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24.02.2009  12:00

Heinz Bauer heizt Grosso-Streit an.

Heinz Bauer heizt Grosso-Streit an

Heinz BauerVerleger Heinz Bauer legt im Streit zwischen deutschen Verlagen und dem Presse-Grosso nach: In einem Schreiben an die medienpolitischen Sprecher der Parteien im Bundestag weist er den Vorwurf zurück, der Bauer Verlag bringe das gesamte Grosso-System in Gefahr. Der Schrieb liegt der "FAZ" vor. Bauer hat bereits die Verträge mit den drei Grossisten Grade, Mügge und Carlsen gekündigt, zwei davon sollen durch die Firmentochter Presse-Vertrieb Nord (PVN) ersetzt werden (kress.de vom 12. Januar 2009). Daraufhin wurde dem Verlag vorgeworfen, die Pressevielfalt zu gefährden. "Die Kündigung einzelner Grossisten... führt nicht zu einer Zerstörung des Systems", kontert Bauer nun. Kündigungsgrund sei die "mangelhafte Leistung" der Zwischenhändler gewesen, zitiert die "FAZ" den Verleger. Außerdem sei das Grosso-System schlicht zu teuer: In Zeiten der Wirtschaftskrise müsse auch das Grosso einen "Beitrag zu den Kosteneinsparungen leisten", fordert Bauer. Dies könnte erfolgen, indem die "verkrustete" Struktur des deutschen Presse-Grossos aufgebrochen werde, z.B. durch mehr Wettbewerb. Als Vorbild nennt Bauer das System in Großbritannien. Hintergrund: Ende Februar laufen die aktuellen Handelsspannen-Verträge für Zeitschriften aus. Die Verlage wollen künftig weniger zahlen. Gruner + Jahr hat kürzlich die Verhandlungen mit dem Grosso für gescheitert erklärt (kress.de vom 11. Februar 2009). Axel Springer hatte sich besonders mit dem Grossisten und Vorsitzenden des Bundesverbands Presse-Grosso Werner Schiessl in der Wolle (kress.de vom 8. Dezember 2008). 

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