Ruzicka-Prozess:
Staatsanwälte fordern 13 Jahre Haft
Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden hat für den früheren Aegis-Manager Aleksander Ruzicka (Foto) wegen schwerer Untreue eine Haftstrafe von 13 Jahren und 6 Monaten gefordert. Ruzicka als Hauptangeklagter habe in 78 Fällen einen Schaden von fast 50 Mio Euro verursacht, erklärte der Staatsanwalt am Montag in seinem Plädoyer vor dem Landgericht Wiesbaden. Dabei sei Ruzicka mit einer "erheblichen kriminellen Energie" vorgegangen. Er soll sich beim Handel mit Fernseh-Werbezeiten mit Hilfe von Scheinrechnungen in die eigene Tasche gewirtschaftet haben. Ruzicka bestreitet das (kress.de vom 26. Oktober 2008). Die Schaffung und Verschleierung des Firmengeflechts sei "beispiellos aufwendig gewesen", so der Staatsanwalt. Mit dem veruntreuten Geld habe Ruzicka seinen Unterhalt bestritten. Er habe seinen Lebensstandard auf ein "luxuriöses Maß" heben wollen. So habe er beispielsweise Jagdausflüge in Ungarn unternommen und Anwesen in Südafrika gehabt. Für den Mitangeklagten Aegis-Manager David Linn verlangte die Anklage eine vergleichsweise milde Strafe. Umblättern.
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