Staatsanwaltschaft Berlin stellt Ermittlungen gegen Till Lindemann ein

Nach Angaben der Rechtsanwaltskanzlei Schertz Bergmann sieht die Staatsanwaltschaft Berlin keinen hinreichenden Tatverdacht gegen den Rammstein-Sänger. Ihm war vorgeworfen worden, Konzertbesucherinnen mit K.O.-Tropfen, Drogen oder Alkohol gefügig gemacht und sexuell missbraucht zu haben.

29. August 2023 um 10:20

Gegen Rammstein-Sänger Till Lindemann wird nicht mehr ermittelt (Foto: Malte Krudewig/dpa)

Unter Berufung auf die Anschuldigungen von zwei Frauen, Shelby Lynn und Kayla Shyx, sowie Medienberichte hatten drei Privatpersonen und eine Gesellschaft Strafanzeige gegen Till Lindemann bei der Staatsanwaltschaft Berlin erstattet. Da sie selbst nicht zu "angeblichen Opfern" von Till Lindemann zählten, stehe ihnen nun ein Rechtsmittel gegen die Verfahrenseinstellung nicht zu, so Schertz Bergmann in einer Pressemitteilung.

"Die rasche Einstellung des gegen meinen Mandanten geführten Ermittlungsverfahrens belegt, dass die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft keine Beweise bzw. Indizien zutage gefördert haben, um meinen Mandanten wegen der Begehung von Sexualstraftaten anklagen zu können. An den Anschuldigungen war schlichtweg nichts dran", schreibt Rechtsanwalt Björn Gercke. "Mit Abschluss des strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens zeigt sich, dass die schwerwiegenden Vorverurteilungen unseres Mandanten in den sozialen Netzwerken und in den Medien keine Grundlage hatten."

Gercke kündigt an, für Lindemann weiterhin zivilrechtlich gegen unzulässige Darstellungen in sozialen Netzwerken und Medien sowie gegen rechtswidrige Verdachtsberichterstattungen vorzugehen.

Vor der Berliner Staatsanwaltschaft  hatte schon die in Vilnius (Litauen) ein von der Shelby Lynn eingeleitetes Ermittlungsverfahren gegen Lindemann eingestellt.

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