Wie das Startup Hypedby auf Instagram enorme Reichweiten erzielt und damit Geld verdient

15.05.2019
 

Klassische Medienhäuser haben bei Instagram Nachholbedarf. Das Münchner Unternehmen Hypedby zeigt, wie man die Plattform bespielt, dabei Reichweite schafft und sie vermarktet. Zum Case von "kress pro".

Die Redaktion, die derzeit weltweit am erfolgreichsten Instagram bespielt, ist National Geographic. Wunderschöne Bilder, spannendes Storytelling: Laut likeometer.co befindet sich die US-Medienmarke mit mehr als 105 Millionen Followern auf Platz 14 des internationalen Rankings. Auf den Plätzen davor tummeln sich wenig überraschend die mächtigsten Influencer der Welt: Fußballer wie Cristiano Ronaldo, Sängerinnen wie Ariana Grande, Reality-TV-Stars wie Kim Kardashian.

Hierzulande sieht es ähnlich aus, aber: Im Autoland Deutschland platziert sich BMW auf den zweiten Rang hinter Toni Kroos. Es folgen sämtliche weitere Fußballstars, weitere Automarken und ein paar Lisas und Lenas. Followerstärkstes deutsches Printmedium bei Instagram ist "Kicker" auf Platz 310 mit gut einer halben Million Follower.

Viele klassische Medienunternehmen haben bei Instagram noch Nachholbedarf - obwohl es an Inhalten, Storytelling-Kompetenzen und auch Bildern und Videos nicht mangeln dürfte. Hierzulande macht ein Münchner Unternehmen gerade vor, wie man die Plattform bespielt und vermarktet: Hypedby wurde 2017 als reines Instagram-Medienhaus gegründet. "Wir hatten bereits vor der Gründung erste Erfahrungen mit dem Aufbau von Instagram-Kanälen gesammelt und dabei die große Dynamik auf der Plattform sowie das damit verbundene Potenzial gesehen", sagt Geschäftsführer Roland Wassermann. Mittlerweile haben die über 50 Kanäle aus dem Hause Hypedby mehr als zwölf Millionen Follower. Die Münchner setzten anfangs auf Fußball und diverse Jugendthemen. Weitere Sparten wie Motor, Food und Pets kamen mit der Zeit hinzu. "Kunden wie Red Bull, Media Markt oder Adidas nutzten die Hypedby-Kanäle bereits, um sich zu positionieren und bei Millionen junger Konsumenten Interaktionen mit ihrer Marke hervorzurufen", sagt Wassermann.

Die Reichweite kann sich sehen lassen: Dem Sport-Channel @fussballhelden zum Beispiel folgen derzeit 265.000 Abonnenten, der Motorsport-Kanal @tachotv kommt auf 326.000 Follower, @kochrezepte hat mehr als eine halbe Million Abonnenten und dem Fun-Channel @j.u.n.g.s.f.a.k.t.e.n folgen 1,3 Millionen Menschen.

Aus dem kleinen Start-up wurde in weniger als zwei Jahren ein Unternehmen mit 30 Mitarbeitern, die von der Contentkonzeption und -kreation über Videoproduktion bis hin zur Mediavermarktung alle Schritte der Kommunikation auf Instagram umsetzen.

Fakt ist: Instagram boomt. Eine Milliarde Menschen nutzen die Plattform weltweit. Die jüngste offizielle Zahl für Deutschland stammt aus dem Jahr 2017, da waren es 15 Millionen Nutzer, meist aus der für Werbekunden so attraktiven jungen Zielgruppe. "Allein in Deutschland leben heute über 30 Millionen junge Menschen der Generation Y und Z", sagt Wassermann. Diese junge Generation von Konsumenten agiert überwiegend online und mobil. Während sich auf Facebook immer weniger Jugendliche tummeln, legt Instagram hier zu. Für Wassermann ist das nicht überraschend. "Facebook wurde 2004 gegründet, also noch bevor es iPhones gab, und war ursprünglich für die Desktop-Nutzung entwickelt." Instagram hingegen wurde erstmals 2010 im App-Store angeboten und direkt für Smartphones entwickelt. Online-Inhalte werden heute zu über 80 Prozent über mobile Endgeräte konsumiert. Wassermann: "Da ist Instagram als leicht zu handhabende und sich ständig weiterentwickelnde Plattform, die originär für mobile Nutzung konzipiert wurde, Facebook klar überlegen."

Der anhaltende Trend zum Smartphone spiele Instagram und damit auch Hypedby voll in die Karten. Ebenso fördere die zunehmend verfügbare und erschwinglichere Bandbreite das geänderte Mediennutzungsverhalten - schnellere Verbindungen helfen bei der Videovermarktung. Das wissen auch die Werbekunden, für die eine Präsenz bei Instagram immer interessanter wird. "Wir sind aus den genannten Gründen überzeugt, dass wir in der Branche weitere signifikante Budgetshifts in Richtung Instagram sehen werden", sagt Wassermann.

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"kress pro" - das Magazin für Führungskräfte in Medien - erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. Chefredakteur ist Markus Wiegand. Den Case zu Hypedby hat Christina Gruber aufgeschrieben.

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