09.02.2009  12:00

Nachrichten-Quelle versiegt: Holtzbrinck dreht Zoomer den Saft ab.

Nachrichten-Quelle versiegt:

 

Holtzbrinck dreht Zoomer den Saft ab

Die Verlagsgruppe Holtzbrinck stellt Ende Februar ihre Nachrichtenseite "Zoomer.de" ein. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage wollen sich die Stuttgarter auf ihre Kernmarken konzentrieren, statt das Portal mit kostspieligen Marketing-Maßnahmen voranzubringen. "Der Druck auf den Anzeigenmärkten, der in den letzten Monaten erheblich zugenommen hat, stellt auf absehbare Zeit die ökonomischen Erfolgsaussichten in Frage", heißt es. Ein Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter sei in Vorbereitung. Das Portal war vor einem Jahr mit dem Anspruch an den Start gegangen, jüngere Leser als die etablierten Nachrichtenangebote im Internet zu erreichen. Großzügige Optik, der Verzicht auf die üblichen Ressorts und die Einbindung der Nutzer in die Themenauswahl waren die markanten Merkmale der neuen Seite. Im Mittelpunkt standen zunächst fünf Top-Themen, die umfassend audiovisuell sowie mit Nutzerinhalten und Kommentaren kombiniert wurden. Noch im Dezember 2008 hatte sich "Zoomer.de" eine komplett überarbeitete Optik zugunsten einer größeren Übersichtlichkeit gegönnt. Doch im selben Monat büßte das Nachrichtenportal 2,90 Mio Visits ein und landete bei 1,73 Mio Visits. Eine Trendwende im Januar war nicht in Sicht. Geschäftsführer Peter Neumann begründet im kress-Interview den Einbruch mit dem vorübergehenden Verzicht auf Marketingmaßnahmen während der Restrukturierung. Das Angebot sei aus eigener Kraft noch nicht groß genug, um den Traffic ungestützt zu halten. Mehr über die Einstellung im Interview mit Peter Neumann - bitte umblättern.

Sie möchten weiterlesen und kommentieren?

Dieser Newseintrag ist älter als 30 Tage und daher nur für Abonnenten des kressreport zugänglich. Wenn Sie den Artikel ganz lesen und uneingeschränkten Zugang zu unserem Archiv haben wollen,  hinterlegen Sie doch bitte im Kontrollzentrum Ihre Abonummer unter dem Punkt "Archivzugang freischalten". Dort können Sie nun Ihre Abonummer eintragen und unser XXL-Archiv, das bis ins Jahr 1966 zurückreicht, steht Ihnen offen.

Hier geht's zum Kontrollzentrum ...

kressreport abonnieren

Log In


 

Ich habe mein Passwort vergessen

Noch kein Zugang?

Hier geht's zur kostenlosen Registrierung ...

  • 08.02.2010 13:56
     meint zu:
    Achja, ein Vermarkter der Tageszeitungen lässt sich in Umfragen beweisen, dass sich auch im Internet Nachrichten besonders gut als Werbeumfeld eignet. Solche Studien sind weder glaubwürdig noch... mehr...
  • 08.02.2010 11:31
     meint zu:
    Kann Frau Eichhorn nur zustimmen: Das Spannungsfeld zwischen einem Hurricane-Surfenden Mann und einem Hauserber (!) in einem Dorf (!) scheint mir zu groß um wirklich als Argument relevant zu sein. ... mehr...
  • 05.02.2010 22:19
     meint zu:
    Ich bin als Multimedia-Pionier und Software Hersteller begeistert. Die Apple iPad Plattform hat gegenüber den Mitbewerbern folgende Vorteile: ... mehr...
  • 05.02.2010 18:15
     meint zu:
    @iAmWandern - Kein Einwand. Doch egal ob man es Gefäß nennen will oder Plattform - es sind nicht mehr die Medienunternehmen, die die Rahmenbedingungen des Publizierens setzen. Apple sagt: Hier habt... mehr...
  • 05.02.2010 15:23
     meint zu:
    "Es geht um die Frage, warum Männer solche Herausforderungen suchen. Für die deutsche Ausgabe wird z.B. unser Autor Axel Brüggemann über das Thema Heimat schreiben. Er hat lange in Berlin gelebt und... mehr...

kressFrage

Das iPad ist da. Können die Verlage mit Hilfe von Apple endlich Geld mit digitalen Inhalten verdienen?

 

Wahlkabine

Ihre Lieblings "Tatort" Ermittler: