Der BGH hat entschieden:
Die Causa Helmut Markwort (Foto) gegen die "Saarbrücker Zeitung" hat vorerst ein Ende: Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am Dienstagnachmittag entschieden, dass der "Focus"-Chefredakteur keinen Unterlassungsanspruch gegen den Abdruck kritischer Interviewäußerungen hat. Im August 2008 hatte das Oberlandesgericht Hamburg noch dem Kläger recht gegeben, die "Saarbrücker Zeitung" ging daraufhin in Revision. Markwort erzürnte sich über ein Interview der Zeitung mit Roger Willemsen, in dem dieser u.a. sagte: "Das 'Focus'-Interview, das Markwort mit Ernst Jünger geführt haben will, war schon zwei Jahre zuvor in der 'Bunten' erschienen." Markwort war der Ansicht, dass diese Aussage seinem Image schade - das Interview hatte tatsächlich Axel Thorer geführt. Markwort reagiert: "Der BGH hat nun eine falsche Aussage über mich soweit legitimiert, dass der Eindruck entsteht, diese Unwahrheit dürfte in Zukunft weiter sanktionslos behauptet werden." Er erwägt jetzt eine Verfassungsbeschwerde - umblättern!
Bevor die Bundeskanzlerin am Dienstag gen Kabinettsklausur nach Meseberg entschwand, stattete sie den Zeitschriftenverlegern einen Besuch ab. Vor dem Hintergrund von 20 Jahren Mauerfall sprach Angela Merkel (Foto) zunächst über den Wert einer freien Presse. Dann schwenkte sie über zu den hard facts: "Mit reinem Idealismus kann man keine rentablen Medien produzieren." Die neue schwarz-gelbe Koalition will das Pressekartellrecht und das Medienkonzentrationsrecht überprüfen, ein Leistungsschutzrecht für Verlage einführen, den Schutz journalistischer Quellen fördern, die Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes für die Online-Presse debattieren und weitere Werbeverbote verhindern.
mehr...YouTube Direct:
Google will Bürger zu Journalisten machen
Der Suchmaschinen-Primus Google spendiert seinem Videoportal YouTube einen neuen Dienst namens YouTube Direct - damit können Bürger auf Journalisten machen oder umgekehrt Nachrichtenredaktionen mit Hobby-Reportern Kontakt aufnehmen. YouTube Direct soll es Betreibern von Internet-Seiten ermöglichen, interessante Clips direkt bei den Usern anzufordern, diese auf ihre Glaubwürdigkeit hin zu checken und zu veröffentlichen. Die Videos tauchen dann parallel dazu auch bei YouTube auf - mit Verweis. Umblättern zum kurzen Erklärungs-Film.
Gregor Vogelsang, Vizepräsident von Booz & Company, hat einen Rat für Zeitschriftenverleger. "Sie müssen anfangen, heilige Kühe in Ihrem Portfolio zu schlachten", rief er den Teilnehmern der VDZ-Zeitschriftentage am Montagnachmittag zu. Gemeinsam mit dem VDZ hat die Beratungsfirma die Studie "Wege in die Zukunft" erarbeitet, die auf Grundlage einer Befragung von 60 Verlagen weltweit entstanden ist. Die Ergebnisse sind erwartbar, aber konzise. So empfiehlt Vogelsang, nur solche Zeitschriften im Portfolio zu halten, die in ihrem Segment in Top-Marktpositionen liegen. Denn die Luft wird dünner: Bis 2015 gingen den Verlagen laut der Studie 500 Mio Euro Werbeumsatzerlöse und 200 Mio Euro Vertriebserlöse flöten. Warum Vogelsang auch vom Primat der Reichweite weg will - umblättern!
