Berufsweg
1997 - 2000 Arthur D. Little International Inc.; 2000 - 2004 Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH, Leiter Beteiligungsmanagement; 2001 - 2003 zugleich MARKET MAKER Software AG, Mitglied des Vorstands, CFO; 2005 - 2006 Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, Senior Vice President Controlling/Mergers & Acquisitions
Ausbildung
1992 Diplom-Kaufmann Universität Hamburg; 1996 Dr. rer. pol. Georg-August-Universität Göttingen
Der bisherige "Handelsblatt"-Geschäftsführer Joachim Liebler (Foto, 45), wird zum 1. April 2010 Sprecher der Geschäftsführung beim "Tagesspiegel". Er wird dort mit der Geschäftsführerin Marion Bleß zusammenarbeiten. Liebler folgt auf Frank Lüdecke, der seine Tätigkeit als Sprecher der "Tagesspiegel"-Geschäftsführung zum 31. März 2010 beendet. mehr
Zumindest bis Ende Juli liegt das Abbauprogramm bei der Verlagsgruppe Handelsblatt (VHB) auf Eis: Offenbar weil er sich schlecht informiert fühlte, erwirkte der Betriebsrat vor dem Arbeitsgericht Düsseldorf eine Einstweilige Verfügung gegen das eigene Haus. Der VHB wird untersagt, "im Rahmen der geplanten Betriebsänderung 'Initiativen 2009' Kündigungen, Änderungskündigungen, Versetzungen, Entlassungen oder den Abschluss von Aufhebungs- oder Änderungsverträgen mit den Mitarbeitern vorzunehmen", heißt es in einem Schrieb des Gerichts. Die EV, befristet bis 31. Juli, verdonnert die VHB-Chefetage um Joachim Liebler und Tobias Schulz-Isenbeck dazu, genau aufzuschlüsseln, in welchen Abteilungen, Gruppen und Teams wie viele der geplanten 150 Jobs eingespart werden sollen. Zudem sollen die Chefs ihre Pläne anhand detaillierter Organigramme mit dem Betriebsrat besprechen. Gekürzt wird vor allem in der Verlagsverwaltung - diejenigen, die bleiben dürfen, sollen in eine Servicegesellschaft umziehen. Umblättern.
Die gute Nachricht von Geschäftsführer Tobias Schulz-Isenbeck (Foto) an seine Mitarbeiter bei der Verlagsgruppe Handelsblatt (VHB) war: Es werde nicht zu betriebsbedingten Kündigungen kommen. Gespart werden müsse in der Verlagsgruppe freilich schon. Zahlen nannte er gegenüber den Mitarbeitern nicht. Intern kursiert allerdings die Zahl von 20 Mio. Euro. Dabei handelt es sich nach kress-Informationen nicht um eine Sparvorgabe aus dem Hauptquartier der VHB-Mutter Holtzbrinck in Stuttgart, sondern um eine Ergebnislücke. Demnach sollen an den ehrgeizigen Zielen, die man sich für das laufende Jahr vorgenommen hatte, eben besagte 20 Mio. fehlen. Wie die VHB die Lücke stopfen will - umblättern!
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