Der kress-Quotencheck: Sat.1 durchkreuzt RTL-Siegesserie.

20.09.2009
 rs
 

Der kress-Quotencheck: Sat.1 durchkreuzt RTL-Siegesserie Spielverderber "Navy CIS": Die neue Folge der Sat.1-Sonntagsserie sicherte sich mit 2,69 Mio jüngeren Fans den besten Zielgruppen-Wert am gesamten Wochenende. Andernfalls wäre RTL gleich an drei Tagen hintereinander aufs Siegertreppchen geklettert. Stark los ging's nämlich am Freitagabend, als die zweite Jubiläumsausgabe von "Wer wird Millionär?" 2,26 Mio jüngere Zuschauer anlockte (21,1%). Mit 5,92 Mio Gesamtzuschauern wurde Günther Jauchs schusselige Show – in der Aufregung übersprang er zum ersten Mal eine Gewinnfrage – sogar Reichweitensieger. Am Samstag war Sonja Zietlow mit der Schnippselschau "Die 25 witzigsten TV-Momente 2009" an der Reihe: 2,31 Mio Werberelevante wissen jetzt ganz genau, dass für den Rest des Jahres nichts Bemerkenswertes mehr zu erwarten ist (Marktanteil: 23,3%). Im großen Spielfilm-Mehrkampf am Sonntagabend hatten schließlich ebenfalls die Kölner die Nase vorn: Hier siegte die Ensemble-Komödie "Wo die Liebe hinfällt ...", die 2,55 Mio Jüngere für sich verbuchte (Marktanteil: 17,8%). Alle Hintergründe – etwa zum Absturz von Sat.1-Tanzlehrer Kai Pflaume – gibt's hier!

Der kress-Quotencheck:

 

Sat.1 durchkreuzt RTL-Siegesserie

Spielverderber "Navy CIS": Die neue Folge der Sat.1-Sonntagsserie sicherte sich mit 2,69 Mio jüngeren Fans den besten Zielgruppen-Wert am gesamten Wochenende. Andernfalls wäre RTL gleich an drei Tagen hintereinander aufs Siegertreppchen geklettert. Stark los ging's nämlich am Freitagabend, als die zweite Jubiläumsausgabe von "Wer wird Millionär?" 2,26 Mio jüngere Zuschauer anlockte (21,1%). Mit 5,92 Mio Gesamtzuschauern wurde Günther Jauchs schusselige Show – in der Aufregung übersprang er zum ersten Mal eine Gewinnfrage – sogar Reichweitensieger. Am Samstag war Sonja Zietlow mit der Schnippselschau "Die 25 witzigsten TV-Momente 2009" an der Reihe: 2,31 Mio Werberelevante wissen jetzt ganz genau, dass für den Rest des Jahres nichts Bemerkenswertes mehr zu erwarten ist (Marktanteil: 23,3%). Im großen Spielfilm-Mehrkampf am Sonntagabend hatten schließlich ebenfalls die Kölner die Nase vorn: Hier siegte die Ensemble-Komödie "Wo die Liebe hinfällt ...", die 2,55 Mio Jüngere für sich verbuchte (Marktanteil: 17,8%).

 

Die Quoten vom Freitag:

 

Jauchs Vorzeigeshow verhalf auch dem Einstand von "Kaya Yanar – Live und unzensiert" zu einem vorzeigbaren Resultat: 2,14 Mio Werberelevante beömmelten sich im Anschluss (Marktanteil: 23,7%). 

 

Viele junge Fans lockte zur besten Sendezeit auch ProSieben mit dem Bandwurm-Film "Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung" an, der mit 1,80 jüngeren Sternenkriegern einen ausgezeichneten Marktanteil von 17,1% einspielte. 

 

Brutal abgestürzt ist dagegen Kai Pflaumes Tingeltangel "Yes we can dance" auf Sat.1: Nach einem vorzeigbaren Start in der Vorwoche (Marktanteil damals: 11,6%) konnten sich diesmal nur mehr 860.000 Jüngere für die Nylon-Fleischbeschau erwärmen – der Marktanteil sackte auf peinliche 8,0% zusammen. Die Freitagsflaute hält also an.

 

Deutlich abgehängt wurde Sat.1 zur Hauptsendezeit vom kleinen Schwestersender kabel eins, der sich mit "Ghost Whisperer – Stimmen aus dem Jenseits" nach vorne geschoben hatte. 880.000 jüngere Serienfans sorgten um 20:15 Uhr für einen Schnitt von 8,6%. "Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen" kam im Anschluss auf 7,8%.

 

Noch nie besonders freundlich umgegangen war Vox bislang mit der Krimiserie "The Closer": Mit neuen Folgen versucht man es jetzt freitags um 21:05 Uhr: 870.000 Jüngere erwirtschaften diesmal einen Schnitt von 7,7%, was aber unter der Vox-Marke liegt.

 

Über Senderschnitt konnte sich RTL II mit dem Steven-Seagal-Ökomurks "Fire Down Below" halten, der immerhin 770.000 14- bis 49-Jährige anzog (Marktanteil: 7,7%).

