Das Datenleck wird immer größer:
Sony meldet Cyber-Attacke auf weiteres Spielenetzwerk

Game over?! Sony hat einen weiteren Groß-Diebstahl von Kundendaten eingeräumt. Hacker haben sich nach Angaben des japanischen Konzerns Zutritt in das Spielenetzwerk Sony Online Entertainment verschafft. Hier seien möglicherweise persönliche Informationen von etwa 24,6 Mio Nutzern geklaut worden. Über SOE können PC- und Spielkonsolen-Besitzer online gegeneinander antreten.

Besonders beliebt sind hier Games wie "Star Wars Galaxy" und "Everquest", deren Spielgemeinde nun erst einmal eine Zwangspause einlegen muss: Sony hat dem Netzwerk an diesem Montagmorgen den Stecker gezogen. Der Datendiebstahl selbst ereignete sich den Angaben zufolge aber bereits am 16. und 17. April.

SOE ist auch mit Facebook verbandelt. Sony hat deswegen dort ansässige Games wie "Dungeon Overload" und "Wildlife Refuge" erst mal in Sicherheit gebracht. Ob hier Nutzerdaten in fremde Hände gelangt seien - unklar.

Aber das Datenleck ist offenbar noch größer: Auch in eine alten Sony-Datenbank aus dem Jahr 2007 sollen die Internet-Piraten eingedrungen sein. Dabei seien möglicherweise auch mehr als 10.000 Kunden in Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Spanien betroffen, heißt es bei Sony. In der Datenbank sollen die Hacker auf Nummern von Kredit- oder Debitkarten und Buchungsauszüge mit Bankkontennummern gestoßen sein. Bei den SOE-Datensätzen gehe es um Passwörter, Namen, Adressen, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten und Telefonnummern gehen.

Die Stellungnahme von Sony an die Sony-Online-Entertainment-Kundschaft

Sonys Datenleck umfasst bereits das PlayStation Network sowie den Musik- und Filmdienst Qriocity (kress.de vom 27. April 2011). Hier geht es um 77 Mio Kundendaten. Wegen seiner Krisen-PR steht das Unternehmen bei Kunden, Datenschützern und Politikern scharf in der Kritik. Als Konsequenz aus dem Mega-Datenklau sollen nun höhere Standards für den Datenschutz und die Verschlüsselung eingeführt werden (kress.de vom 1. Mai 2011).

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