Das PDF-Frauenmagazin SisterMag ist gratis und dennoch profitabel - wie geht das?

 

Antonia Sutter und Theresa Neubauer veröffentlichen seit sechs Jahren ihr Frauenmagazin SisterMag als Gratis-PDF im Netz. Zur Finanzierung setzen sie auf Content Marketing. "kress pro" hat in einem Case analysiert, wie das Modell funktioniert.

Antonia Sutter und Theresa Neubauer sind erfolgreiche Gründerinnen: Im Jahr 2012 haben die Schwestern aus Freiberg in Sachsen das PDF-Frauenmagazin SisterMag gegründet. Sie erreichen damit pro Monat 200.000 Leserinnen, das Projekt ist seit dem Start rentabel.

Das monatliche "Journal für die digitale Dame" beschäftigt sich mit vor allem mit Mode und Technologie, jede Ausgabe hat ein Leitthema. In diesem Jahr sind das Filmtitel wie "Breakfast Club" und "Frühstück bei Tiffany". Die Filme bilden die inhaltliche Klammer: In der "Frühstück bei Tiffany"-Ausgabe zum Beispiel geht es um Stilikone Audrey Hepburn, Frühstücksrezepte, das Lied "Moon River", Taxi-Apps und New York.

Das Magazin war bereits im ersten Jahr profitabel - auch weil sich Sutter und Neubauer nur wenig Gehalt gönnten. Die schwarzen Zahlen schafften sie durch Content Marketing und nicht etwa durch Anzeigeneinnahmen oder eine Paywall. "Die Leser zahlen lassen oder klassische Werbekunden - dafür waren wir zu klein, hätten Marketingbudget gebraucht, gleich sehr viel Reichweite", sagt Sutter.

So funktioniert das Content Marketing: Mit einem Einsatz von mindestens 30.000 Euro kann man Partner für die Gesamtausgabe von SisterMag werden. "Wir bieten keine klassischen Anzeigen, sonder das komplette Paket mit Entwicklung, Produktionskostenanteil und Mediaanteil", sagt Sutter. Die Partner liefern die Inhalte für das Magazin nicht selbst, das besorgen vielmehr dessen Fotografen und Videografen. "Wir waren selbst überrascht, wie gut das funktioniert", so die Gründerin. Den Kunden gefielen die hochwertig hergestellten Themenwelten so gut, dass sie mehr davon wollten - auch unabhängig vom Magazin. Deshalb gibt es jetzt das SisterMag-Studio, eine Agentur für Content-Produktion.

kress.de-Tipp: Im Case in "kress pro" 4/2018 erfahren Sie, wie genau Antonia Sutter und Theresa Neubauer Kunden und deren Themen bei SisterMag integrieren. Die Autorin Christina Gruber berichtet auch, wie das kleine Unternehmen der Gründerinnen aus Sachsen aufgebaut ist und welches große Thema die beiden sich als nächstes vornehmen wollen. Die Ausgabe 4/2018 von "kress pro" kann in unserem Shop als E-Paper oder gedruckt gekauft werden - und ist auch im iKiosk erhältlich. Per E-Mail kann sie unter vertrieb(at)oberauer.com bestellt werden. "kress pro" - das Magazin für Führungskräfte bei Medien - erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. "kress pro"-Chefredakteur ist Markus Wiegand, Herausgeber Johann Oberauer. Zum "kress pro"-Abo.

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