienunternehmen, das in den Verlagen Biermann, WPV, Viavital und der MedCon Health Contents AG Zeitungen, Newsletter und Online-Dienste für Unternehmen der Medizinindustrie produziert.
Der kressreport 18/09 ist da: scoyo, Gala Men, M. DuMont Schauberg
Noch so jung und schon flügge: Die Internet-Lernplattform scoyo aus dem Hause Bertelsmann startet mit einer Beta-Version noch in diesem Monat in den USA. Das kündigt scoyo-Geschäftsführer Ralf Schremper, 37, im kress-Interview an. Auch nach Österreich und in die Schweiz drängt es ihn. Noch in diesem Jahr kommen zudem zwei Nintendo DS-Produkte auf den Markt. Am 15. Oktober startet "Gala"-Chefredakteur Peter Lewandowski den Ableger "Gala Men". Was er sich dabei gedacht hat, sagt er im kress-Interview. MVG-Chefin Waltraut von Mengden setzt auf Yellow-Titel. Lesen Sie auch, warum der Widerstand der "Berliner Zeitung" gegen Redaktionspools die Mutter M. DuMont Schauberg kalt erwischt hat. Und warum immer mehr Hollywood-Produzenten auf den deutschen Markt drängen. TV-Produzent Friedrich Küppersbusch bleibt derweil lieber unabhängig, sagt er im kress-Interview. Warum sich History-Chef Andreas Weinek zu den Gewinnern der neuen Sky-Pay-TV-Plattform zählen darf und welche Trümpfe er auf der Hinterhand hat, erläutert er im Gespräch mit kress. Und zum Schluss: Was macht eigentlich Matthias Großmann, ehemaliger Verlagsleiter "Capital" und "Impulse" bei Gruner + Jahr? Antworten im aktuellen kressreport 18/2009.
Studio Hamburg Produktion beteiligt sich an Aust-Firma
Die Studio Hamburg Produktion GmbH hat sich mit 45% an der Agenda Media GmbH beteiligt, hinter der wiederum der Ex-"Spiegel"-Chef Stefan Aust (Foto) steckt. Das meldet "Meedia". Die NDR-Produktionstochter und die Aust-Firma planten "eine langfristige Kooperation bei hochwertigen Programmen ... vor allem im non-fiktionalen Bereich". Agenda Media gehörte bisher Aust und Thorsten Pollfuß. Neben Studio Hamburg Produktion ist laut "Meedia" jetzt auch der Journalist Thomas Ammann als Gesellschafter eingestiegen. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Studio Hamburg Produktion, Michael Lehmann, werde neben Aust und Pollfuß in die Geschäftsführung von Agenda Media eintreten. Im Schoß von Agenda Media entwickelt Aust Print-Titel für die WAZ-Gruppe, darunter ein Nachrichtenmagazin, sowie TV-Formate (kress.de vom 1. Juli 2009). Außerdem moderiert er zusammen mit Sabine Christiansen seit Kurzem den Polittalk "Ihre Wahl!" bei Sat.1 - allerdings mit desaströsen Quoten.
Maltha verlässt Endemol, Timmermann und Leischik übernehmen
Executive Producer Daan Maltha, 59, verlässt die Produktionsfirma Endemol Deutschland GmbH. Laut einer Mitteilung hat man sich im gegenseitigen Einvernehmen getrennt. Seine Aufgaben bei "Nur die Liebe zählt" übernimmt ab sofort Mike Timmermann, 34, der bei dem Produktionsunternehmen bereits für Formate wie "Wipe Out", "Engel im Einsatz" und "Spoons" verantwortlich zeichnete. Julia Leischik, 38, betreut künftig als Executive Producer das RTL-Format "Vermisst". Maltha war seit 1993 Executive Producer bei Endemol Deutschland. Der gebürtige Holläner verantwortete u.a. die Fernsehshows "Nur die Liebe zählt", "Rache ist süß", "Die Chance deines Lebens", "Rose vom Ex", "Die Promi Playbackshow", "Deal or no Deal" und Doku-Formate wie "Vermisst".