 

Bei den Öffentlich-Rechtlichen hatte das ZDF die besseren Pferde im Rennen: "SOKO Leipzig" hielt 1,05 Mio Jüngere bei Laune (9,3%), "Der Alte" hat eine junge Fangemeinde von 950.000 Werberelevanten (10,4%).

 

Die Quoten vom Samstag:

 

Gleich hinter der TV-Nabelschau von Sonja Zietlow rangierte das Fußballfieber der Deutschen auf Platz 2: 5,01 Mio Kickerfans, darunter 1,62 Mio Jüngere, interessierten sich für die Bundesliga-Ergebnisse aus der "Sportschau" (Marktanteil: 24,2%). Zusammen mit dem Reichweitensieg für die "Tagesschau" (6,54 Mio Zuschauer ab drei Jahren) rundete sich der ARD-Erfolg. 

 

Ärger gab' s dennoch: Vermutlich weil die Programmplaner im Ersten etwas wagmutig kalkuliert hatten und gleich mehrere Live-Sendungen Unwägbarkeiten im Ablauf mit sich brachten, mussten 5,63 Mio "Musikantenstadl"-Fans hinnehmen, dass Andy Borg zum Ende der Sendung hin jäh der Saft abgedreht wurde, damit später noch Live-Boxkämpfe gezeigt werden konnten. Die lediglich 290.000 jüngeren Stadl-Fans nahmen den Affront vermutlich gelassen hin (Marktanteil: 3,0%).

 

Gute Karten in der Hauptabendwertung hatte Sat.1 mit dem Familienfilm "Flutsch und weg", der 1,53 Werberelevante auf der Wohnlandschaft versammelte (Marktanteil: 15,6%). Deutlich schlechter kam der ProSieben-Spielfilm "Into the Blue" weg, den lediglich 1,02 Mio Jüngere sehen wollten (10,3%). Recht gute Werte fuhr dagegen die ZDF-Auftragsproduktion "Einsatz in Hamburg" ein: Der Krimi lockte 4,92 Mio Fans, darunter 940.000 Werberelevante (Marktanteil: 9,6%), vor den Schirm.

 

Nur knapp über Senderschnitt tauchte "Men of Honor" auf: Für das feuchte Actiondrama auf Vox interessierten sich 820.000 Jüngere (8,2%). "Das verschwundene Zimmer" auf RTL II war zur besten Sendezeit vom Quotenradar, nun ja, verschwunden: Nur 470.000 Jüngere fanden Interesse daran (4,7%).

 

Bei den Tagesmarktanteilen (14- bis 49-Jährige) am Samstag siegte RTL mit 15,9% – vor Sat.1 (10,9%) und ProSieben (10,7%).

 

Die Quoten vom Sonntag:

 

Im Fahrwasser des Quoten-Überfliegers "Navy CIS" kam auch "Criminal Minds” auf einen hervorragendes Ergebnis: 2,24 Mio jüngere Fans bescherten der Sat.1-Krimiserie einen starken Schnitt von 16,1%.

 

Bei den Spielfilmen musste sich ProSieben RTL geschlagen geben: "Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger" kam mit 2,43 Mio Werberelevanten zwar auf einen starken Schnitt von 18,3%, dennoch hatten Shirley MacLaine & Co. die Nase vorn. Wegen Überlänge des Sci-Fi-Films lag der Marktanteil von "Wo die Liebe hinfällt ..." dennoch darunter (17,8%). Besonders stark punktete ProSieben später noch mit "Starship Troopers" und sicherte sich zur vorgerrückten Stunde einen Schnitt von 29,2%.

 

Endlich in der Kiste gelandet waren am Sonntagabend auch Axel Milberg und Maren Eggert, was die Fans von "Tatort: Borowski und die Sterne" offensichtlich rührte. Mit 2,37 Mio 14- bis 49-Jährigen spielte der ARD-Krimi oben mit, dank seiner 7,49 Mio Gesamtzuschauer wurde er sogar Reichweitensieger am Sonntag.

 

RTL durfte sich schon am Vorabend freuen: "Schwiegertochter gesucht" kam mit 1,89 Mio jüngeren Zuschauern auf einen starken Schnitt von 20,1%. Die allgemeine Wahlkampfschläfrigkeit machte den Kölnern aber dann nach dem Hauptfilm zu schaffen: Für die Sondersendung "Wahl 09: Zuschauer fragen" mit Guido Westerwelle, Renate Künast und Gregor Gysi interessierten sich nur 1,04 Mio Werberelevante (Marktanteil: 10,4%).

 

Mit einem blamablen Schlussergebnis verabschiedeten sich auch Sabine Christiansen und Stefan Aust von ihren wenigen verbliebenen Fans: Das Sat.1-Format "Ihre Wahl! Die Sat.1-Arena" zog sich in der letzten Folge vor nur 350.000 jungen Zuschauern zurück (Marktanteil: 3,5%).

 

Unterm Strich kam ProSieben dank des Spielfilm-Doppelschlag auf den besten Tagesmarktanteil (14,6%) bei den 14- bis 49-Jährigen. RTL musste sich mit 13,7% begnügen, Sat.1 kam auf 10,4%.

 

Rupert Sommer

 

 

 

 rs

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