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03.02.2009  12:00

dpa nimmt WAZ-Titel genau unter die Lupe.

Streit um Informationsquellen:

dpa nimmt WAZ-Titel unter die Lupe

Die Nachrichtenagentur dpa übt Druck auf die Essener WAZ Mediengruppe aus: Laut einem "SZ"-Bericht (Dienstagsausgabe) sammeln derzeit dpa-Kontrolleure in WAZ-Zeitungen eifrig nach vermeintlichen Belegen, dass WAZ-Redakteure trotz Vertragskündigung noch immer mit dpa-Material arbeiten. Die Vermutung: Sie bezögen die dpa-Meldungen schlicht von ihren Kollegen im Internet. Stutzig wurde dpa-Chef Wilm Herlyn den Angaben zufolge nach einem Beitrag des NDR-Medienmagazins "Zapp". WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz hatte sich dort offenbar etwas aus dem Fenster gelehnt: "So, wie wir Informationen von dpa benutzen oder weiter daran arbeiten, so machen wir es auch mit anderen Informationsquellen, ohne für diese Informationsquellen zu bezahlen. Vielleicht ist es ein Stück weit die neue Welt." Reitz selbst bewertete den "Zapp"-Beitrag laut "SZ" als "tendenziös" zusammengeschnitten. WAZ-Boss Christian Nienhaus ergänzt: "Wir nutzen keine dpa-Meldungen aus dem Internet".

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