Dem dicken Klempner geht die Luft aus:
Nintendo muss herben Gewinnrückgang einstecken

Dem dicken Klempner Super Mario wird doch nicht die Luft ausgehen?! Das japanische Videospiele-Unternehmen Nintendo hat im vergangenen Geschäftsjahr einen herben Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen müssen – zum ersten Mal seit sechs Jahren. Der Umsatz brach um 22% auf 15,4 Mrd. Dollar ein, und der Nettogewinn schrumpfte um 18% auf immer noch außerordentliche 2,4 Mrd. Dollar. In Europa lief das Geschäft besonders mies.

Nintendo beteuert, die Preissenkung der Wii habe die Bilanz vermiest, zudem seien im vergangenen Jahr vergleichsweise wenig Kassenschlager erschienen. Und Währungsschwankungen hätten sich ausgewirkt. Doch das ist nur die halbe Wahrheit: Die Wii, immer noch das Flaggschiff unter den Konsolen, hat ihr Pulver verschossen. Die Wettbewerber Microsoft (Xbox 360) und Sony (PlayStation 3) machen mit Erweiterungen ihrer Spielgeräte und qualitativ immer hochwertigeren Spielen Druck.

Sollte Nintendo nicht spätestens zur Spielemesse E3 im Juni ein aufgebohrtes Wii-Modell vorstellen, könnten die Verkäufe dramatisch einbrechen, malen Analysten den Teufel an die Wand. Nintendo dürfe sich nicht mehr länger auf seinen Lorbeeren ausruhen.

Mit dem Pfund "Bewegungssteuerung" kann Nintendo spätestens zu Weihnachten auch nicht mehr wuchern, wenn die Rivalen die technisch überlegenen "PlayStation Move" und "Natal" vorlegen.

Ein Heilmitte für die Bilanzl könnte die schon länger herbeigesehnte "HD-Wii" sein. Branchenkenner erwarten zudem eine kräftige Preissenkung der Wii, auch Sony und Microsoft könnten bald an der Preisschraube drehen. Ob Super Mario doch noch einen dicken Stampfer aus der Latzhose zaubert, lesen Sie bei kress.de.

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