"Bild" vs. DJV:
Streit um Video-Leserreporter
Noch ist es Zukunftsmusik, doch reichlich Theaterdonner verursacht es schon jetzt - das Vorhaben von "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann (Foto rechts), seine Leser-Reporter künftig nicht nur Fotos, sondern auch Videos machen zu lassen. Arbeitsplätze und Ansehen von Journalisten seien dadurch gefährdet, fürchtet Michael Konken (Foto links), Vorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV). Im kress-Interview hatte Diekmann im Juli über eine mögliche Lizenzierung der US-Mini-Videokamera Flip bzw. eine Eigenentwicklung mit einem europäischen Hersteller gesprochen (kress.de vom 11. Juli 2008). Anfang September legte er im "Medium Magazin" nach - mit dem Wunsch, seinen 1.000 besten Leser-Reportern eine günstige Videokamera zu schenken (kress.de vom 8. September 2008). "Die Amateure des Herrn Diekmann schaden dem Journalismus in zweifacher Hinsicht", teilte Konken per Pressemitteilung aus. "Zum einen bedrohen sie die Arbeitsplätze gut ausgebildeter Profi-Journalisten, zum anderen das Ansehen des ganzen Berufsstandes." Ein Fall von Arroganz und Desinformation, findet wiederum der "Bild"-Boss - und widerlegt Konkes Thesen in einem Brief, der kress vorliegt. Was Diekmann schreibt - umblättern!
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