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24.09.2004  12:00

Rüffel-Parade: Deutscher Presserat rügt in elf Fällen.

Elfmal
hat der Deutsche Presserat jetzt die Gelbe Karte gezückt - so viele Rügen wegen Schleichwerbung und Verletzungen des Persönlichkeitsrechts erteilte das Kontrollgremium bei seinen jüngsten Sitzungen. "Bild" ist gleich dreimal dabei. Der Presserat rügte das Boulevardblatt u.a. deswegen, weil es unter der Überschrift "Benzinwut! Berlins erster Tankwart tot" berichtet und ein Foto des Mannes veröffentlicht hatte. Zwei Rügen wegen Verletzungen von Persönlichkeitsrechten bekam die "B.Z.", eine die "Dresdner Morgenpost". Der Schleichwerbung haben sich nach Auffassung des Presserates die "Berliner Zeitung", die "Neue Westfälische", der "Tagesspiegel", das Studentenmagazin "Unicum" und die "Economy Tribune" schuldig gemacht. "Unicum" zum Beispiel hatte einen Artikel über "Netzhits von Musicload" mit dem Satz "also nix wie ab zu www.musicload.de" beendet. Das sei "eine eindeutig werbliche Aussage", so der Presserat.

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