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Milliarden-Prozess gegen Deutsche Bank:
Kirch blamiert sich vor Gericht

In einem der größten Prozesse der deutschen Wirtschaftsgeschichte hat der Medienunternehmer Leo Kirch (82, Foto links) die Deutsche Bank am Dienstag auf Schadenersatz für die Pleite seiner Firmengruppe verklagt (kress.de vom 5. Juli 2008). Es geht dabei um mehr als 3 Mrd Euro. Die Insolvenz im Jahr 2002 sei durch eine Äußerung des Ex-Deutsche Bank-Chefs Rolf Breuer (Foto rechts) ausgelöst worden, argumentierten die Kirch-Anwälte in dem Verfahren vor dem Landgericht München. Die Vorsitzende Richterin Brigitte Pecher verpasste dem Kirch-Lager jedoch zum Auftakt einen Dämpfer: Sie hege deutliche Zweifel daran, ob die von Kirch eigens für Schadenersatzansprüche konstruierte Firma KGL Pool seriös sei. "Wir stehen der Sache wirklich skeptisch gegenüber", so Pecher. Die KGL sei nur mit einer dünnen Kapitaldecke ausgestattet und könne daher im Falle einer Niederlage Kirchs nicht für die Prozesskosten aufkommen. In einem zweiten Prozess kam es für Kirch & Co. noch dicker: Kirchs Anwälte zogen wegen eines Rechenfehlers eine Schadenersatzforderung von über 1,1 Mrd Euro zurück. Pecher wies den Fall daraufhin ab. Sichtlich irritiert sagte sie zu den Vertretern Kirchs: "Man kann doch nicht so in eine Verhandlung gehen."
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