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LinkedIn drängt nach Deutschland
Das US-Business-Netzwerk LinkedIn plant seinen Deutschland-Eintritt für Ende 2008. Das bestätigte Gründer Reid Hoffman (Foto) gegenüber dem Internetmagazin "Tomorrow" (ET: 21. August). "Geplant haben wir den deutschen Start ja schon einige Zeit, aber irgendwie kam immer ein anderes Projekt dazwischen", gibt Hoffman zu. Der Schritt kommt nicht überraschend: Im Juni hatte LinkedIn eine kräftige Finanzspritze von 53 Mio Dollar eingesackt, die das Unternehmen in die Expansion in Europa pumpen will (kress.de vom 18. Juni 2008). Im Juli wurde das Europa-Personal am Londoner Standort aufgestockt (kress.de vom 21. Juli 2008). Derzeit stammen gerade mal 6 Mio der 23 Mio Mitglieder weltweit aus Europa. In Deutschland erwartet LinkedIn bereits der starke Konkurrent Xing. Hoffman sieht LinkedIn aber gut aufgestellt: "Wir bieten mehr Features als Xing - die meisten sogar kostenlos." Der Eintritt in den deutschen Markt kommt allerdings reichlich spät. Zum Vergleich: Die Social Community Facebook kommt mit ihrer deutschen Version, die Anfang des Jahres startete, immer noch nicht so recht auf einen grünen Zweig - und muss sich in Sachen Nutzerzahlen dem deutschen Platzhirschen StudiVZ und SchülerVZ geschlagen geben. Als Vorteil könnten LinkedIn allerdings die internationalen Geschäftskontakte dienen, besonders jene aus den USA.
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