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Internet-Studie: Lieber keine Inhalte als kostenpflichtige
Weniger als 5% der Internet-Nutzer in Europa haben bislang für Internet-Inhalte den Geldbeutel geöffnet. Bei den 16- bis 24-Jährigen liegt der Anteil der Nutzer, die für Inhalte Geld ausgaben, rund doppelt so hoch, also bei 10%. Dies geht aus dem aktuellen "Europe's Digital Competitiveness Report " der Europäischen Kommission hervor. Von den Nutzern, die bisher für Inhalte nicht bezahlt haben, gaben 50% an, dass nichts ihre Meinung ändern könne. 30% würden sich durch niedrigere Preise umstimmen lassen, jeweils 15 bis 20% durch Verbesserungen wie größere Auswahl und/oder Qualität, einfachere Bezahlung oder großzügigere Nutzungsrechte. Der Wegfall frei verfügbarer Inhalte würde nur rund 20% in die Arme der kostenpflichtigen Angebote treiben. Bei diesen Antworten stimmten die 16- bis 24-Jährigen mit den sonstigen Altersgruppen überein. Der niedrige Prozentsatz derer, die sich bei Wegfall kostenloser Alternativen zum Bezahlen entscheiden würden, stelle auch die Argumentation der Medienbranche in Frage - diese laute, dass die Verbraucher unter fehlenden professionellen Inhalten leiden würden, wenn man an der Praxis des illegalen Kopierens nichts ändere, heißt es in der Studie. Hintergrund: Im Mai läutete Rupert Murdoch mit den Worten "Bezahlinhalte im Netz sind möglich" die aktuelle Debatte ein (kress.de vom 7. Mai 2009). Viele Kollegen pflichteten ihm bei, zuletzt Springer-Chef Mathias Döpfner (kress.de vom 13. August 2009).
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