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Der Münchner TV-Konzern ProSiebenSat.1 Media hat sein neues Vermarktungsmodell für TV-Werbung in Deutschland ausgebessert. Laut Vorstandschef Guillaume de Posch (Foto) sei man inzwischen mit "den wichtigsten Mediaagenturen handelseinig geworden". Das neue Modell habe die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2008 negativ beeinflusst, so de Posch auf der Hauptversammlung des Unternehmens. Einige große Mediaagenturen hätten das Modell nicht akzeptiert. Zur Erinnerung: ProSiebenSat.1 hatte ein neues Verkaufsmodell für Werbezeiten Ende 2007 eingeführt, nachdem das Unternehmen in einem Verfahren des deutschen Kartellamts ein Bußgeld wegen Wettbewerbsbeschränkung auferlegt bekommen hatte. Nach dem schwachen Start ins Jahr rechnet de Posch in der zweiten Jahreshälfte mit besseren Werbegeschäften. Allzu großen Optimismus hegt er jedoch nicht: Das Branchenwachstum werde allenfalls bei 1% liegen. Fürs Ausland sieht er ein Plus von 4%. In Skandinavien und den Niederlanden prüft ProSiebenSat.1 den Verkauf von Randgeschäften, zudem hat die Sendergruppe im Frühjahr für gut 15 Mio Euro eigene Aktien an der Börse erworben. Vorstand Peter Christmann hat auf der Hauptversammlung selbst um die Verschiebung seiner Entlastung gebeten.
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