Gespannt hatte die Spiele-Welt am Dienstagabend nach Köln geschaut. Sony hielt dort im Vorfeld der Branchenmesse Gamescom eine Pressekonferenz ab. Im Gegensatz zum vorigen Jahr hatten die Japaner diesmal aber keinen Knaller im Gepäck. Lediglich neue PlayStation-3-Modelle mit mehr Speicher soll es geben. Über das kolportierte PlayStation-Handy verlor Sony kein Wort.
Mitte September bringt Sony hierzulande ein Playstation-3-Modell mit 320-Gigabyte-Festplatte und PlayStation Move in die Läden. Kostenpunkt: 349 Euro. Ab Oktober wird außerdem das 120 GB-Modell von einem Modell mit 160GB Speicher abgelöst. Der Preis bleibt bei 299 Euro.
Die Bewegungssteuerung PlayStation Move gibt es ab 15. September für 59 Euro zu kaufen. Für das Geld kriegt der Spieler eine Kamera, einen Motion-Controller und Spiele. Microsoft hatte ebenfalls in Köln bekanntgegeben, dass sein auf der US-Spielemesse E3 enthülltes Konkurrenzprodukt Kinect ab dem 10. November für 299 Euro zu haben ist, im Paket mit einer Xbox 360 und 4GB Speicher internem Flashspeicher. Sony und Microsoft wollen damit Marktführer Nintendo Paroli bieten. Die Attacke kommt spät.
Sony kündigte in Köln für seine PlayStation auch den Video-on-Demand-Dienst "MUBI" an, der ein "anspruchsvolles Film-Publikum" erfreuen soll. Arthouse-Streifen und Tarrantino-Werke gibt es hier online zu kaufen. Start: Oktober.
Das Beste behält man sich bekanntlich zum Schluss auf. Im vorigen Jahr war es auf der Sony-PK die heiß ersehnte, auch im Preis schmalere, PS3 Slim und diesmal? Nur die Ankündigung, dass "Resistance 3" im nächsten Jahr erscheinen soll. Ohne Frage ist die "Resistance"-Action-Reihe mit das Beste, was die PS3 zu bieten hat, aber die Gamescom-Macher hätten sich bestimmt nicht beschwert, wenn Sony ein anderes Kaliber aus dem Hut gezaubert hätte.
Beispielsweise ein PlayStation-Handy, über das das meist gut informierte US-Blog "Engadget" berichtet hatte: Eine Mischung aus PSP und Android-Smartphone soll es sein und Sony Ericsson wolle es schon im Oktober an den Start bringen, hieß es dort. Apple mit iPhone und iPad macht Sonys tragbarer Spielkonsole PSP schwer zu schaffen. Und natürlich Nintendo, das auf der E3 mit seiner 3-D-Variante 3DS für viel Aufsehen gesorgt hatte.
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