Keine Knaller, aber Zuschauerrekord:
Gamescom lockt 254.000 Besucher an

Jubel in Köln. Nicht beim FC, sondern bei den Machern der Gamescom. Die Spielemesse zog diesmal 254.000 Besucher an. Das sind 9.000 mehr als bei der Premiere im Vorjahr. Von Donnerstag bis Sonntag waren die Tore für das breite Publikum geöffnet, am Mittwoch schauten Fachbesucher und Medienschaffende vorbei. Mit dem Besucherrekord hat sich die Gamescom als weltgrößte Computerspielemesse etabliert - bahnbrechende Neuvorstellungen suchte man in Köln allerdings vergebens.

Ende September könnte theoretisch noch die Tokyo Game Show in Bezug auf die Besucherzahlen an der Gamescom vorbeiziehen. Doch das ist unwahrscheinlich - schon im Vorjahr hatte die Veranstaltung rund 60.000 Besucher weniger als die Kölner Ausgabe. Die E3 in Los Angeles verzeichnete Anfang Juni als Einladungs- und Fach-Event vergleichsweise wenig Publikum, konnte aber mit großen Neuvorstellungen die Blicke der Spielewelt auf sich ziehen: So präsentierte Microsoft seine Bewegungssteuerung Kinect und Nintendo eroberte die Herzen der Besucher mit dem Nintendo 3DS.

Auf der Gamescom blieben die großen Knaller aus. Das im Vorfeld der Messe kolportierte PlayStation Handy blieb in der Schublade. Im vorigen Jahr hatte Sony noch die PS3 Slim aus dem Hut gezaubert. Immerhin rund 200 neue Spiele wurden in Köln vorgestellt und viele Deals zum Weihnachtsgeschäft eingetütet. Der Termin im August macht die Gamescom für die Spielefirmen als Handelsplattform interessant. "Wir haben so viele internationale Branchenvertreter wie noch nie in Köln versammelt", betonte Olalf Wolters, Geschäftsführer des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware

Als bestes Gamescom-Spiel zeichnete eine Jury übrigens den Sony-Titel "Gran Turismo 5" aus. Bei der Hardware gewann "PlayStation Move", ebenfalls Sony.

Im nächsten Jahr steigt die Gamescom vom 17. bis 21. August.

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