Amazon macht bei mehr Umsatz weniger Gewinn
Der Online-Händler Amazon steigerte im zweiten Geschäftsquartal zwar seinen Umsatz, der Gewinn sank jedoch. Bei einem Umsatz von 4,65 Mrd US-Dollar (+14%), fiel der Gewinn um 10% auf 142 Mio Dollar (0,32 Dollar je Aktie). Ein Vergleich mit der Spielwarenkette Toys'R'Us verursachte Kosten von 51 Mio Dollar und drückte auf's Ergebnis. Flach entwickelten sich die Umsätze mit Büchern und Musik in Nordamerika. Zudem habe sich das Wachstum bei Videospielen und Konsolen verlangsamt, so Finanzchef Tom Szkutak. Da trotz dieser Widrigkeiten der Umsatz stieg, sieht sich Amazon in seiner Wachstumsstrategie bestätigt. Erst vor wenigen Tagen kündigte der Konzern den Kauf des US-Online-Schuhladens Zappos an - für rund 850 Mio Dollar. Für das laufende Quartal fällt der Ausblick des Konzerns schwammig aus: Zwischen 120 Mio und 210 Mio Dollar sei beim Gewinn alles möglich. Dies entspricht schlimmstenfalls einem Minus von 22% gegenüber dem Vorjahreszeitraum, bestenfalls einem Plus von 36%. Der Nettoumsatz im dritten Quartal dürfte zwischen 11% und 23% auf 4,75 Mrd Dollar bis 5,25 Mrd wachsen. Die Anleger straften die Amazon-Aktie nachbörslich mit einem Minus von 7% ab.
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