09.04.2008  12:00

Die Nachtausgabe der "Hamburger Morgenpost" ist am Dienstag nicht erschienen.

Wegen Betriebsversammlung gegen Sparpläne:

 

"Mopo"-Nachtausgabe nicht erschienen

Bei der "Hamburger Morgenpost" schlagen die Wogen hoch: Wegen einer fünfstündigen Betriebsversammlung, die erst gegen 20.30 Uhr endete, ist am Dienstag die Nachtausgabe der "Mopo" nicht erschienen. Hintergrund: Die Belegschaft protestiert gegen Sparpläne. Nach Angaben des Betriebsrats will der Eigentümer, die Mecom Group, in diesem Jahr 4,6 Mio Euro bei der "Mopo" einsparen und im Verlag rund 16 Stellen abbauen. Der Streit hat sich am Dienstag verschärft, weil eine Erklärung der Mitarbeiter von Redaktion und Verlag gegen die Mecom-Pläne nicht in dem Blatt abgedruckt wurde. Chefredakteur Frank Niggemeier hatte der Veröffentlichung der Erklärung zunächst zugestimmt, weil er um das Erscheinen der Hauptausgabe fürchtete. Doch Hans-Peter Buschheuer, Chefredakteur Kaufzeitungen in der deutschen Mecom-Dependance BV Deutsche Zeitungsholding, und Geschäftsführer Josef Depenbrock verhinderten den Abdruck, weil sie im Vorgehen des Betriebsrats einen erpresserischen Akt sehen.

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