VPRT motzt über Drei-Stufen-Test:
"Nutzloser Papiertiger"
Der Verband Privater Rundfunk- und Telemedien (VPRT) kritisiert den bisherigen Umgang mit dem geplanten Drei-Stufen-Test. Der Verband begrüße zwar, dass sich NDR und MDR bereits freiwillig dem Test unterziehen, aber die Umsetzung sei "weder organisatorisch noch inhaltlich akzeptabel", so VPRT-Präsident Jürgen Doetz (Foto). Es könne nicht sein, dass jeder öffentlich-rechtliche Sender nach eigenem Gutdünken Kriterien für den Aufbau und Ablauf des Tests festlege - man brauche dringend eine "Verfahrensvereinheitlichung". Bereits zuvor hatten sowohl der VPRT als auch die EU bemängelt, dass der Drei-Stufen-Test von den sendereigenen Gremien durchgeführt werden soll. Doetz gibt aber Hopfen und Malz noch nicht verloren: "Die Rundfunkräte können jetzt unter Beweis stellen, dass der Drei-Stufen-Test tatsächlich ein glaubwürdiges Instrument für die Legitimation gebührenfinanzierter Angebote und nicht nur ein nutzloser Papiertiger ist". Auch Bund und Länder stehen in der Kritik des VPRT: Der Verband verstehe nicht, warum sie der Rundfunkmitteilung der EU, die dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk deutliche strengere Regeln auferlege, mit einer "deutlichen Abwehrhaltung" begegne. Die Beanstandungen der Privaten im Wortlaut gibt's nach dem Umblättern!
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