"taz"-Sonderausgabe "Wir sind Schwanz!" ist ein Fake.

 

Gefakte "taz"-Sonderausgabe:  "Wir sind Schwanz!" Am Freitag wurde vor dem "taz"-Verlagsgebäude eine Sonderausgabe  verteilt, die sich ganz der neuen Kunstinstallation am "taz"-Haus widmet. Der Bildhauer Peter Lenk hat an der Seitenfassade ein riesiges Relief eines nackten Mannes mit meterhohem erigiertem Glied montieren lassen, das sich "Friede sei mit Dir!" nennt und in den vergangenen Tagen für heiße Diskussionen gesorgt hatte. Die verteilte Sonderausgabe "Wir sind Schwanz!" ist allerdings ein Fake. Das Layout der ersten Seite kommt dem Original aber sehr nahe. "taz"-Digitalchef Mathias Broeckers spekuliert in einem Artikel, dass sich "taz"-Genosse Kai Diekmann (nebenbei "Bild"-Chef") die Guerilla-Aktion ausgedacht habe. Wie auch immer: Der taz-Vorstand teilte den Genossen am Freitag abend mit, dass die Penis-Skulptur wieder abgebaut wird. Das schreibt Diekmann in seinem Blog. 

Gefakte "taz"-Sonderausgabe: 

 

"Wir sind Schwanz!"

Am Freitag wurde vor dem "taz"-Verlagsgebäude eine Sonderausgabe  verteilt, die sich ganz der neuen Kunstinstallation am "taz"-Haus widmet. Der Bildhauer Peter Lenk hat an der Seitenfassade ein riesiges Relief eines nackten Mannes mit meterhohem erigiertem Glied montieren lassen, das sich "Friede sei mit Dir!" nennt und in den vergangenen Tagen für heiße Diskussionen gesorgt hatte. Die verteilte Sonderausgabe "Wir sind Schwanz!" ist allerdings ein Fake. Das Layout der ersten Seite kommt dem Original aber sehr nahe. "taz"-Digitalchef Mathias Broeckers spekuliert in einem Artikel, dass sich "taz"-Genosse Kai Diekmann (nebenbei "Bild"-Chef") die Guerilla-Aktion ausgedacht habe. Wie auch immer: Der taz-Vorstand teilte den Genossen am Freitag abend mit, dass die Penis-Skulptur wieder abgebaut wird. Das schreibt Diekmann in seinem Blog

 

In der vierseitigen Zeitung fordert die "taz"-Redaktion angeblich: "Der Pimmel bleibt! Wir werden nicht zurückziehen." Weil, so behaupten die anonymen Autoren, die Leser der "taz" gegen das "Lenk-Werk" Sturm gelaufen seien, wolle der Verlag die Installation gleich wieder verkaufen.

 

Tatsächlich verhält es sich wohl etwas anders. Die Entscheidung, das Relief überhaupt montieren zu lassen, ist intern offenbar überhaupt nicht mehrheitsfähig. Ursprünglich war das Werk wohl schon für die Feierlichkeiten zum 30. Geburtstag der "taz" vorgesehen. Nun wurde es, wohl auch zur Überraschung einiger Mitarbeiter, vor kurzem mit Verspätung am Haus angebracht.

 

Als Verantwortlicher im Sinne des Pressegesetzes wird der Künstler Peter Lenk genannt, als Hausanschrift die "Rudis-Ding-Straße 23". Der Hinweis, dass die Rudi-Dutschke-Straße früher Kochstraße hieß und auf Betreiben der "taz" ihren Namen geändert hat, fehlt übrigens auch nicht. kress meint zu der Posse: Alles hat ein Ende, nur der Schwanz hat keins.

 

Nachtrag: Der taz-Vorstand äußerte sich am Freitag abend zur Causa. Bis zum 4. Januar 2010 wird die Installation verschwunden sein. Es sei "nicht primäre Aufgabe der ,taz', sich mit der Person Kai Diekmann zu beschäftigen". Das Blatt setze sich höchstens inhaltlich mit der "Bild"-Zeitung auseinander. Hintergrund: Die Skulptur spielt auf eine Vorgeschichte an - die "taz" hatte sich vor einigen Jahren satirisch mit der Bestückung des "Bild"-Chefs auseinander gesetzt und darüber mit Diekmann einen Prozess geführt. Wer sich über die Vorgeschichte informieren will, findet hier einen Artikel der "Zeit" aus dem Jahr 2002.

 

Die vier Seiten der Fake-"taz" sehen Sie im Plus-Teil.

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