26.11.2008  12:00

Verkauf als Ganzes nicht geglückt: Lycos macht dicht.

Verkauf als Ganzes nicht geglückt:

 

Lycos Europe macht dicht

Christoph Mohn, LycosLycos Europe gibt auf: Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, das Domaingeschäft, das Shoppinggeschäft sowie das dänische Portal zu verkaufen - das unprofitable Webhosting- und Portalgeschäft inklusive Sales wird ganz dicht gemacht. 500 der 700 Mitarbeiter verlieren ihren Job, davon 230 bei der deutschen Tochtergesellschaft in Gütersloh. Lycos kämpft seit geraumer Zeit mit sinkenden Umsätzen und schreibt rote Zahlen: In den ersten 3 Quartalen 2008 sammelte sich ein Minus von 17,1 Mio Euro an (kress.de vom 28. Oktober 2008). Die zum Verkauf stehenden Geschäfte generieren laut Lycos etwas zwei Drittel des Gesamtumsatzes. Die Großaktionäre Bertelsmann und Telefónica hatten versucht, das defizitäre Unternehmen als Ganzes zu verschachern - das ist allerdings nicht geglückt. Bei der Überprüfung der Strategie habe sich ergeben, "dass ein vollständiger Verkauf des Unternehmens keine vertretbare Perspektiven bietet", so der Vorstandsvorsitzende Christoph Mohn (Foto), Sohn des Bertelsmann-Patriarchen Reinhard Mohn. Was mit den liquiden Mitteln passiert - umblättern!

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