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Rügen verteilt
hat mal wieder der Deutsche Werberat. Drei Firmen haben diesmal Schelte von dem Gremium bekommen, weil in ihren Reklame-Motiven das "erforderliche Maß an Rücksicht auf die Menschenwürde" fehle. Ein Piercing-Studio aus Celle hat auf Plakaten das Bild eines Babys mit gepiercter Unterlippe, Nasenspitze und Nasenwurzel und tätowierter Schulter abgebildet, dazu der Slogan "21 Jahre Erfahrung". Selbst als Fotomontage genüge das Bild durch seinen auffordernden Charakter nicht den Ansprüchen von Menschenwürde, sagt der Werberat. Uneinsichtig zeigte sich des weiteren eine Schweizer Firma, die sich mit der Reklame für ihre Fleischverarbeitungsmaschinen schon zum zweiten mal einen Rüffel eingefangen haben. Das Unternehmen zeigt ein nacktes Frauenhinterteil samt dem Spruch "Jeder Schinken braucht die korrekte Behandlung". Last not Least: die Zeitungsanzeigen eines Kölner Fahrradhändlers. Das Motiv zeigt ein Gruppenbild eines afrikanischen Stammes, die vermutlich ob der Schönheitsideale ihrer ethnischen Gruppe extrem vergrößerte Hodensäcken zur Schau tragen. Dazu die Copy: "Frohe Ostern! Wir haben auch noch ein paar Überraschungen, die von Ostern übrig geblieben sind..." . Der Werberat fand das gar nicht lustig (im Gegensatz zu uns) und tadelte die "schamlose kommerzielle Ausbeutung körperlicher Symbole bei Naturvölkern."
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