Chef der "Augsburger Allgemeinen" will Online-Bezahlinhalte einführen.

 

"Augsburger Allgemeine"-Verlagschef Andreas Scherer:  Bezahlinhalte im Netz "fair und richtig" Der Chef der "Augsburger Allgemeinen", Andreas Scherer (Foto), hat sich für Bezahlinhalte im Internet stark gemacht. Scherer sagte in einem Interview mit der dpa, es sei "nur fair und richtig", Online-Nutzer der Zeitungs-Website "an unseren Aufwendungen zu beteiligen". Abonnenten der gedruckten Zeitung könne man Inhalte im Netz kostenlos zur Verfügung stellen. Scherer: "Das verstehen wir unter Kundenservice." Der Geschäftsführer der Presse-Druck und Verlags GmbH setzt nicht auf Micropayments für einzelne Artikel, sondern auf ein Abo-Modell. Wie konkret die Pläne für die Einführung einer Bezahlschranke bei der "Augsburger Allgemeinen" sind, verriet Scherer der dpa nicht.

"Augsburger Allgemeine"-Verlagschef Andreas Scherer:

 

Bezahlinhalte im Netz "fair und richtig"

Andreas SchererDer Chef der "Augsburger Allgemeinen", Andreas Scherer (Foto), hat sich für Bezahlinhalte im Internet stark gemacht. Scherer sagte in einem Interview mit der dpa, es sei "nur fair und richtig", Online-Nutzer der Zeitungs-Website "an unseren Aufwendungen zu beteiligen". Abonnenten der gedruckten Zeitung könne man Inhalte im Netz kostenlos zur Verfügung stellen. Scherer: "Das verstehen wir unter Kundenservice." Der Geschäftsführer der Presse-Druck und Verlags GmbH setzt nicht auf Micropayments für einzelne Artikel, sondern auf ein Abo-Modell. Wie konkret die Pläne für die Einführung einer Bezahlschranke bei der "Augsburger Allgemeinen" sind, verriet Scherer der dpa nicht.

 

Scherer, der auch Vorsitzender des Verbandes Bayerischer Zeitungsverleger (VBZV) ist, sieht für Tageszeitungen im Netz einen Markt vor allem bei exklusiven regionalen und lokalen Beiträgen. Mit überregionalen Nachrichten sei eher kein Geld zu verdienen.

 

Mit der Forderung nach der Einführung von Bezahlinhalten steht Scherer nicht alleine. International will Rupert Murdoch das Ende des Kostenlos-Netz für Informationen herbeiführen. In Deutschland dürfte die Mehrheit der Print-Verlage Sympathien für Paid Content-Modelle hegen. Wirklich konkrete Schritte haben aber bisher nur wenige Zeitungen genommen. Zurzeit testet die "Süddeutsche Zeitung" im Netz, ob Nutzer bereit sind, für einzelne Artikel aus der gedruckten Zeitung Geld zu bezahlen. 

 

Im Vorfeld der Münchner Medientage forderte der Zeitungsmanager Scherer von der neuen Bundesregierung eine Ausweitung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes von sieben Prozent auf das Online-Geschäft. Ebenfalls müsse die Politik eine Einführung des Leistungsschutzrechtes vorantreiben und die Lockerung des Presse-Kartellrechts anstreben.

cm

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