Corinna Teuner neue Vox-Sprecherin
Corinna Teuner (Foto), 40, führt ab 1. Oktober 2009 die Pressestelle des Senders Vox. Die bisherige Redaktionsleiterin des firmen-eigenen Onlineportals "Frauenzimmer.de" besetzt den seit Juni vakanten Posten. Seit dem Weggang von Gabriela Leibl, 43, führte Sonja Harnisch, 37, die Abteilung kommissarisch (kress.de vom 28. Mai 2009). Harnisch wird Vox zum 31. Oktober verlassen - laut Unternehmen auf eigenen Wunsch. Sie wolle sich "neuen beruflichen Herausforderungen stellen". Harnisch war seit Januar 2001 als Pressereferentin für Vox tätig. Die künftige Sprecherin des Senders, Teuner, baute in den vergangenen Jahren das Onlineportal "Frauenzimmer.de" für RTL interactive und Vox auf. Zuvor arbeitete sie als Journalistin für RTL-Magazine und ist insgesamt schon 14 Jahre für die Mediengruppe RTL Deutschland tätig.
Bratzler neuer Leiter der SWR-Fernsehabteilung Wirtschaft
Clemens Bratzler übernimmt am 1. Oktober 2009 die Leitung der Fernsehabteilung Wirtschaft des Südwestrundfunks (SWR) in Stuttgart. Seine Vorgängerin Sabine Gaschütz, die die Abteilung seit 1992 leitete, wolle sich neuen Aufgaben widmen, so der Sender. Bratzler wird weiterhin das landespolitische Magazin "Zur Sache Baden-Württemberg!" im SWR Fernsehen moderieren. Als Nachfolger von Gaschütz verantwortet Bratzler das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin "Marktcheck", die Sendungen "ARD Auto & Verkehr" und "startklar - das automagazin" sowie die Zulieferung von Wirtschaftsthemen in die Fernseh-Nachrichten und in die "Wirtschaftsinformationen von der Börse". Ab 20. Oktober 2009 wird Bratzler die Servicesendung "Plusminus" im Ersten moderieren. Außerdem wird er im Ersten "ARD-Brennpunkte" und Sondersendungen präsentieren. Bratzler volontierte 1999/2000 beim SWR und arbeitet seitdem als Reporter und Redakteur vor allem für die Ressorts Aktuelles und Landespolitik.
"Bild.de" & Co auf Samsung- und Panasonic-TV-Geräten
Die Axel Springer AG hat auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) Widgets (Mini-Programme) für bestimmte internetfähige Fernseher vorgestellt. Besitzer geeigneter TV-Geräte der Marken Samsung und Panasonic können künftig verschiedene Angebote von "Bild.de", "TV Digital" und "Welt Online" abrufen, darunter Nachrichten, Videos, das Fernsehprogramm und Neuigkeiten über die Bundesliga. Voraussetzung ist ein Samsung-Gerät mit der Funktion "Internet@TV" oder ein Panasonic-Fernseher mit "Viera Cast". Bereits seit Anfang des Jahres bietet Springer Applikationen für Geräte von Philips an, die über die Net-TV-Funktion verfügen.
mehr...Sony-Sender übernimmt "Bunch.TV"-Format
Sony Pictures Television übernimmt vom 11. September an das Gaming -Magazin "Play´d" des Web-TV-Anbieters "Bunch.TV". Sony sendet das Format auf seinem Pay-TV-Sender Animax. Bereits seit Anfang August läuft das Kinomagazin "Seen" bei Kinowelt TV. Die Kölner Firma Paper Boy Productions, hinter der Marc Niki Jondral, 32, steht, hatte "Bunch.TV" Anfang 2008 übernommen. Das Angebot schreibe bereits eine schwarze Null, so Jondral gegenüber kress. Verschiedene Marken wie Desperados und Sennheiser sind als Sponsoren an Bord. Einen Blick hinter die Kulissen von "Bunch.TV" lesen Abonnenten des gedruckten kressreport 18/2009, der am 4. September erscheint.