Werbezeit gegen Umsatzbeteiligung:
ProSiebenSat.1 startet SevenBrandVentures
ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling hatte es beim Sommerscreening Ende Juli bereits angekündigt, jetzt ist es offiziell so weit: Mit SevenBrandVentures geht der Medienkonzern das Geschäftsmodell Werbezeiten gegen Unternehmens- und Umsatzbeteiligungen an. Angesiedelt ist der Geschäftsbereich bei der 100%-igen P7S1-Tochter MM MerchandisingMedia, verantwortlich sind Hans Fink als Geschäftsführer und Antje Burda als Mitglied der Geschäftsleitung. SevenBrandVentures bietet seinen Partnern ein Rundum-Paket an: Vom Mediaplan bis hin zu Konzeption und Produktion der Spots und einer anschließenden Auswertung. Derzeit sind bereits 20 Projekte umgesetzt oder befinden sich in der Planungsphase. Denkbar sind laut P7S1 bis zu 40 Projekte. Unter www.sevenbrandventures.de hat P7S1 eine Art Bewerbungsportal eingerichtet. Zu den Kriterien gehört u.a., dass die Unternehmen noch nie im TV geworben haben. Für wen SevenBrandVentures bereits aktiv geworden ist, lesen Sie nach dem Umblättern.
Der kress-Quotencheck:
"Kerner"-Krise weitet sich aus
Der Werbeclaim "Die Woche startet mit Kerner" wächst sich immer mehr zur Bedrohung für Sat.1 aus: Ausgerechnet am Starttag der neuen Daily Soap, Herzstück einer umfassenden Montagsreform, versagte der blonde Talker erneut. Diesmal lockte Johannes B. Kerner (Foto) lediglich 1,26 Mio Zuschauer ab drei Jahren vor den Schirm (Gesamt-Marktanteil: 4,5%) – 350.000 weniger als noch vor sieben Tagen. Bei den 14- bis 49-Jährigen lag der Schnitt mit nur 540.000 Fans jetzt ebenfalls bei mageren 4,5% (Vorwoche: 6,4%). Schon am Vorabend lief's für die neue Herz-Schmerz-Endlosschmonzette "Eine wie keine" nicht gerade optimal: Mit 760.000 Jüngeren blieb der Neustart bei einem unterdurchschnittlichen Marktanteil von 10,5% hängen. Dieser dürfte aber steigerbar sein: Immerhin hat sich das einst hässliche Entlein "Anna und die Liebe" zum stolzen Quotenschwan geplustert. Mit 1,22 Mio jüngeren Zuschauern und einem Marktanteil von 14,6% war die Serie das stärkste Sat.1-Format am Montag. Wie Inka Bause ihr Schäferstündchen im Stroh genoss, erfahren Sie nach dem Klick.
Giovanni di Lorenzo sitzt ab 2010 im Kuratorium der "Zeit"-Stiftung
"Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo (Foto) gehört ab 1. Januar 2010 dem Kuratorium der "Zeit"-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius an. Er werde den Vorstand beraten und gemeinsam mit den 12 anderen Kuratoriumsmitgliedern Förderentscheidungen treffen. Aufgrund seines "seismografischen Gespürs für gesellschaftliche Entwicklungen" werde er für frische Impulse bei der Stiftung sorgen. Michael Berndt, bisher Leiter Finanzen, rückt zum gleichen Zeitpunkt zum hauptamtlichen Vorstandsmitglied auf. Neben di Lorenzo sitzen auch Altkanzler Helmut Schmidt und der frühere NDR-Intendant Jobst Plog im Kuratorium der Stiftung. Auf das Konto der "Zeit"-Stiftung gehen u.a. die Bucerius Law School und das Bucerius Kunst Forum.
Laut "taz" zahlt "Bild" Vergleich an "Lettre", Springer dementiert
Laut einem Bericht der "taz" zahlt der Springer-Verlag einen Vergleich in Höhe von 30.000 Euro an das Kulturmagazin "Lettre", um gegen den Abdruck einer Gegendarstellung herumzukommen. Ein Springer-Sprecher dementiert die Zahlung. Weitere Angaben macht der Verlag im Hinblick auf das laufende Verfahren nicht. Zur Erinnerung: "Bild" hatte ein "Lettre"-Interview mit Thilo Sarrazin zu großen Teilen im Blatt nachgedruckt und auf "Bild.de" in voller Länge veröffentlicht. "Lettre" drohte mit einer Schadensersatzklage, woraufhin Diekmann in seinem Blog behauptete, der Abdruck des Interviews sei von "Lettre"-Chef Frank Berberich abgesegnet worden. Das sah das Berliner Landgericht anders und verdonnerte "Bild" zu Gegendarstellung (kress.de vom 5. November 2009).
