Gruner + Jahr-Gebäude geht doch nicht in Besitz der Stadt Hamburg über

05.08.2020
 

Die Stadt Hamburg kauft nun doch nicht das Gruner+Jahr-Verlagshaus am Baumwall. Stattdessen übernimmt ein Konsortium, angeführt vom New Yorker Immobilienkonzern Tishman Speyer, das denkmalgeschützte Gebäude unterhalb des Michels. Was G+J-Chefin Julia Jäkel sagt.

Eigentlich wollte die Stadt Hamburg das G+J-Verlagsgebäude für die Uni kaufen. Dafür wurden Pläne entwickelt. Doch Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) ist laut einem Bericht des NDR Hörfunks nicht traurig, dass Tishman Speyer mehr geboten habe. Denn Hamburg sei beim Kaufvertrag vor vier Jahren nur eingesprungen, weil Gruner+Jahr keinen Käufer fand, aber das Geld für einen Neubau in der Hafencity brauchte.

Vor einem halben Jahr sei dann der New Yorker Immobilienkonzern mit einem sehr lukrativen Angebot auf den Verlag Gruner+Jahr zugekommen, der noch im Besitz des Verlagsgebäudes ist. Dessen Chefin Julia Jäkel habe in Gespräche auch mit der Stadt eingewilligt, die sehr partnerschaftlich verlaufen seien, so Dressel bei NDR 90,3.

Nun hätten sich Senat und Verlag auf die Aufhebung des bereits Ende 2016 geschlossenen Kaufvertrages verständigt, bestätigt auch Julia Jäkel. Der international agierende Immobilienentwickler Tishman Speyer soll das Objekt übernehmen.

Florian Reiff, Geschäftsführer des Käufers, will das Haus am Baumwall nach NDR-Angaben denkmalgerecht umbauen - für Büros der Gesundheits- und Medienbranche. Und er will das Erdgeschoss öffnen: "Wir können uns vorstellen, dort eine Art Marktplatz zu schaffen mit Manufakturen, Anbietern lokaler Produkte und Gastronomie. Sicherlich ist der Wohnungsbau auch eine für die Innenstadt wichtige Beimischung", sagt Reiff gegenüber NDR 90,3.

Gruner+Jahr bleibt bis zur Fertigstellung seines Neubaus in der Hafencity als Mieter im alten Verlagsgebäude am Baumwall.

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