Dariani: "Holtzbrinck hat aus StudiVZ Verwaltungseinheit gemacht"
Bei zehn Mio Euro, die ihm Holtzbrinck 2007 für seine Anteile an StudiVZ überwies, sollte Unternehmensgründer Ehssan Dariani (Foto) ein lohnender Kandidat für die "SZ"-Rubrik "Reden wir über Geld" ("Süddeutsche Zeitung", Freitagsausgabe) sein. War er auch. Im Interview wandert er auf dem schmalen Grat zwischen Arroganz und Selbstsicherheit. Mittlerweile 29, ist er immer noch auf der Suche nach einer neuen Aufgabe - mit folgendem Problem: "Ich kann in keiner Firma anfangen, in der ich viel weniger verdiene als die Erträge meines Vermögens." Diese, so berechnet die "SZ", dürften bei 300.000 Euro jährlich liegen - eine Rechnung, die laut Dariani nicht ganz falsch sei. Dass Holtzbrinck heute noch glücklich über den Kauf ist, glaubt er nicht: "Vielleicht wäre es das Beste gewesen, mit Facebook zu fusionieren." Die Zeitungsverkäufer aus Stuttgart hätten den innovativen Geist bei StudiVZ abgetötet und aus dem Laden "eine Verwaltungseinheit" gemacht. Dariani kennt auch einen der Gründe, wieso die neuen Eigner keine Gebühren für StudiVZ verlangen: "Die wollten keine zu hohen Umsätze bei StudiVZ, weil sie mir und den anderen Managern dann deutlich mehr zahlen müssten." (kress.de vom 23. Dezember 2008).
Die Online-Etats der Woche: smartclip vermarktet DMAX-Videos
Der Bewegtbild-Vermarkter smartclip vermarktet ab sofort den Online-Video-Content vom Männersender DMAX exklusiv. Alle bisherigen Vermarktungspartnerschaften hat der Sender aufgekündigt. Der Online-Vermarkter freexmedia bekommt künftig von nugg.ad Unterstützung beim Targeting. Nach einer dreimonatigen Testphase gelang es nugg.ad, den bisherigen Partner wunderloop auszustechen. Die Stuttgarter E-Business-Agentur dmc greift ab sofort dem Online-Shop Elégance bei der Suchmaschinenoptimierung unter die Arme.
ADC-Gipfel in Frankfurt oder München
Der Art Directors Club (ADC) macht es spannend: Der "Gipfel der Kreativität" findet laut einer Pressemitteilung in Frankfurt am Main oder in München statt. Dies habe der ADC-Vorstand am Donnerstag beschlossen. Erstmals hatte der Kreativ-Verein den Standort für den wichtigen Werbe-Branchenevent ausgeschrieben. Die Resonanz sei "überwältigend" gewesen, so ADC-Geschäftsführerin Susann Schronen. In der engeren Wahl hätten auch Düsseldorf und Hamburg gelegen. Vom Standortwechsel - seit 1994 ging der ADC-Gipfel ohne Unterbrechung in Berlin über die Bühne - verspricht man sich offiziell "neue Impulse". kress meint: Neue Impulse hätten die Kreativen vielleicht auch in Ostwestfalen oder Mecklenburg-Vorpommern gefunden. Im ADC gibt´s zur Zeit Streit um Finanzpolitik, zudem hat Vorstand Amir Kassaei seinen Rücktritt angekündigt (kress.de vom 25. August 2009).
Esener leitet externe Kommunikation bei Vodafone
Kuzey Esener, 37, hat bei Vodafone kommissarisch die Leitung der externen Kommunikation von Jens Kürten übernommen, der zum 1. September als stellvertretender Leiter Corporate Communication und Marketing zu Gerresheimer wechselte. Esener, seit März 2009 als Pressesprecher bei Vodafone Deutschland, leitet zudem seit 1. September die Wirtschafts- und Unternehmenspresse. Den von ihm aufgebauten Posten des Chefs vom Dienst der Pressestelle übergibt er am 1. Oktober an Sebastian Galle, 35, der bisher für das Düsseldorfer Landesstudio des ZDF arbeitete und für Sendungen wie "Heute" und "Heute Journal" berichtete. Ob Esener die Leitung der externen Kommunikation auf Dauer ausüben wird, ist noch unklar, laut Esener suche man aber nicht aktiv nach einem Nachfolger für Kürten.
