Die Spielebranche im Wandel:
Electronic Arts verbündet sich mit Bigpoint

Der US-Computerspieleriese Electronic Arts und der deutsche Onlinespielehersteller Bigpoint machen gemeinsame Sache. "Beide Partner bringen ihre Qualitäten ein: Bigpoint die Vermarktung, EA die Spieleentwicklung", so Bigpoint-Chef Heiko Hubertz gegenüber dpa. Erste Frucht der Zusammenarbeit soll das Online-Rollenspiel "Lord of Ultima" sein.

Hubertz spricht von einem strategischen Schritt, sehr hochwertige Spiele von traditionellen Publishern als Online-Games anbieten zu können. Für EA-Manager Sean Decker ist Bigpoint mit seiner "globalen Reichweite" und seinem Verständnis des Onlinespiele-Marktes "der ideale Partner".

Bigpoint hat nach eigenen Angaben mehr als 170 Mio registrierte Nutzer für seine Onlinespiele. Für Reichweite sorgen in Deutschland auch die Partner Bild.de, ProSieben und RTL.

EA hat Milliarden mit Spielen wie "Die Sims", "Need for Speed" oder "FIFA" gescheffelt. Doch immer häufiger spart sich die Spieler-Gemeinde die 60 Euro für die Games, deren Produktions- und Werbekosten Hollywood-Blockbustern gleichkommen, und vergnügt sich mit kostenlosen Online-Spielen. EA muss mit diesem Trend mitgehen, hat sich beispielsweise für mehre Hundert Millionen beim Facebook-Spiele-Anbieter Playfish eingekauft.

Das Hamburger Unternehmen Bigpoint verdient sich mit dem Verkauf virtueller Güter eine goldene Nase: Spieler können sich für wenig Geld Vorteile im Onlinespiel verschaffen, beispielsweise durch eine bessere Ausrüstung. Das Geschäftsmodell brummt.

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