IMAGE###||###
"Unangemessen sensationelle Darstellung" des Amoklaufs:
Deutscher Presserat rügt "Bild"
Die Beschwerdeausschüsse des Deutschen Presserats haben sechs öffentliche und fünf nicht-öffentliche Rügen ausgesprochen. Schwerpunkt der Tagung am 19. und 20. Mai 2009 war die Berichterstattung über den Amoklauf von Winnenden. Eine nicht-öffentliche Rüge sprach das Gremium gegen "Bild.de" aus. Auf der Internetseite wurden die vollen Vor- und Nachnamen mehrerer Opfer des Amoklaufs genannt - laut Presserat ein Verstoß gegen die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen und Hinterbliebenen. Öffentlich rügte man die "Bild"-Zeitung, die mit einer Fotomontage des Amokläufers und einer Grafik, die eine Situation des Geschehens nachstellte, "unangemessen sensationell" agierte. Da die Grafik auch online zu sehen war, wurde auch gegen "Bild.de" eine öffentliche Rüge ausgesprochen. Welche Medien sich noch einen Rüffel der Presse-Sittenwächter einfingen steht nach dem Umblättern.
Dieser Newseintrag ist älter als 30 Tage und daher nur für Abonnenten des kressreport zugänglich. Wenn Sie den Artikel ganz lesen und uneingeschränkten Zugang zu unserem Archiv haben wollen, hinterlegen Sie doch bitte im Kontrollzentrum Ihre Abonummer unter dem Punkt "Archivzugang freischalten". Dort können Sie nun Ihre Abonummer eintragen und unser XXL-Archiv, das bis ins Jahr 1966 zurückreicht, steht Ihnen offen.