Schwarze Zahlen bis 2020: Wie infranken.de Reichweite und Werbeeinnahmen steigern will

 

Mit mehr Inhalten und Servicethemen, dem Einsatz von Facebook & Co. sowie einer Expansion in Franken will die Mediengruppe Oberfranken mit ihrem Regionalportal infranken.de bis spätestens 2020 schwarze Zahlen schreiben. "kress pro" analysiert den Fall in einem Case.

Bis spätestens 2020 will Gero Schmitt-Sausen, Geschäftsführer von infranken.de, das Regionalportal der Mediengruppe Oberfranken ("Fränkischer Tag") in die schwarzen Zahlen bringen. Die Zahl der Visits soll von knapp sechs auf zehn Millionen in die Höhe gehen.

Der Manager will sein Ziel mit vier Maßnahmen erreichen: Als erstes will er die Zugriffszahlen durch viele frei zugängliche Inhalte nach oben treiben und damit die Werbeeinnahmen erhöhen. Damit die Klicks wie gewünscht steigen, nutzt er zweitens externe Plattformen wie Google und Facebook als Traffic-Booster. infranken.de soll zudem durch mehr Servicethemen für weitere Nutzer interessant werden und schließlich expandiert das Portal in andere Regionen Frankens, wo die Mediengruppe Oberfranken nicht aktiv ist.

So funktioniert die regionale Expansion: infranken.de versteht sich als Angebot für ganz Franken und publiziert auch Inhalte für Städte und Regionen, die die Bamberger Mediengruppe nicht mit Zeitungen bedient, darunter Nürnberg, Ansbach, Würzburg und Schweinfurt. Damit kommt infranken.de den Portalen anderer Regionalverlage zwar ins Gehege, da es dort aber keine eigenen Redaktionen unterhält, ist seine Informationstiefe im Vergleich zu den Platzhirschen nicht besonders hoch. Dennoch passt die redaktionelle Light-Präsenz gut in die auf Reichweitenmaximierung ausgerichtete Strategie. Inzwischen kommen 80 Prozent der Nutzer nicht aus dem Verbreitungsgebiet der Zeitungen der Mediengruppe.

Die frankenweite Ausdehnung eröffnet dem Portal zusätzliche Chancen in der Werbevermarktung: "Wir erschließen uns neue Werbekunden, die an der regionalen Reichweite außerhalb unseres Kernverbreitungsgebiets interessiert sind", sagt Schmitt-Sausen. Und weil mehr Nutzer mehr Ad-Impressions erzeugen, können diese Werbepartner ihre Zielgruppen bei infranken.de zunehmend besser erreichen, auch über ein regionales Targeting.

kress.de-Tipp: Wie infranken.de trotz der Änderung des Facebook-Algorithmus von dem sozialen Netzwerk profitiert und wie Geschäftsführer Schmitt-Sausen an überregionale Werbekunden herankommen will, beschreibt Autor Guido Schneider in einem Case in der "kress pro"-Ausgabe 5/2018. Die "kress pro"-Ausgabe kann in unserem Shop als E-Paper oder gedruckt gekauft werden - und ist auch im iKiosk erhältlich. Per E-Mail kann sie unter vertrieb(at)oberauer.com bestellt werden. "kress pro" - das Magazin für Führungskräfte bei Medien - erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. "kress pro"-Chefredakteur ist Markus Wiegand, Herausgeber Johann Oberauer. Zum "kress pro"-Abo.

Exklusive Storys und aktuelle Personalien aus der Medien- und Kommunikationsbranche gibt es von Montag bis Freitag in unserem Newsletter "kressexpress". Kostenlos abonnieren.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.