Nach Verkauf der Mediengruppe Frankfurt: Mitarbeiter fordern Einblick in Pläne von Verleger Ippen

 

Was hat Verleger Dirk Ippen mit "Frankfurter Rundschau", "Frankfurter Neue Presse" und der Societäts-Druckerei vor? In einer gemeinsamen Erklärung fordern die Mitarbeiter von den neuen Eigentümern Antworten. Exklusive Einblicke in den hessischen Super-Deal gibt es im neuen "kress pro", das diese Woche erscheint.

Die Mitarbeiter wollen vor allem Transparenz. Das geht aus einer Erklärung der Beschäftigtenversammlung zum Verkauf der Mediengruppe Frankfurt an die Zeitungsholding Hessen hervor, die kress.de vorliegt.

Darin heißt es unter anderem: "Die heute in Frankfurt versammelten Beschäftigten aus verschiedenen Betrie­ben der Mediengruppe Frankfurt und des Societäts-Konzerns fordern die neuen Eigentümer auf, die Konditionen zum Kauf der Unternehmen transparent darzustellen und uns ihre Pläne für die erworbenen Firmen darzulegen. Insbesondere benötigen wir und die von uns gewählten Betriebsräte Informati­onen über die Laufzeit der Druck-Verträge mit der FAZ und anderen Verlagen."

Zudem müssten die neuen Eigentümer Kündigungen ausschließen und "älteren Kolleginnen und Kollegen eine tarifliche Regelung zur Altersteilzeit" anbieten.

Nachdem kress.de im Februar zuerst von Dirk Ippens Plänen berichtet hatte, die Mediengruppe Frankfurt zu erwerben, genehmigte das Bundeskartellamt den Zeitungs-Deal Anfang März offiziell.

In der in dieser Woche erscheinenden neuen Ausgabe (2/2018) schildert "kress pro" unter anderem, wie der Verkauf überhaupt zustande kam, welche Zeitungsübernahme dem Frankfurter Deal als Vorbild diente, welchen Zeitplan sich die neuen Eigentümer gesetzt haben und wie eng die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" sich jetzt mit Ippen verbandelt hat.

Auf die Erklärung der Belegschaft mochte das Unternehmen am Montag auf Nachfrage von kress.de nicht eingehen; zuerst wollen die neuen Eigentümer die Mitarbeiter kennenlernen und nicht "über Bande" kommunizieren, heißt es aus München.

"kress pro" - das Magazin für Führungskräfte bei Medien - erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. "kress pro"-Chefredakteur ist Markus Wiegand, Herausgeber Johann Oberauer. "Zum "kress pro"-Abo.

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