Forscher wollen nicht bei der "Berliner Zeitung" schnüffeln
Der Forschungsverband SED Staat an der Freien Universität Berlin will die Redaktion der "Berliner Zeitung" nicht auf mögliche frühere Stasi-Kontakte überprüfen. Es bestünden zeitliche und methodische Bedenken so der Verband gegenüber der "FAS". Zwei leitende Redakteure der "Berliner Zeitung" hatten vor einigen Tagen ihre Spitzeltätigkeit für die Stasi offenbart. Daraufhin sagte Chefredakteur Josef Depenbrock eine lückenlose Aufklärung zu (kress.de vom 2. April 2008 ). Die beauftragten Wissenschaftler sollten Akteneinsicht bei der Stasi-Unterlagenbehörde beantragen. Die Chefin der Behörde, Marianne Birthler, rechnet sogar damit, dass künftig weitere Verstrickungen ostdeutscher Journalisten aufgedeckt werden. Westdeutsche Verlage hätten bei der Übernahme von DDR-Zeitungen oft recht leichtfertig gehandelt, so Birthler. "Fragen nach der Vergangenheit wurden selten gestellt."
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