Ranking: Die reichsten Verleger 2020

 

kress pro, das Magazin für Führungskräfte in Medien, hat in seiner aktuellen Ausgabe die Listen der reichsten Deutschen von Welt und Manager Magazin ausgewertet: Welche Verleger das größte Vermögen haben - und wo Friede Springer und Mathias Döpfner jetzt liegen.

Jedes Jahr treiben "Welt" und "Manager Magazin" einiges an Aufwand, um ihre Listen mit den reichsten Deutschen zu veröffentlichen. Bis zum vergangenen Jahr hat Springers "Bilanz" die Liste angefertigt. Das Magazin ist jedoch inzwischen in der "Welt" aufgegangen. kress pro hat alle aktiven Medienunternehmer aus dem "Welt"-Ranking unten aufgeführt. Insgesamt finden sich 22 Namen. (Die Schenkung der Anteile von Friede Springer an Mathias Döpfner ist in der Liste noch nicht berücksichtigt.)

Platz, Name, Unternehmen, Vermögen (in Euro), Veränderung:

1. Friede Springer, Axel Springer: 4,80 Mrd. (±0)

2. Fam. Hubert Burda, Hubert Burda Media: 3,25 Mrd. (±0)

3. Fam. Bauer, Bauer Media: 3,20 Mrd. (-300 Mio.)

4. Fam. Liz Mohn, Bertelsmann: 3,10 Mrd. (-300 Mio.)

5. Stefan von Holtzbrinck, Holtzbrinck: 2,25 Mrd. (±0)

6. Johannes Mohn, Bertelsmann: 1,00 Mrd. (-100 Mio.)

7. Dieter Schaub, Medienunion: 0,90 Mrd. (-50 Mio.)

8. Dirk Ströer, Ströer: 0,65 Mrd. (-100 Mio.)

9. Familie Petra Grotkamp, Funke: 0,60 Mrd. (-50 Mio.)

10. Dirk Ippen, Ippen-Verlagsgruppe: 0,45 Mrd. (-50 Mio.)

11. Dieter von Holtzbrinck, DvH Medien: 0,40 Mrd. (±0)

12. Axel Sven Springer, Axel Springer: 0,35 Mrd. (±0)

13. Fa. Diekmann, Passauer Neue Presse: 0,25 Mrd. (-50 Mio.)

14. Fa. Holland, Augsburger Allg. (u. a.): 0,25 Mrd. (-50 Mio.)

15. Fa. Madsack, Madsack (u. a.): 0,25 Mrd. (-50 Mio.)

16. Fa. Schnell, Olympia Verl., Nürnberger N.: 0,25 Mrd. (-50 Mio.)

17. Thomas Ganske, Jahreszeiten Verlag (u. a.): 0,25 Mrd. (-50 Mio.)

18. Ariane Springer, Axel Springer: 0,25 Mrd. (±0)

19. Familie Klett, Klett: 0,20 Mrd. (-50 Mio.)

20. Eberhard Ebner, Südwest Presse: 0,20 Mrd. (-50 Mio.)

21. Fa. DuMont Schütte, Mediengr. DuMont: 0,20 Mrd. (-50 Mio.)

22. Fa. Neven DuMont, Mediengr. DuMont: 0,20 Mrd. (-50 Mio.)

Springer-Chef Mathias Döpfner fehlt auf der Liste. Das ist erstaunlich, denn Döpfners Privatvermögen dürfte sich bei rund 250 Millionen Euro bewegen. Rund 200 Millionen Euro ist allein sein Aktienpaket an Springer wert. Zudem hat er jahrelang um die 10 Millionen Euro jährlich und mehr als CEO verdient. Zusammen mit den geschenkten Anteilen wäre Döpfner mit einem geschätzten Vermögen von rund 1,25 Mrd. Euro heute auf Platz 6 der Liste.

Insgesamt zählt die "Welt" 1.000 Reichste in ihrem Ranking auf. Auffällig: Insgesamt sind die Vermögen der Verleger leicht gesunken, niemand konnte zulegen. Das "Manager Magazin" hat seine Liste dieses Jahr auf die 500 reichsten Deutschen beschränkt. Insgesamt nennt das Magazin daher nur neun Verleger oder Verleger-Familien. Die wichtigsten Unterschiede: Friede Springer und Mathias Döpfner werden schon zusammen veranlagt und tiefer eingeschätzt als bei der "Welt": auf gemeinsam rund 4,1 Milliarden Euro (-300 Mio. im Vergleich zum Vorjahr). Die Familie Hubert Burda dagegen sieht das Magazin bei 4 Milliarden Euro (-300 Mio. im Vergleich zum Vorjahr) und liegt damit deutlich höher als die "Welt" (3,25 Mrd. Euro).

Auch bei den Regionalverlegern klaffen die Bewertungen auseinander. Die Familie Schaub sieht das "Manager Magazin" bei 600 Millionen Euro Vermögen (-100 Mio. im Vergleich zum Vorjahr). Dirk Ippen fehlt auf der "Manager Magazin"-Liste, was bedeutet, dass das Magazin sein Vermögen im Gegensatz zur "Welt" bei unter 400 Millionen Euro sieht. Gerade bei den Regionalverlegern ist es schwer, den Wert des Unternehmens zu schätzen. In den vergangenen Jahren sind die Bewertungen des Zeitungsgeschäfts deutlich nach unten gegangen.

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Der Beitrag "Die reichsten Verleger 2020" ist in der aktuellen kress pro-Ausgabe erschienen. Darin sagt Verlegerin Isabella Neven DuMont, warum die DuMont Mediengruppe fast bankrott war, warum sie dem Verkauf der Zeitungen in Berlin, Hamburg und Halle zugestimmt hat und wie das Verhältnis zu ihrem Vater war.

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kress pro - das Magazin für Führungskräfte in Medien - erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. Chefredakteur ist Markus Wiegand.

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