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27.02.2009  12:00

"Blank"-Magazin am Kiosk.

"Blank"-Magazin setzt auf "Gesellschaft, Diskurs, Disko"

Eine "Insel für meinungsstarke Menschen" will das neue Magazin "Blank" aus Berlin sein, das seit dem 27. Februar am Kiosk liegt. Chefredakteur Johannes Finke verantwortete zuvor das Blatt "Face", dort gab´s aber Krach mit dem Herausgeber. "Gesellschaft, Diskurs, Disko" soll nun Finkes neues Blatt bieten. Das klingt flott und etwas gaga; von beiden Attributen ist aber im Heft nicht viel zu sehen. Schon im Editorial heißt es verquast über die Entstehung von "Blank": "Es muss gemacht werden. Die Umstände führten dazu, die Lust und letztendlich auch das Wissen." Der Ansatz, neben Interviews mit Kulturschaffenden (u.a. Hans Söllner, Julia Zange) und Rezensionen, die einen Großteil des 92seitigen Heftes einnehmen, weitere Formate wie Literatur und Gesellschaftskritik zu stellen, geht noch nicht recht auf. Die Autoren pflegen größtenteils einen "Irgendwie"-Journalismus, der unpointiert vor sich hin mäandert. Für 4 Euro etwas wenig. Die Idee, im hinteren Teil ein "Heft Zwei" mit längeren Texten zu platzieren, ist dennoch gut. "Blank" soll 10 mal im Jahr erscheinen, die Druckauflage von 10.000 Exemplaren wird bundesweit von Springer vertrieben. Eine Anzeigenseite (die Erstausgabe hat nur drei davon) kostet 4.900 Euro.  

 

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