Lüssenhop leitet PR und interne Kommunikation der Bahn
Antje Lüssenhop (Foto), 39, ist ab sofort neue Leiterin PR und interne Kommunikation der Bahn AG. Die bisherige Kommunikationsleiterin der Logistik-Tochter DB Schenker bestätigte dies gegenüber dem kress-Schwestertitel "PR Report". Lüssenhop war seit zweieinhalb Jahren Kommunikationsleiterin bei DB Schenker, vorher arbeitete sie für den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Lüssenhop berichtet an Oliver Schumacher, Konzernsprecher und Leiter Kommunikation der Deutschen Bahn. Vor Antritt des neuen Bahnchefs Rüdiger Gruber unterstand Schumacher zusätzlich noch die Marketing-Abteilung (kress.de vom 3. Juni 2009). Mit dem Abtritt des ehemaligen Bahnchefs Hartmut Mehdorn folgte die Trennung von Öffentlichkeitsarbeit und Werbung.
Credle neue Chef-Kreative bei Leo Burnett USA
Susan Credle (Foto), 45, wechselt am 5. Oktober als neue CCO (Chief Creative Officer) zur Agentur Leo Burnett USA. Weltweiter Chef bleibt Mark Tutssel (kress.de vom 9. Mai 2006). Credel kommt von BBDO New York, wo sie bislang als Executive Vice President/Executive Creative Director wirkte und Kunden wie M&M/Mars und Cingular/AT&T betreute. In ihrer neuen Rolle wird sie an Tutssel berichten und sowohl Leo Burnett als auch das Tochterunternehmen Arc in den USA führen. Leo Burnett ist eine 100%-ige Tochter von Publicis.
Die Werbe- und Mediaetats der Woche: LLR sichert sich ZDFneo-Etat
Die Hamburger Agentur Lukas Lindemann Rosinski (LLR) hat den Pitch um die Einführungskampagne von ZDFneo für sich entschieden. Die Kampagne für den Jugendkanal startet ab November in Print und TV, Mediaagentur ist Mediaplus. Saint Elmo's nimmt den Kampf gegen die Spielsucht auf: Die Agentur setzte sich im EU-weiten Pitch um den Etat der Landesstelle Glücksspielsucht in München durch. Scholz & Friends mag's sportlich und betreut ab sofort die Stiftung Deutsche Sporthilfe. Die Kommunikationsmaßnahmen starten im Herbst.
Die PR-Etats der Woche: Brandzeichen wäscht mit Ariel und Dash
Die Düsseldorfer Agentur Brandzeichen verantwortet ab sofort die Markenkommunikation für die Waschmittel Ariel und Dash aus dem Hause Procter & Gamble. Bohème PR lässt die Augsburger Puppen tanzen: S.A.D. Entertainment hat die Agentur mit der PR für DVD-Starts der "Augsburger Puppenkiste" sowie für das TV-Format "Pfarrer Braun" beauftragt. Bei Zucker.Kommunikation geht's lässig zu: Die Agentur übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit für das Sports- und Streetwear-Label Circa. Hansmann PR verantwortet die PR und Markteinführung von dem neuen Nintendo Wii-Karaokespiel "U Sing" vom Hersteller Mindscape und steigt damit ins Segment Digital Lifestyle ein. Wächter & Wächter kümmert sich ab sofort um sämtliche PR-Aktivitäten der Gemeinnützigen Wohungsfürsorge in München. Zu guter Letzt: Greenside PR, eine auf Corporate Social Responsibility (CSR) spezialisierte Agentur, begrüßt ihren ersten Kunden, das Modelabel Queen and Princess.
Spotschau: Wahlkampf-Special
Die CDU setzt im Wahlkampf auf Menschelei. Im "Wir"-Spot präsentiert die Partei Menschen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Herkunft mit emotionalen "Wir"-Botschaften. Soll heißen: "Nur die CDU spricht als Volkspartei alle Bevölkerungsgruppen in Deutschland an", so Generalsekretär Ronald Pofalla. Vom Programm der Partei erfährt der Zuschauer nichts.
In einem weiteren Wahlspot zeigt sich Bundeskanzlerin Angela Merkel ganz "authentisch und persönlich". Versonnen lässt sie große Ereignisse der deutschen Geschichte Revue passieren und macht sich dann forschen Schrittes daran, die Zukunft des Landes zu gestalten. Wahlkampf-Theatralik at its best. Wie gefallen Ihnen die CDU-Spots?
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