Mathias Döpfner (Foto) hat am Sonntag bei einer Matinee der Wochenzeitung "Die Zeit" in Hamburg einen Blick in die Zukunft gewagt: In zehn Jahren könnte die Axel Springer AG 50% des Umsatzes mit Digital-Angeboten machen, so der Vorstandsvorsitzende des Medienkonzerns. Bis dahin soll auch die Zeit der Kostenlos-Kultur im Netz passé sein: Nutzer würden künftig für Inhalte zahlen, wenn der Inhalt stimme, so Döpfner - die Ware müsse ihr Geld wert sein. Die Rezepte lieferte er gleich mit: Die Branche müsse sich auf journalistische Tugenden wie das Erspüren von Neuigkeiten und gründliches Recherchieren besinnen. Am Ende komme es auf das Charisma des Inhalts an, stellte Döpfner fest, der auch die Qualität der Sprache für entscheidend hält: Diese müsse konkret, unterhaltsam, sinnlich sein. Der Autor müsse sich quälen, nicht der Leser.
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