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Jakob Augstein über "Spiegel"-Machtverhältnisse:
"Die KG gibt die Richtung vor"
In dem Machtkampf zwischen der Mitarbeiter KG des Spiegel Verlags und Mitgesellschafter Gruner + Jahr um den umstrittenen Geschäftsführer Mario Frank, 49, hat sich nun der Sprecher der Erbengemeinschaft Jakob Augstein (Foto), 40, eingeschaltet. Im Interview mit kress sagte Augstein: "Ich muss zur Kenntnis nehmen, dass die Mitarbeiter KG Herrn Frank das Vertrauen entzogen hat und die Vollversammlung der Mitarbeiter diese Entscheidung stützt. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Geschäftsführer seiner Arbeit auf Dauer ohne Rückendeckung des Hauptgesellschafters nachgehen kann." Zuvor hatte G+J-Chef Bernd Kundrun, 50, Mario Frank in einem Interview mit der "Süddeutschen" verteidigt und deutlich gemacht, dass er es nicht billigt, wenn Personalentscheidungen einseitig von einem Gesellschafter getroffen werden. KG und G+J müssten zusammenwirken, idealerweise in Abstimmung mit den Erben des "Spiegel"-Gründers. Jakob Augstein sagte dazu gegenüber kress: "Für mich haben die Mitarbeiter ein größeres Gewicht als Gruner + Jahr. Die KG gibt die Richtung für das Haus vor, Gruner ist die Kontrollinstanz, die Erben sind die Berater." Alle Beteiligten müssten sich nun "sehr schnell" zusammensetzen, um eine Lösung zu suchen.
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