Berufsweg
Parallel zur Promotionsarbeit war Hubert Burda in der Münchner Redaktion von BUNTE tätig. 1966 überträgt ihm Senator Dr. Franz Burda die Leitung des Münchner Verlagshauses, 1973 übernimmt er die Verantwortung für den gesamten Verlagsbereich.
Ende 1986 übernahm Dr. Hubert Burda das Verlags- und Druckunternehmen mit damals 15 Zeitschriften. Er baute das deutsche Verlagsgeschäft aus, setzte verstärkt auf die Internationalisierung der Verlagsaktivitäten, machte Online, Hörfunk und TV zu soliden Geschäftsfeldern - und führte damit das traditionsreiche Familienunternehmen erfolgreich ins dritte Jahrtausend. Unter seiner strategischen Führung gelang im Jahr 1993 mit dem Nachrichtenmagazin FOCUS die erfolgreichste Zeitschriften-Neueinführung in der Geschichte der deutschen Publizistik. Heute bietet Hubert Burda Media seinen Lesern, Zuschauern, Hörern, Nutzern und Kunden mit über 240 Zeitschriften und Magazinen in 27 Ländern, mit Online-Portalen, TV-Formaten und Internet-Dienstleistungen die ganze Welt der Kommunikation.
Prof. Dr. Hubert Burda ist Präsident des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und Mitbegründer des European Publishers Council (EPC). Er vergibt den Hermann-Lenz-Preis für deutschsprachige Literatur und gründete die Hubert-Burda-Stiftung, um den interdisziplinären Austausch von Erkenntnissen und Ideen über Zukunftsthemen voranzutreiben. Als Vorsitzender des Hochschulrats der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) setzte sich Dr. Burda von 1999 bis 2007 für die verstärkte Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft ein. Das Hubert Burda Center for Innovative Communications, ein Institut für Neue Medien, schuf er in der Ben-Gurion-Universität im israelischen Beer Sheva. Engagiert unterstützt Dr. Hubert Burda mit den „Partners in Tolerance" Steven Spielbergs Shoah Foundation und die Produktion der CD-ROM mit Zeugnissen der Holocaust-Überlebenden für den Unterricht an Schulen.
Für seine verlegerischen und unternehmerischen Leistungen ist Hubert Burda mit zahlreichen Preisen geehrt worden, darunter mit dem „Europäischen Print Medien Preis". Im Oktober 2001 erhielt er die „Goldmedal Freedom of Speech" des europäischen Verbandes der Kommunikationsagenturen EACA für sein Engagement im Kampf gegen ein EU-Tabakwerbeverbot. Das 1996 an ihn verliehene Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wurde 2002 durch das Große Verdienstkreuz ergänzt. Zu Burdas 60. Geburtstag am 9. Februar 2000 verlieh der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg während der Einweihung des hochmodernen Redaktions- und Verlagshauses Burda Medien Park dem Verleger den Ehrentitel Professor. Im Juli 2002 verlieh die Staatliche Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe die Ehrensenatorwürde an Prof. Dr. Hubert Burda. Im Herbst 2006 wurde Dr. Hubert Burda mit dem Leo-Baeck-Preis geehrt. Im Oktober 2008 zeichnete Bundespräsident Horst Köhler ihn mit dem Bundesverdienstkreuz aus.
Ausbildung
Nach seinem Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Soziologie an der Ludwig- Maximilians-Universität in München (1960-65) promovierte Hubert Burda zum Dr. phil. mit der Arbeit „Die Ruinen in den Bildern Hubert Roberts".
"Die Heraufkunft des Internets hat er von Anfang an (oder sogar schon kurz davor) mit unerhörter Präzision vorausgesagt: vom Anzeigenschwund bis zu den veränderten Informationsbedürfnissen. Das Gelächter der Ungläubigen, das er damals ertragen musste, ist heute einer gewissen Schockstarre gewichen. Ihn hat es stärker gemacht. Seit zwanzig Jahren ist aus dem Laienprediger ein ernsthafter Theoretiker der digitalen Revolution geworden, die leider eine permanente genannt werden muss: anders als ordentliche Revolutionen kann sie nicht aufhören (uns in Atem zu halten)." Michael Krüger, Dichter, Schriftsteller, Leiter des Hanser-Verlags und Freund Hubert Burdas, gratuliert in der "FAZ" (Dienstagsausgabe). kress schließt sich den Glückwünschen an!
