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sid pfeift Olympia-Mann Hennig zurück
Der Sport-Informationsdienst (sid) zieht seinen Mann in China, Dieter Hennig, 64, zurück. Hennig ist einer von drei Redaktionsleitern des sid und hatte für die Nachrichtenagentur von den Olympischen Spielen in Peking berichtet. Jüngst war er durch eine eher unkritische Haltung gegenüber China und eine wiederholte Falschmeldung aufgefallen. So hatte der sid mehrfach gemeldet, China habe die Internetzensur aufgehoben. In Wahrheit war sie allerdings nur gelockert worden. Während das Gros der Medien nach einer anschließenden IOC-Pressekonferenz von der Naivität des Komitees sprach, betonte der sid, dass IOC-Präsident Jaques Rogge Chinas Zugeständnisse als "beispiellos" gewürdigt habe. Im Übrigen ist Hennig auserwählt, am Mittwoch als einer von 5 ausländischen Journalisten die olympische Fackel zu tragen. Medienblogger Stefan Niggemeier hatte über die "Peking-Enten" des Dieter Hennig berichtet. sid-Chef Michael Cremer zog jetzt Konsequenzen und beorderte Hennig zurück. "Es war ein notwendiger Schritt, um unsere Glaubwürdigkeit zu bewahren", sagte Cremer gegenüber "Zeit Online". Die olympische Fackel dürfe er lediglich als "Privatmann" führen. In Peking kümmert sich fortan Christian Klaue um die IOC-Berichterstattung. Bereits vor den Olympischen Spielen stand fest, dass Hennig sich nach dem Ereignis in den Ruhestand verabschieden wird. Sein Nachfolger in der Redaktionsleitung wird Thomas Lipinski.
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