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27.02.2009  12:00

Premiere: Erst dicke Luft, dann Kapitalerhöhung.

Premiere: Erst dicke Luft, dann Kapitalerhöhung

Die Aktionäre des gebeutelten Bezahlsenders Premiere haben am Donnerstag auf einer außerordentlichen Hauptversammlung eine zweite Kapitalerhöhung durchgewunken. Den Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, im Laufe des ersten Halbjahres nochmals 412 Mio Euro über die Ausgabe neuer Aktien einzusammeln, nickten 99,6% des anwesenden Kapitals ab. Ein Hauptabnehmer für die neuen Aktien dürfte Großaktionär Rupert Murdoch (Foto) sein, der über seine News Corp. zuletzt 29% der Premiere-Aktien kontrollierte. Sollte Murdoch einen Großteil der neuen Aktien übernehmen, würde er zum Mehrheitseigentümer bei Premiere aufsteigen. Das übliche Pflichtangebot an die restlichen Aktionäre wäre damit aber trotzdem nicht fällig. Von dieser Auflage hatte die Finanzaufsicht Bafin Murdoch Ende Januar befreit (kress.de vom 1. Februar 2009). "Die Zustimmung gibt uns die Chance, aus Premiere ein erfolgreiches Unternehmen zu machen", sagte Firmenchef Mark Williams. Das Geld solle in neue Programme und eine Marketing-Offensive fließen. Auf Basis dieser Maßnahmen will der Sender im Jahr 2011 schwarze Zahlen schreiben. Die Aktionäre des Pay-TV-Senders Premiere hatten zuvor auf der Hauptversammlung ihrem Ärger Luft gemacht (kress.de vom 26. Februar 2009 ).

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