Betriebsrat des Berliner Verlags ruft zu Aktion auf
Der Betriebsrat des Berliner Verlags ruft zur vorzeitigen Bescherung zusammen. Am Dienstag um 12 Uhr sollen die Beschäftigten der Verlagsgruppe eine "automatische Contentpause" einlegen. Die Aktion richte sich "gegen Stellenabbau und den unsozialen Umgang mit den Gekündigten der 'Autogazette' und der 'Netzeitung'". Die Redakteure der zwei Online-Angebote sind demnächst ohne Job (kress.de vom 6. November 2009). Am Dienstag tagt auch der Verwaltungsrat des Verlags, weitere Kürzungen werden erwartet. Vor dem Verlagshaus soll ein Tannenbaum und eine durchsichtige Mülltonne aufgestellt werden, in der ein Computer zu sehen sein soll.
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Vogler wird Chefredakteur der "Westdeutschen Zeitung"
Martin Vogler (Foto), 54. wird zum 1. Februar 2010 Chefredakteur der Düsseldorfer "Westddeutschen Zeitung". Vogler, bisher Vize, übernimmt den Posten von Friedrich Roeingh, der als Chefredakteur zur "Allgemeinen Zeitung Mainz" wechselt (kress.de vom 21. September 2009 ). Die "WZ" erscheint im Verlag W. Girardet KG. Vogler ist seit 2004 Mitglied der WZ-Chefredaktion. Vorher war er unter anderem Chef vom Dienst beim Wirtschaftsmagazin "Capital".
Hitzeroth: Schneider übernimmt Anzeigen- und Verlagsleitung
Roger Schneider (Foto), 49, ist ab sofort Anzeigenleiter der Tageszeitung "Oberhessische Presse" in Marburg. Die bisherige Anzeigenleiterin Marina Kieweg hat nach der Rückkehr aus der Elternzeit ihre Doppelfunktion für die "Oberhessische Presse" und die "Waldeckische Landeszeitung" / "Frankenberger Zeitung" (Bing-Verlag) abgegeben, sie soll sich künftig auf die Leitung der Verkaufsorganisation im Korbacher Bing-Verlag konzentrieren. Roger Schneider, zuvor Anzeigenleiter für "Die Zeit" und die Düsseldorfer GWP, hat zudem die Verlagsleitung der "Gießener Zeitung" übernommen. Die "Mitmach-Zeitung" wird seit September 2008 von rund 3.000 "Bürger-Reportern" mit Beiträgen und Bildern bestückt und zweimal in der Woche in einer Auflage von rund 130.000 Exemplaren kostenlos verteilt. Gesellschafter sind das Druck- und Pressehaus Naumann und der Hitzeroth-Verlag, in dem auch die "Oberhessische Presse" erscheint. Am Hitzeroth-Verlag mit Sitz in Marburg ist die Verlagsgesellschaft Madsack mit 51% beteiligt, Wolfram Hitzeroth hält 49%.
Das Vierte modelt um: Neue Stellen für Rauno, Mahla und Burbes


Juliane Rauno (Foto), 45, ist ab sofort Programmdirektorin beim Spielfilmsender Das Vierte. Sie war dort bislang als Head of Acquisitions beschäftigt, in ihrer neuen Position wird sie sich auch weiterhin um den Programm-Einkauf kümmern. Vor ihrem Einstieg bei Das Vierte im Oktober 2008 arbeitete sie als Head of Acquisitions and Sales bei RTL II. Auch für Philipp Mahla (Foto, M.), 32, hat Das Vierte einen neuen Job: Der bisherige Senior Producer On Air Promotion übernimmt nun die Leitung der Promo-Abteilung. Er ist seit März 2009 beim Sender, davor war er bei NBC Universal Global Network (einstiger Inhaber von Das Vierte) Producer On Air Promotion für mehrere Sendermarken. Unternehmenssprecher Christoph Burbes (Foto, r.), 37, übernimmt zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben die Leitung des Marketings. Er blieb nach dem Verkauf des Senders an Mini Movie International im Juni 2008 als Sendersprecher an Bord, bei NBC Deutschland war er zudem stellvertretender Leiter Kommunikation und stellvertretender Unternehmenssprecher.
