Bayern stellt Strafantrag gegen "Zeitungszeugen“
Der Freistaat Bayern geht nun offenbar gerichtlich gegen den Nachdruck von Nazi-Zeitungen durch das Projekt "Zeitungszeugen“ vor. Laut "Spiegel Online“ hat Bayerns Finanzministerium einen Strafantrag gestellt, u.a. wegen "Verletzung urheberrechtlicher Vorschriften“. Das Land reklamiert die Urheberrechte für Nazi-Blätter wie "Völkischer Beobachter" und "Angriff" für sich. Bayern hatte den britischen Verleger Peter McGee nach dem ersten Erscheinen bereits verwarnt (kress.de vom 17. Januar 2009), die zweite Ausgabe erschien dennoch wie geplant am 22. Januar. Laut McGee ist unklar, ob die Urheberrechte wirklich beim Freistaat Bayern liegen - und wenn ja, ob sie nicht mittlerweile verjährt sind. Unterdessen wartet die zweite Ausgabe der "Zeitungszeugen" mit einer besonderen Provokation auf: Ihr liegt der Nachdruck eines Hitler-Plakats samt Hakenkreuz bei. Inwiefern das der historischen Aufklärung dient - unklar.
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