DuMont-Deal: Der Nächste ist draußen

 

Der Verkauf der DuMont-Regionalzeitungen zieht sich hin. Nach Informationen von "kress pro" hat einer der Favoriten abgesagt.

DuMont prüft weiter den Verkauf des Regionalgeschäfts und ist zuversichtlich, dass da noch was geht. Das Ganze werde aber wohl noch ein Weilchen dauern, ist hinter den Kulissen zu erfahren. Den Gesellschaftern jedenfalls wurde noch kein Deal vorgelegt.

Zwei wichtige Kandidaten haben aber offenbar kein Interesse mehr. Funke-Verlegerin Julia Becker hat schon öffentlich abgewunken und will sich erst mal auf das eigene Geschäft konzentrieren. Dazu kommt, dass die Chemie zwischen ihr und DuMont-Chef Christoph Bauer nicht stimmt. Überraschender ist da schon, dass auch Madsack inzwischen abgesagt hat, ist aus gut informierten Kreisen zu erfahren.

Das lädt zu weiteren Spekulationen ein. Möglicherweise sieht doch die Rheinische Post Möglichkeiten, das Rheinland-Geschäft (u.  a. "Kölner Stadt-Anzeiger") zu übernehmen. Kartellrechtlich ließe sich das schon irgendwie begradigen, meint ein alter Fahrensmann im Geschäft.

Auch der Name Ebner fällt im Zusammenhang mit dem Verkauf des DuMont-Regionalgeschäfts immer wieder hartnäckig. Zumindest sollen die Beziehungen der dortigen Verlegerfamilie zu DuMont-Chef Christoph Bauer bestens sein, heißt es.

Für das Berliner Geschäft (u. a. "Berliner Zeitung", "Berliner Kurier") oder Teile davon ist übrigens ein neuer Name aufgetaucht. Verleger Detlef Prinz wird als potenzieller Käufer gehandelt. Unter dem Dach seiner Prinz Medien erscheinen der "Hauptstadtbrief" und englischsprachige Zeitungen der Times Media Group, ebenfalls mit Politschwerpunkten. Prinz antwortete auf "kress pro"-Anfrage bis Redaktionsschluss nicht.

Was will Finanzinvestor KKR bei Axel Springer? Hat sich die Lage bei der FAZ wieder beruhigt?

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