Kabel Deutschland wieder in der Gewinnzone
Kabel Deutschland hat in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres 2009/10 seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 10% auf 735,5 Mio Euro gesteigert. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wuchs um 16,2% auf 321,9 Mio Euro. Unter dem Strich machte der Konzern einen Gewinn von 4 Mio Euro. Im vergangenen Jahr hatte KDG noch einen Verlust von 20,6 Mio geschrieben. Die Zahl der Kabel-Abonnements ist laut KDG um knapp 600.000 auf 11,8 Mio gestiegen. Besonders bei den Internet- und Telefondiensten legte der Konzern zu. Die Zahl der Abonnements für digitales Pay-TV legte um 21.000 auf 844.000 Einheiten zu.
ARD verlängert mit Maischberger um zwei Jahre
Sandra Maischberger (Foto), 43, talkt mindestens zwei weitere Jahre in der ARD. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat ihren Vertrag bis ins Jahr 2012 verlängert. Maischberger präsentiert seit September 2003 die Sendung "Menschen bei Maischberger". Am Dienstag, dem 17. November, läuft die 250. Ausgabe der Talksendung. Die Quoten sind durchschnittlich, der Marktanteil bei den Zuschauern ab 3 liegt im Jahresverlauf bei rund 12,0% und damit knapp unter dem ARD-Schnitt (12,1%).
Vorbild Facebook: Bauer erweitert Community auf "Bravo.de"
Die Bauer Media Group legt in Sachen online einen höheren Gang ein und rüstet die "Bravo.de"-Community auf. Ab sofort gibt es auf den Profilseiten ein Gästebuch mit Kommentarfunktion, die Möglichkeit eigene Foren oder Blogs zu erstellen sowie eine Freunde-Funktion zum Netzwerken und öffentliche oder private Nutzergruppen. In einem nächsten Schritt steht eine Album-Funktion an, die das Hochladen von Fotos und Videos ermöglicht. Eine Verlaufsansicht soll die zuletzt betrachteten Medien und die aktuellen Aktivitäten von Freunden und Gruppen anzeigen. Das klingt alles ziemlich bekannt: Facebook hat sämtliche dieser Funktionen schon einiger Zeit - ebenso wie Holtzbrincks SchülerVZ, das eine ähnliche Zielgruppe bedient wie "Bravo.de". Der Unterschied: "Bravo.de" soll ein "content-orientiertes Entertainment-Portal" bleiben, sagt Kai Kromat, General Manager bei der Bauer Digital KG.
Süddeutscher Verlag will mit Foto-Community Geld verdienen
Süddeutsche Zeitung Photo, eine Tochter des Süddeutschen Verlags, hat die Fotocommunity "Timeline Images" ins Leben gerufen. Hier können Mitglieder ihre Fotos einstellen, andere kommentieren und sich austauschen. Bedingung ist allerdings, dass die Fotos älter als 20 Jahre sind. Im Gegensatz zur Spiegel-Fotocommunity "einestages.de" will der Süddeutsche Verlag mit dem Bildmaterial Geld verdienen: Käufer können die Fotos in verschiedenen Größen für Web- oder Print-Formate erwerben, bei entsprechender Qualität auch als Poster. Die Preise variieren von 5 bis 60 Euro. Die Urheber bekommen 30% an den Netto-Umsätzen.
Holtzbrinck installiert neue myphotobook-Führung
Kaspar von Mellenthin, 41, und Felix Zipse, 30, übernehmen zum Jahreswechsel als CEO bzw. CFO die Geschäftsführung der myphotobook GmbH. Das Gründerteam um David Diallo und Jan Christoph Gras (bisherige Geschäftsführer) sowie Marek Bärlein, Philipp Solf und Dominik Rehfeld übergibt damit zweieinhalb Jahre nach der Mehrheitsbeteiligung durch Holtzbrinck Networks die Leitung des Unternehmens ab. Von Mellenthin ist derzeit noch Geschäftsführer der epuli GmbH, einer Self-Publishing und Print-on-Demand-Plattform, die ebenfalls zu Holtzbrinck gehört. Zipse war in den vergangenen Jahren bereits als externe Berater für myphotobook tätig. Hintergrund: Die myphotobook GmbH betreibt die Websites www.myphotobook.de und www.fotoalbum.de, auf denen Nutzer Fotoalben erstellen und drucken lassen können. Das Unternehmen wurde 2004 in Berlin gegründet.