mehr"Damit alles beim Alten bleibt, muss sich alles ändern. Als Focus 1993 erschien, sprachen viele von 'Häppchen' oder 'gedrucktem Fernsehen'. Infographiken aber haben mich schon bei Diderots Encyclopédie oder bei USA Today fasziniert. Die Info-Elite, die wir mit Focus erreicht haben, ist heute im Netz. Insofern muss sich der Focus adjustieren. Wie der Gründer Markwort das macht finde ich gut." Verleger Hubert Burda (Foto) in einem Interview mit Hans-Jürgen Jakobs, unlängst von Helmut Markwort als "Stalker" geschmäht, für die "Süddeutsche Zeitung" vom 6./7. Februar mehr
Burdas Digital-Konferenz DLD ist am Dienstag nachmittag zuende gegangen. Mit Tom Glocer (ThomsonReuters), Owen van Natta (MySpace) Jason Kilar (Hulu) und David Drummond (Google) waren Top-Manager zu Gast - doch die Zeit der vollmundigen Ankündigungen ist vorbei. Zu den wichtigsten Themen der Konferenz gehörte Content. Demand Media und andere Anbieter drängen mit Geschäftsmodellen in den Markt, die bisherige klassische Konzepte auf den Kopf stellen. mehr
Hubert Burda hat die Digital-Konferenz DLD in München eröffnet. In seiner Eröffnungsrede spielte er auf seinen Satz aus dem Vorjahr an, im Internet ließen sich mit Werbung nur „lausige Pennies“ verdienen. Nun sagt Burda: „Online Advertising is still a lousy business." Burda nannte als ein Beispiel „Focus Online“. Nur mit Online-Werbung ließe sich die Seite nicht profitabel betreiben. Erst E-Commerce ermögliche einen Profit, zum Beispiel über die Seite „Holidaycheck“. "Das ganze Werbegeld geht zu Google", sagte Burda. "Und wir ziehen ein langes Gesicht." mehr
Vergangenes Jahr blieben dem Besucher der Digital-Konferenz DLD (Digital-Life-Design) vor allem die Worte von Verleger und Gastgeber Hubert Burda im Ohr. Im Internet blieben nur „lousy pennies“, meldete er sich auf einen Beitrag von Techcrunch-Chef Michael Arrington zu Wort. „Die Leute waren im Krisenmodus“, sagt Marcel Reichart, der die Konferenz gemeinsam mit Stephanie Czerny (s. Foto) gründete und das Unternehmen DLD auch als Geschäftsführer leitet. Vom 24. bis 26. Januar trifft sich die Digital-Elite wieder in München. mehr
Wettbewerber haben sich beim Bundeskartellamt über Google beschwert. Dies hat der Suchmaschinenprimus am Samstag bekanntgegeben. Die Kartellis hätten Google um Stellungnahmen gebeten, um danach über die Einleitung eines förmlichen Verfahrens zur entscheiden. Den Angaben zufolge gehen die deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger, die Microsoft-Tochter Ciao und der Kartendienst-Anbieter Euro-Cities gegen Google vor. Was VDZ und Co. monieren mehr
Die Kinder von Hubert Burda (Foto), 69, sollen im Alter von 27 Jahren den Verlag übernehmen. Das sagte Burda dem "Spiegel". Die Berufung Paul-Bernard Kallens, 52, zum Vorstandschef diene dazu, "10 bis 15 Jahre zu überbrücken". Derzeit sind Burdas Kinder 17 und 19 Jahre alt. Ob sie auch im Unternehmen aktiv würden, werde sich noch zeigen: "Man kann nicht 7.500 Mitarbeitern seine Kinder vorsetzen, wenn sie nicht ausreichend befähigt sind. Das bringt die Kinder um und das Unternehmen ebenfalls." Die Burda-Holding solle weiterhin zu 100% in Familienbesitz bleiben. Warum Burda Zeitschriften mit Fußballvereinen vergleicht - umblättern!
Zahlen statt Visionen: Verleger Hubert Burda, 69, regelt seine Nachfolge und macht seinen Finanzvorstand Paul-Bernhard Kallen (Foto), 52, mit Wirkung zum 1. Januar zum neuen Vorstandsvorsitzenden von Hubert Burda Media. Am Donnerstagmorgen bestätigte das Verlagshaus eine entsprechende Meldung der "FAZ" (Donnerstagsausgabe). Hubert Burda bleibe als geschäftsführender, persönlich haftender Gesellschafter im Unternehmen und werde auch in den nächsten Jahren die Strategie des Hauses bestimmen, schreibt die Zeitung. Weitere Details gibt es nach dem Umblättern!


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