24.11.2008  12:00

Menschen brauchen Zeitungen als Begleiter im Netz.

Menschen brauchen Zeitungen als Begleiter im Netz

Zeitungsleser müssten mehr vom Internet profitieren als Nicht-Zeitungsleser, so die zugespitzte These der Forscher Lothar Rolke und Johanna Höhn von der Fachhochschule Mainz, deren Studie "Spiegel Online" aufgreift. Wichtig wären Angebote, die Print und Web miteinander verzahnen: "Es mag paradox klingen, aber weil das Internet ein so großer gesellschaftlicher Veränderer ist und vorläufig bleiben wird, müssen die traditionellen Medien zu Begleitern für die Menschen werden: Ihnen Orientierung geben, Lernhilfen anbieten und ihnen zeigen, wie sie an die Benefits im Internet kommen können", erklärt Rolke. Doch laut Studie fehlen solche Produkte. Generell prognostizieren die Forscher eine Zunahme der Mediennutzungszeit in den kommenden Jahren, doch davon profitiert vor allem das Internet. Größter Verlierer wird laut Studie die Printpresse sein: Bis zum Jahr 2018 haben die Tageszeitungen in Deutschland  rund 30% ihrer Leser an das Internet verloren. Das Web dürfte dann auch über mindestens so viele Werbeeinnahmen verfügen wie die Printmedien.

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