Studie: Europäer aufgeschlossener gegenüber Paid Content als Amis
Rund 60% der Westeuropäer würden für Online-News bezahlen - das berichtet die "New York Times" in Anlehnung an eine Studie der Boston Consulting Group (BCG). In den USA seien es dagegen "nur" 48%. Zudem würden die Amerikaner weniger zahlen als manche Europäer: Während die Befragten aus den USA und Australien gerade mal 3 Dollar im Monat für ein Online-Abo ausgeben würden, waren es in Italien schon 7 Dollar. Verantwortlich dafür sei laut BCG die Fülle an qualitativen kostenlosen Online-Nachrichten in den USA. Nutzer seien besonders gewillt, für Nachrichten zu zahlen, die einzigartig sind (wie Lokalnachrichten), die aktuell und bequem auf verschiedenen Geräten abrufbar sind. Nachrichten von Zeitungen stünden zudem höher im Kurs als solche von TV-Sendern, Websites oder Online-Portalen. Zeitungsleser sind jene Nutzer, die am ehesten auch Geld für Online-Nachrichten ausgeben würden. Während die Einnahmen aus Paid Content die Misere der US-Zeitungen zwar abmildern könnten, seien sie nicht in der Lage, den Niedergang gänzlich zu stoppen - so das durchwachsene Fazit der BCG. Insgesamt wurden für die Studie 5.000 Menschen auf neun Ländern befragt.
Time Warner stößt AOL im Dezember ab
Die Medienunternehmen AOL und Time Warner gehen zum Jahresende wie geplant wieder getrennte Wege. AOL, die bisherige Internetsparte, des Medienkonzerns, soll vom 10. Dezember an als eigenständiges Unternehmen geführt werden. Dann will Time Warner die Sparte getrennt an die Börse bringen. Die Aktionäre von Time Warner erhalten jeweils eine AOL-Aktie für elf Anteilsscheine an Time Warner in ihrem Depot, teilte der Konzern mit. Die Trennung nach dem 2001 mit großen Hoffnungen verbundenen Kauf von AOL war schon im Mai verkündet worden (kress.de vom 28. Mai 2009). Weil die Integration der beiden Unternehmen nicht gelang und das Internetgeschäft von AOL seit längerem schwächelte, wurde AOL für den Konzern zum Ballast.
Facebook und Twitter auf der Xbox 360 - PS3 zieht nach
Ein Software-Update spendiert der Microsoft-Spielkonsole Xbox 360 im Laufe des Tages die Dienste Facebook und Twitter. Nutzer können so z.B. bei Facebook ihren Status aktualisieren, anderen zeigen, welchen Film sie gerade schauen oder welches Spiel sie spielen. Zudem lassen sich Freunde anquatschen und deren Facebook-Einträge lesen oder Fotos betrachten. Microsoft ist an Facebook, dem momentan erfolgreichsten Social Network der Welt (300 Mio aktive Mitglieder), beteiligt. Mit der neuen Twitter-Funktion kann die Xbox-Gemeinde ferner direkt aus dem Menü heraus Tweets erstellen, Profile von Freunden ansehen oder nach Tweets zu aktuellen Spielen Ausschau halten. Ein weiteres Feature ist Zune: Hier lassen sich (HD-)Filme zusammen mit Freunden angucken. Voraussetzung für Facebook, Twitter & Co. auf der Xbox sind ein Xbox-Live-Gold-Konto und die Volljährigkeit der Nutzer. Microsofts Spiele-Rivale Sony will ebenfalls ein Stück vom Social-Network-Kuchen abhaben: So haben die Japaner gerade angekündigt, dass mit dem nächsten System-Update das Facebook-Logo auch auf der PS3-Benutzeroberfäche auftauchen wird. Weiterlesen auf bartlspielt.de - dort gibt es auch Videos zu den neuen Xbox- und PS3-Features!
