Exklusiv: Tobias Fröhlich ist Kommunikationschef von Uber in Deutschland

01.11.2018
 

Er mag, wenn sich etwas bewegt: Tobias Fröhlich ist nach kress.de-Infos ab sofort als Head of Communications für Uber in Deutschland im Einsatz. Zuvor stand der langjährige Axel-Springer-Kommunikator in Diensten von Apple. Was der Fahrdienstvermittler Uber in Deutschland plant.

Christoph Weigler, seit 2016 Deutschlandchef des Fahrdienstvermittlers, nimmt derzeit einen neuen Anlauf: Düsseldorf ist seit 1. Oktober dritter Uber-Standort in Deutschland. Vor Weiglers Ägide hatten Gerichte das Uber-Angebot hierzulande verbieten lassen. Uber musste sein Geschäft neu erfinden, zog sich zurück und bot nur noch in Berlin und München Fahrten mit professionellen Fahrern an.

"Düsseldorf ist ein großer Schritt, auch für mich persönlich", sagte Weigler jüngst im Interview mit der "Rheinischen Post". "Wir gehen hier als neues Uber an den Start." Eine weitere Stadt sei momentan noch nicht spruchreif, "weil wir es von Anfang an richtig machen wollen und deshalb sehr intensiv die Gespräche mit den Verantwortlichen vor Ort suchen", betont der Uber-Deutschland-Chef. Diese Taktik ist Teil der neuen Firmenkultur, die Uber-Chef Dara Khosrowshahi bei seinem Amtsantritt im August 2017, versprochen hat. Khosrowshahi führte zuvor Expedia.

"Dara hat sehr schnell klar gemacht, nach welchen Prinzipien wir arbeiten wollen - und was nicht mehr toleriert wird", sagt Christoph Weigler. Das Jahr 2017 sei ein ganz schwieriges Jahr gewesen, für Uber, aber auch für jeden Mitarbeiter. Weigler selbst musste sich mehr als ihm lieb war mit den Fehltritten seines Unternehmens beschäftigen. 

Nach dem Fehlstart in Deutschland 2014 will Uber-Boss Dara Khosrowshahi nun zuerst in den Dialog mit Politikern und den Stadtverwaltungen treten. "Früher ist Uber immer volle Kraft voraus - rein in ein Land und los. Die lokalen Gesetze und Gegebenheiten wurden viel zu wenig berücksichtigt. Das haben wir ganz klar geändert", macht Khosrowshahi in einem Interview mit der "FAS" deutlich. Man habe heute eine einfache, ganz klar Regel: "Do the right thing. Punkt. Das schließt jedes Fehlverhalten aus. Gewinnen wollen wir, aber nicht um jeden Preis."

Deutschland ist für Uber ein bedeutender Markt in Europa. Eine wichtige Rolle soll dort ab sofort Tobias Fröhlich spielen. "Ich freue mich auf die neue Herausforderung", sagt Fröhlich am kress.de-Telefon. Die Stelle des Head of Communications war bei Uber in Deutschland zuletzt nicht besetzt. Fröhlich findet Ubers Vision, eine Mobilitäts-Plattform zu schaffen, auf der alles zusammenläuft, sehr spannend. Uber, Taxis, Carsharing, Fahrräder, Busse und Bahnen - für Khosrowshahi ist das Auto das, "was das Buch für Amazon war: erst der Anfang".

Tobias Fröhlich verantwortete seit Oktober 2014 die Unternehmenskommunikation für Apple in Deutschland; und betreute einige Themen auch europaweit, wie Diversity und Social Impact. Davor war er 14 Jahre für die Unternehmenskommunikation von Axel Springer in verschiedenen Funktionen tätig, zuletzt als Leiter Marken-Kommunikation und stv. Unternehmenspressesprecher. In all den Jahren hat er auch die Kommunikation der "Bild"-Gruppe verantwortet. Bei Axel Springer betreute er bedeutende Entwicklungen wie die Einführung von Paid Content, aber auch Unternehmensübernahmen oder Verkäufe (z.B. N24, Idealo, Funke), außerdem presserechtliche Auseinandersetzungen und Marktthemen wie den Medienwandel oder die Kooperation mit dem Presse-Grosso. 

Hintergrund: Die Mobilitätsplattform Uber wurde 2009 in San Francisco gegründet und hat heute 16.000 Mitarbeiter.

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