EIAA-Studie: Werbegeld landet zunehmend im Internet
Die Online-Werbeausgaben stiegen auch im Krisenjahr 2009 weiter an - die klassischen Medien dagegen haben das Nachsehen. Dies bestätigt nun auch eine Umfrage der European Interactive Advertising Association (EIAA) unter 500 europäischen Marketing-Entscheidern. 83% der Befragten gaben an, die Werbeinvestionen in Online-Werbung erhöht zu haben, 94% haben dies auch 2010 vor. 2010 erwarten die Marketer einen Anstieg der Online-Werbegelder um 7,6%, 2011 sollen es weitere 15% sein. Wachstumstreiber der Internet-Werbung sind vor allem Targeting und Kosteneffizienz. Mobile Marketing mausert sich dank Smartphones zum ernstzunehmenden Instrument: 33% der befragten Unternehmen nutzen bereits Mobile Advertising in ihrem Werbemix. Die Umschichtung der Werbegelder bekam 2009 laut EIAA-Studie besonders TV und das klassische Direktmarketing zu spüren. 36% der Befragten gaben an, das zusätzliche Online-Werbegeld im zweiten Halbjahr 2009 aus dem TV-Topf genommen zu haben, bei Direktmarketing und den Zeitschriften zwackten je 30% etwas ab.
EyeWonder holt Röhlk
Claus Röhlk (Foto), 42, ist neuer Key Account Manager bei EyeWonder, einem Technik-Dienstleister für Rich Media und Bewegtbildwerbung. Röhlk arbeitet vom Hamburger Standort aus und kümmert sich um den Vertrieb in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er wechselt von Axel Springer Financial Media, wo er ebenfalls als Key Account Manager tätig war. Davor arbeitete er u.a. für Lycos, Adlink und iq media marketing.
Ewig steigt bei Wunderman zum COO auf
Alexander Ewig (Foto), 35, hat die Position des COO bei Wunderman Deutschland übernommen. Neben der Geschäftsführung des Münchner Büros ist er damit außerdem für das operative Geschäft als auch die Neukundengewinnung sowie den Ausbau des Digital-Geschäfts von Wunderman zuständig. Ewig wechselte im September von MRM Worldwide zu Wunderman, er folgte damals dem Kunden Microsoft (kress.de vom 18. August 2009). Bei MRM war CEO, davor arbeitete er u.a. als Director Marketing and Productmanagement bei klicktel, Sprecher der Geschäftsleitung von Ogilvy Interactive Deutschland und Managing Director bei der denkwerk medienagentur.
Tilger wird im März Kommunikationschef bei Henkel
Carsten Tilger (Foto), 42, übernimmt zum 1. März 2010 die Leitung der Henkel-Unternehmenskommunikation. In der Funktion berichtet er als Corporate Senior Vice President direkt an den Vorstandsvorsitzenden Kasper Rorsted. Tilger folgt auf Marcus Kuhnert, der die Kommunikationsleitung nach dem Abgang von Ernst Primosch im Juli 2009 kommissarisch leitete. Tilger war zuletzt Leiter Corporate Communications der Schweizer Syngenta AG, davor leitete er die Unternehmenskommunikation von Kabel Deutschland. Zum Konsumgüterkonzern Henkel gehören u.a. die Marken Persil, Schwarzkopf und Fa.
wbpr und talkabout bilden gemeinsames Team für Social Media

Die beiden PR-Agenturen wbpr und talkabout communications verbünden sich in Sachen Social Media. Die Agenturen fassen zehn Social-Media-Mündige in einem Team zusammen und wollen so gemeinsam ausgewählte Akquise- und Konzeptionsprojekte sowie bereits laufende Social-Media-Kampagnen wuppen.
Spotschau: Hals über Kopf
Schon unsere Vorfahren wurden von Halsschmerzen geplagt. Damals wurden die Symptome allerdings noch mit der Holz-Hammer-Methode bekämpft. Witziger Spot für Mucoangin aus der Kreativ-Werkstatt von Philipp und Keuntje
Wehe, wenn er losgelassen - der Bär, der eigentlich ein Autoschlüsselanhänger ist. Putziger Spot von JWT für den Ford Everest.
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